„Commercial“ – automatisch besser?

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Lange Zeit gab es bei der NASA nur einen Ansatz für die Vergabe von Aufträgen, und bei den anderen Raumfahrtagenturen ist dieser Ansatz bis heute der Einzige. Man startet einen Aufruf in dem man die Anforderungen grob umreist und Firmen können sich mit ihren Vorschlägen bewerben. Diese werden dann gesichtet und es gibt meist noch eine zweite Runde, nun mit deutlich konkreten Anforderungen und Grenzen und einige Firmen erhalten Geld um ihre Vorschläge zu überarbeiten, vor allem zu verfeinern indem sie nun detailliert darlegen wie sie das Projekt umsetzen wollen. Continue reading „„Commercial“ – automatisch besser?“

Doppelt gemoppelt ist nicht immer besser

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Mein heutiger Blog hat das Thema eines Trends in den USA, und zwar dem, das man in der Raumfahrt etwas doppelt macht. An und für sich ist das was Gutes. Wenn man eine Raumsonde zweimal baut, hat man nicht nur eine Absicherung gegen einen Fehlstart, sondern wenn beide Starts gelingen, dann gewinnt man auch doppelt so viele Daten und weil bei Raumsonden die Entwicklungskosten den größten Anteil am Gesamtbudget ausmachen, ist das zweite Exemplar meistens deutlich billiger als das erste. Analoge Beispiele kann man an anderer Stelle einführen – Erdbeobachtung, Astronomie, ja auch Kommunikation profitieren von „Überkapazität“.
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Staatsfirma oder private Raumfahrt?

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Den heutigen Blog mache ich primär für mich, um Daten zusammenzutragen, die man als SpaceX-Kritiker braucht. Der Unterschied zum SpaceX-Fan ist ja der, dass man nicht das nachplappert was andere sagen, irgendwelche Spekulationen anstellt, sondern auf Basis von Zahlen argumentiert.

Seit Jahren nervt mich eines: Das die Firma immer von der „privaten Raumfahrt“ spricht. Das haben inzwischen ja auch die deutschen Medien übernommen, wo das noch bizarrer ist, weil „privat“ bei uns noch einen etwas anderen Klang hat als in den USA.

Auf der Webseite selbst wirbt sie von sich als dem „wourld fastest growing Launch Service Provider“, als wäre die Ausrichtung von SpaceX vor allem auf kommerzielle Starts, die frei ausgeschrieben werden ausgerichtet, nicht auf Regierungsaufträge. Da dieser Markt klein ist, es gibt pro Jahr ungefähr 15 bis 20 Satelliten pro Jahr deren Starts frei ausgeschrieben wird, wäre es dumm sich auf diesen zu beschränken. Kein einziger LSP kommt ohne irgendwelche Regierungsaufträge aus. Bei den meisten machen sie mehr als 50% aus. Einzige Ausnahme davon ist Arianespace wo sie deutlich unter 50% liegen. Das verwundert nicht, denn den 15 bis 20 kommerziellen Satelliten stehen viel mehr Starts seitens der Regierung gegenüber, jährlich gab es in den letzten 10 Jahren zwischen 80 und 90 Starts, also vier bis sechs mal so viel. Continue reading „Staatsfirma oder private Raumfahrt?“

Bringt es die „private“ oder „kommerzielle“ Raumfahrt?

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Das COTS/CRS Programm galt ja als Beispiel für einen neuen Stil: die NASA konstruiert keinen Versorger, sondern leistet erst Schützenhilfe (COTS) und dann kauft die Frachtservices mit dem im Schritt 1 finanzierten Versorger. Mittlerweile denkt man nach zwei Fehlstarts von zwei Raumschiffen vielleicht nicht ganz so optimistisch, doch immerhin hat sie das beim CCDev weiter gezogen. Continue reading „Bringt es die „private“ oder „kommerzielle“ Raumfahrt?“

Die Misere ist hausgemacht: CCDev

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Heute will ich meine Aufmerksamkeit mal einem Programm widmen, bei dem so ziemlich alles schiefläuft was schieflaufen kann: CCDev.

Zuerst mal zur Vorgeschichte. Nach dem Verlust der Columbia gab es den Beschluss die Shuttles nach Fertigstellung der ISS außer Dienst zu stellen. Endgültig angekündigt wurde dies erst 2006, doch der Beschluss musste früher fallen, denn Anfang 2004 wurde das Constellation Programm von Bush angekündigt, ohne das es zusätzliche Mittel bekam. Es sollte durch Einsparungen finanziert werden, wozu auch die Kosten die die Shuttles verursachten gehörten. Continue reading „Die Misere ist hausgemacht: CCDev“