Januar Neuigkeiten von SpaceX Teil 2

Ich kann gleich anknüpfen an Markus W. Kommentar man könnte SpaceX nicht mit anderen Raumfahrtfirmen oder Raumfahrtbehörden vergleichen. Nun bei Raumfahrtbehörden gebe ich dem recht, die müssen schon als staatliche Behörden mehr Öffentlichkeit zeigen. aber warum nicht mit anderen Raumfahrtfirmen? Das ist doch genau, das was SpaceX ist. Natürlich gibt es Unterschiede. Das auffälligste ist der krasse Gegensatz zwischen echten veröffentlichten Fakten und dem enormen Medienauftritt, vornehmlich durch Elon Musk (ohne ihn gäbe es sogar nahezu Null Fakten) und auch die Fixierung auf ein Publikum das wohl gar nicht informiert werden will sondern nur Videos anschaut und auch die Angaben nicht hinterfragt. Doch auch wenn ich nur SpaceX mit sich selbst vergleiche, ist doch klar, dass man enorm viel verschweigt wenn etwas nicht klappt. Gut andere Firmen die neu in der Branche sind veröffentlichen gar nichts und arbeiten still und leise. Das ist für Berichterstatter nicht erfreulich, doch wenigstens konsequent und wenigstens keine reine Erfolgsberichterstattung wie sie von totalitären Staaten bekannt ist. Beim Nachdenken, womit man SpaceX vergleichen kann, fiel mir nur Microsoft ein: Continue reading „Januar Neuigkeiten von SpaceX Teil 2“

Was die Entscheidung für zwei Anbieter bei CCDev nicht ist …

.. ist eine Absicherung für den Fall das eines der beiden Systeme „gegrounded“ ist. Schon der Gedanke ist verrückt. Nun ist Redundanz ja was schönes. Aber auch sonst haben wir in der Raumfahrt nur wenig Redundanz. Es wurden zwar früher Sonden in Paaren oder sogar kleinen Serien gestartet, was aber kein Schutz vor systematischen Fehlern bedeutet. Ich verweise hier nur mal an Mars 4-7 und das Ranger Programm. Echte Redundanz würde bedeuten, dass man zwei unterschiedliche Sonden startet. Ich habe mal nachgedacht, wo es in der Raumfahrt Redundanz in diesem Sinne gibt und es gibt tatsächlich welche: Continue reading „Was die Entscheidung für zwei Anbieter bei CCDev nicht ist …“

Es läuft einiges schief…

… und zwar an vielen Stellen in der Raumfahrt. Wir dürfen uns freuen, dass MAVEN und MOM gut im Marsorbit angekommen sind, so sollte das nicht hinwegtäuschen, das dies auch die letzte US-Mission seit langem ist, und das auch nur, weil man sie schon frühzeitig verschieben musste um für Curiosity Mittel frei zubekommen um deren Mission von 2009 auf 2011 zu verschieben. Indien hat nun aber zumindest beim Mars China und Japan überholt. Continue reading „Es läuft einiges schief…“

Eine absehbare Entscheidung…

… war die Verkündigung der „Gewinner“ der CCdev Ausschreibung. Schlicht und einfach weil Boeing und SpaceX schon vorher die meisten Mittel bekommen haben. Eine Überraschung wäre es eher geworden wenn Sierra Nevada einen Auftrag bekommen hätte oder sich die NASA nur für einen entschieden hätte. nun sind es eben zwei Kapseln. Das klingt zwar nicht gerade technologisch modern, verglichen mit dem Raumgleiter von Sierra Nevada, aber es geht ja um „Space-Taxis“ und nicht um technologische Durchbrüche, sondern einige Leute sicher zur ISS zu bringen und wieder zurück und mehr nicht. Wenn dann noch die Kapseln wiederverwendet werden können und das soll ja bei beiden Systemen der Fall sein, hat ein Gleiter sicher auch keine Kostenvorteile. Continue reading „Eine absehbare Entscheidung…“

Die Misere ist hausgemacht: CCDev

Heute will ich meine Aufmerksamkeit mal einem Programm widmen, bei dem so ziemlich alles schiefläuft was schieflaufen kann: CCDev.

Zuerst mal zur Vorgeschichte. Nach dem Verlust der Columbia gab es den Beschluss die Shuttles nach Fertigstellung der ISS außer Dienst zu stellen. Endgültig angekündigt wurde dies erst 2006, doch der Beschluss musste früher fallen, denn Anfang 2004 wurde das Constellation Programm von Bush angekündigt, ohne das es zusätzliche Mittel bekam. Es sollte durch Einsparungen finanziert werden, wozu auch die Kosten die die Shuttles verursachten gehörten. Continue reading „Die Misere ist hausgemacht: CCDev“