Schnürsenkel, Wissenschaft im Fernsehen, Computer und der neue Kindle

Heute mal wieder ein Kurzweilliger Blog über Dinge die mir so auffielen. Das erste sind Schnürsenkel. Seit ein paar Jahren wechsle ich bei jedem neuen Paar Schuhe die Schnürsenkel aus. Ich weis nicht was da die Industrie getreten hat, aber alle Schnürsenkel die dran sind, sind zu lang. Man muss die Schlaufen irgendwo reinstopfen, damit man nicht auf die tritt und sie aufgehen oder den Knoten zuziehen. Also habe ich begonnen Schnürsenkel zu kaufen und selbst auszuwechseln. Die Beschriftungen auf den Packungen geben mir sogar recht. Gestern waren es neben dem Fernsehgucken drei Paar. Jeweils 6 Ösen pro Schuh. Da benötige ich nach den Angaben auf der Schnürsenkelverpackung 90 cm lange Senkel. Drin waren welche von 120 cm Länge. Damit war ich am Samstag Abend neben dem Schauen von Wetten Dass beschäftigt. Continue reading „Schnürsenkel, Wissenschaft im Fernsehen, Computer und der neue Kindle“

Wie kann man mit solchen Computern zum Mond fliegen?

Je weiter wir uns zeitlich vom Mondprogramm entfernen, desto unwahrscheinlicher erscheint es, dass man mit der Technik von damals landen konnte. Das gilt vor allem für die Computertechnik. In Zeiten in denen ein Smartphone einen Prozessor mit mehreren Hundert Megahertz und mehreren Hundert Megabyte verbaut ist erscheint es unwahrscheinlich, dass jemand mit dem AGC mit rund 72 KByte ROM und 4 KByte Speicher und rund 42.000 Rechnungen pro Sekunden landen konnte.

Wert in den frühen achtziger Jahren schon einen Computer hatte denkt vielleicht anders. Die Rechenleistung und Speicherausstattung des AGC (Apollo Guidance Computers) ist in etwa vergleichbar mit einem Apple II, C-64 oder Spectrum. Viele konnten sehr viel mit diesen Kisten anstellen. Continue reading „Wie kann man mit solchen Computern zum Mond fliegen?“

Neues Video zur Marsreise mit Apollo-Teilen

Ich habe letztes Jahr einmal über die Marsreise geschrieben, die in dem Buch Voyage von Stephen Baxter beschrieben wird. Das Video dazu, in dem jemand diese Reise in Orbiter nachstellt, ist inzwischen gelöscht. Aber jetzt gibt es die Remastered Edition, die ich nicht vorenthalten möchte:

Voyage in Orbiter

Frohe Ostern!

Ihr Kevin Glinka.

Wer verkaufte wieviel?

Als kleines Nebenprodukt meiner Recherche hier die Verkaufszahlen einiger Heimcomputer. Die Liste ist nicht vollständig und umfasst nur die Zahlen die mir unterkamen, als ich für mein Buch recheriert habe. Ich selbst habe einige Überraschungen erlebt. Ich denke, man extrapoliert von dem persönlichen Erfahrungen auf die Marktbedeutung. Also welche Leute man kennt mit welchen Computern, was man so in Verkaufshäusern sieht oder worüber man in Zeitschriften liest.

Eine Verzerrung ist natürlich, ob ein Rechner in einem Land sehr populär ist oder nicht. Der Spectrum z.B. war es in Deutschland weitaus weniger als woanders, cor allem in England und Spanien. Deutschland war schon immer eine Commodore Hochburg bzw. als Tramiel zu Atari wechselte eine Atari Hochburg. Das konnte den fehlenden Umsatz in den USA aber nicht kompensieren. Zum anderen gibt es Rechner wie die CPC Serie die nur in einigen europäischen Ländern vermarktet wurden oder die MSX Serie die zwar bei uns auftauchte aber sich vor allem in Asien (Japan, Süd-Korea) gut verkauften. Continue reading „Wer verkaufte wieviel?“

Raumfahrträtsel 33

So, heute nun das Rätsel von „Keiner“ – der wie sich inzwischen rausstellt einen stratgeischen Vorteil hat den nicht mal ich habe, nämlich Orginal Zeitschriften über Raumfahrt aus den sechziger Jahren…

Aber zuerst noch die Auflösung des letzten Rätsels. Die NASA suchte tatsächlich nach Rechnern mit dem 8086 Prozessor, aber auch anderer veralteter Hardware wie 8″ Floppydrives. Die waren schon veraltet als ich 1982mit der Computerei anfing, da hatten nur noch die CBM Systeme die, weil auf eine 8″ Diskette die unglaublicheSpeichermengevon 1 MBytedrauf passte.

Das leitet mich zu dem Thema Computer im Weltraum über. Man kann hier ja ganz grob drei Zeitalter unterscheiden:

Zuerst Spezialanfertigungen: Es gab keine kommerziellen Rechner die klein genug für Raumfahrzeuge waren. Da passen die Rechner von Gemini, Apollo, Viking und voyager rein.

Mit dem Aufkommen von Mikroprozessoren wurden die in Phase zwei auch in Raumfahrzeugen eingesetzt. Das ist grob die Zeit Mitte der siebziger bis Anfang der Neunziger. Der Space Shuttle Bordrechner (ein entfernter Verwandter des IBM 360 Systems) fällt da rein, aber auch Galileo, Hubble, Cassini und zahlreiche erdsatelliten.

Seit Anfang der Neunziger haben wir die Situation dass Prozessoren für Raumfahrzeuge sich abgekoppelt haben von den zivilen Mustern. Es gibt dafür einige Gründe. Die Fertigungsprozesse sind anders und je kleiner die Strukturen desto teurer die Herstellung – AMD und Intel können sich das leisten, weil Millionen Stück gefertigt werden doch für wenige Exemplare lohnt sich eineAnlagemit heutigen Strukturbreiten von 32 nm nicht. Der RAD 750, einer der schnellsten Chips heute läuft mit 200 MHz und wurde im 150 nm Prozess hergestellt – das ungefähr der Stand bei PC’s vor etwa 10 Jahren. Wahrscheinlich macht es aber auch wenig Sinn noch weiter runter zu gehen weil dann die Chips zunehmend empfindlicher werden gegen induzierte Spannungen die ebenfalls durch geladene Teilchen erzeugt werden.

Die Lösung könnte sein, die Logik direkt in Hardware zu verdrahten. Anstatt ein Programm zu schreiben gibt es einen Spezialchip, der die Aufgabe durchführt. Da Satelliten irgendwie Signale verarbeiten müssen liegt das auf der Hand. DieInitiative„Flying Laptop“ wollte das schon 2007 auf einem Satelliten erproben, doch bis jetzt ist er immer noch nicht gestartet. Die Idee stammt von der Uni Stuttgart, woher auch sonst. Eingesetzt werden FPGA’s die kann man auch nach dem Start neu programmieren.

Mal sehen ob das dann zur vierten Phase überleitet.

So nun das neue Rätsel von „Keiner“:Was er stellt ist wirklich rätselhaft, vielleicht werdet ihr draus schlau:

Wer hätte weswegen beinahe sein Raumschiff aufgegeben?

Ich bin ja mal gespannt was er so an Erläuterungen schreibt wenn er auflöst. Wir wollen ja alle was hinzulernen….