Wahlnachlese – musikalisch

So, da ich übers Wochenende eine Klausur korrigieren musste und dann noch aufwendig den Durchschnitt anpassen musste, damit er den politisch gewünschten Durchschnitt erreicht und nicht zu viele Studenten durchfallen, kommt es zum ersten Mal seit einigen Monaten dazu, dass ich keinen Blog  auf Vorrat mehr habe und mal wieder mit einem Videotipp ausfüllen muss. (mehr …)

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Klientelpartei

Nun hat sich die Westerwelle überschlagen und ist ausgerollt. Alles paletti? Mitnichten. Denn nicht Westerwelle ist das Problem, er hat es aber geschaffen. Ich gestehe: Auch ich habe FDP gewählt. Einmal, das war 1987. Doch das war eine andere Partei. Die nannte sich zwar auch FDP, aber sie stand damals für liberale Werte, hieß: für die Freiheit des Bürgers: für mehr Bürgerrechte, weniger Staat, eine bessere Bildungspolitik. Damals war mein Grund FDP zu wählen, dass sie gegen die damalige Verschärfung der Asylgesetzgebung war, welche die CDU betrieb.

Natürlich gab es immer auch in der FDP den zweiten Zweig, die Wirtschaftsliberalen, deren einziges Programm eine radikale Marktwirtschaft ist. Auf den Punkt gebracht: Der Staat soll sich aus der Wirtschaft heraushalten, alle Hemmnisse beseitigen und möglichst alle Arbeiterrechte noch dazu, dann wird es der Wirtschaft so gut gehen, dass alle auch die Arbeiter davon profitieren. (mehr …)

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Hast Du einen Opa…

… dann schick ihn nach Europa. So wurden früher alte Politiker deren Haltbarkeitsdatum oder politische Karriere abgelaufen wurde als EU-Komissare abgeschoben. So der damalige Verbraucherminister Bangemann, der in einem Interview damit glänzte, nicht zu wissen, was Eier oder Brot kostete (und die Preis um den Faktor 10 zu hoch einschätzte).

Auchg unser Peinlich-MP Günther Öttinger, der in einer Fernsehsendung davon sprach, jeder müssste englisch können und englisch würde bald die Arbeitssprache werden und Deutsch würde man nur noch im privaten Familienkreis sprechen, aber selber kein Wort Englisch spricht: Beweis her: (mehr …)

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Ich bin dagegen

Ich bin in die Diskussion mit meiner Mutter gekommen über Stuttgart 21 und die bevorstehende Landtagswahl. Wäre sie jetzt, so würden die Grünen in BW 28% bekommen. Das ist eine Folge von Stuttgart 21, aber auch der allgemeinen Regierungspolitik, die ja dazu führt, dass die Grünen auch in anderen Umfragen gut da stehen. Das hat nun zu Vorwürfen geführt, siw wären die „Dagegen-Partei“ und genau das hat meine Nachrichten-informierte Mutter auch brachte.

Ich bin auch „Dagegen“. Ich bin gegen verlängerte AKW Laufzeiten, gegen erhöhte Krankenversicherungsbeiträge für Privatpersonen während Arbeitgeber, Pharmaindustrie, Ärzte nach wie vor nichts beisteuern müssen. Ich bin gegen das Nachgeben gegen die Industrie, z.B. wenn sie nun den erhöhten Aufschlag für Solarstrom 1:1 an den Verbraucher weiterreicht, obwohl sie den Strom dank gesunkener Kohlepreise billiger produziert, oder bei der freien Preisbestimmung von neuen Medikamenten. Ich bin gegen Aussitzen von Problemen und das Anhäufen von Schulden. (mehr …)

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Hochachtung und Respekt vor dem Amt

Gestern ist Margot Käßmann von ihrem Amt zurückgetreten, nur zwei Tage nachdem die Alkoholfahrt am Steuer bekannt geworden ist. Ich finde das sehr traurig und kann zwar ihre Haltung nachvollziehen, wenn sie auf die Vorbildfunktion verweist, auf der anderen Seite sehe ich hier nicht den direkten Bezug zum Amt. Was hat eine persönliche Verfehlung damit zu tun, dass sie öffentlich Kritik am Afghanistan Einsatz übt? Man kann sicher auf dem Standpunkt stehen, dass Bischöfe, Pfarrer, Priester & Co Vorbildfunktion haben und daher einen tadellosen Lebenswandel führen sollten. Auf der anderen Seite sollten sie die Gläubigen verstehen und wer keine Fehler macht, der hat auch Probleme die Fehler anderer zu verstehen. Vor allem aber hat das nur sekundär etwas mit dem Amt zu tun. Sie war ja schließlich nicht betrunken als sie in die Kanzel stieg. Irgendwo denke ich gibt es eine Grenze, wo auch Bischöfe Mensch sein dürfen und dazu gehört auch Dummheiten zu begehen und daraus zu lernen. Auch wenn das Fahren mit 1,5 Promille keine Kleinigkeit ist. Ich denke wenn sie im Amt geblieben wäre, so wäre sie daraus gereift hervorgegangen und vielleicht eine noch bessere Bischöfin geworden.

Vor allem würde ich mir wünschen, dass auch andere diesem Beispiel folgen würden. In der Katholischen Kirche dürfen Bischöfe den Holocaust leugnen und werden gedeckt. Es kommt zu sexuellem Missbrauch über Jahre und die Leute werden gedeckt und nur versetzt .- damit sie woanders weiter machen können. Das alles sind keine privaten kleinen Verfehlungen. Das sind Dinge die im Amt getan werden und wurden und die keinerlei Konsequenzen innerhalb der Kirche nach sich gezogen haben. (mehr …)

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