Die erste private Marsexpedition

Es soll am 30.4. zum Start der ersten COTS Mission zur ISS angekündigt werden, doch es ist schon jetzt durchgesickert: SpaceX plant bei dem Jungfernflug der Falcon Heavy Anfang nächsten Jahrs eine Marsmission. Geplant ist, eine modifizierte Dragon weich auf dem Mars landen zu lassen. Damit soll das Konzept der „Red Dragon“ der NASA schmackhaft gemacht werden. SpaceX kündigte ja schon seit Jahren an, dass die Dragon auf jedem Himmelskörper würde landen können, auch auf dem Mond und Mars. Für das Wissenschaftsprogramm der NASA war dafür eine unbemannte Variante der Dragon gedacht.

Die Falcon Heavy soll 13 t zum Mars befördern können – mehr als genug um eine Dragon aufzurüsten, die ohne Treibstoff rund 5,2 t wiegt. Die Änderungen würden in einer Umrüstung des Trunks bestehen, der nun qualifiziert für lange Missionen sein muss und angepasst sein muss für den Flug zum Mars (bessere thermische Isolation, größere Solarpaneele. (mehr …)

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Wie rund kann ein Himmelskörper sein?

Heute mal eine astronomische Frage: Ab welcher Größe ist ein Himmelskörper rund? Jeder kennt ja einige unregelmäßig geformte Himmelskörper: Die Marsmonde Deimos und Phobos, die Asteroiden Gaspra, Ida, Mathilde und Eros. Und es gibt auch runde wie die Erde, Venus, Mars, Merkur, der Mond. Auffällig ist das die Runden eher groß sind und die unregelmäßig geformten eher klein. Gibt es da einen Zusammenhang?

Da bei einem Gastbeitrag schon in den Kommentaren die Rede war, er passe nicht zu diesem „wissenschaftlichen“ Blog aber zuerst mal die wissenschaftliche Klärung einer Frage: Wann sprechen wie von rund? Doch zuerst noch meinen Senf zu dem Kommentar: Der Blog ist nicht wissenschaftlich, es ist meine Meinung oder eben die von Gastautoren und wenn auch Wissen vermittelt wird, dann um so besser. Das muss aber nicht sein. Aber schon aufgrund der Tatsache dass jeden Tag einer erscheint, kann man ableiten dass es keine Wissenschaft sein kann, weil ich niemals die Zeit hätte, alles haarklein zu recherchieren. Diese Fehleinschätzung ist übrigens auch in dem Forum, dass ich unter dem Blog „Neid“ erwähnte vorherrschend. Die diskutieren über meine Blogs auch als wären es Nachrichten…. (mehr …)

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Vom Mars besessen

… ist Robert Zubrin. Seit er in den Neunziger Jahren seinen ersten Mars Direct Plan veröffentlichte sind dem weitere gefolgt. Der letzte basiert nun nur auch auf der Nutzung von drei Falcon Heavy (immerhin mit LOX/LH2 Stufen). Diese würden etwas über 50 t zum Mars schicken – ungefähr das was eine Saturn V zum Mond beförderte. Das ist der letzte Tiefpunkt (auch in Masse) seiner Pläne. Zum Vergleich geht die NASA von rund 800-1000 t in der Erdumlaufbahn, entsprechend 300-360 t zum Mars entspricht also 6-7 mal mehr aus für ihre Reference Mission.

Zubrin gibt als wesentlichen Grund an, damit könnten Milliarden Dollar gespart werden und das höhere Risiko würden dann Freiwillige gerne in Kauf nehmen. Ich finde er ist auf einem völligen Holzweg. Ich will mich mal nicht auf das Menschenbild stürzen das dahinter steckt, wenn man „Freiwillige“ braucht für den Marstrip. (mehr …)

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Red Dragon

Bei der Routinerecherche der üblichen Raumfahrtnews bin ich über folgenden Vorschlag einer unbemannten Mission gestoßen, genannt „Red Dragon“. Der SpaceX Artikel hat leider keine Details was diese eigentlich forschen soll und was sie mitführen soll. Aber versuchen wir, es mal zu diskutieren.

Teil 1: Kann eine heutige Dragon (2) als Red Dragon auf dem Mars landen?

Klar Antwort: Nein! Sie ist ausgelegt für Erdorbit Missionen mit kurzer Dauer und einer Wasserung. Wenn sie als Red Dragon zum Mars fliegen soll, muss sie zum einen für eine viel längere Reisedauer qualifiziert sein, was ich jedoch voraussetze. Heute ist jeder Satellit für einen Betrieb über einige Jahre ausgelegt. Ich wüsste nicht was es an Gründen geben sollte, warum dies bei einer Dragon nicht so sein sollte. Das schwierigere ist, dass die Bedingungen andere sind. Die Dragon heute muss aus einem niedrigen Erdorbit entweder direkt oder über einen TDRSS Satelliten mit der Erde kommunizieren. Die Bestimmung der Position im Raum kann mittels GPS erfolgen, was auch verwendet wird, soweit ich informiert bin. Für Marsmissionen ist eine Hochgewinnantenne nötig, die der Erde nachgeführt wird. Es sind eigene Navigationseinrichtungen wie Starmapperkameras nötig. Die Lageregelung wird bestimmt nicht mehr durch Triebstoff geschehen, weil das über Monate einen enorm hohen Verbrauch bedeutet und die Solarzellen reichen für die Stromversorgung nicht mehr aus, denn beim Mars muss mehr geheizt werden und ihre Leistung sinkt auf weniger als die Hälfte durch den größeren Abstand von der Sonne ab. (mehr …)

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Intelligentes Leben auf dem Mars – Teil 2

Mariner 4 AufnahmeNachdem von 1960 bis 1964 schon zwei Generationen von Raumsonden verloren gingen, schaffte es 1964 die siebte zum Mars gestartete Sonde auch am Mars anzukommen. Mariner 4 hatte eigentlich nur ein marsspezifisches  Experiment, eine TV-Kamera. Alle anderen Experimente maßen Strahlung, Teilchen, Stäube und Magnetfelder. Die Kamera wurde in rund 15.000 km Entfernung aktiviert und übermittelte 22 Bilder. So viele passten nicht auf das Magnetband, sodass es vom 22.sten Bild nur 22 Zeilen gab. Die Bilder wurden dann langsam übertragen – das NASA DSN schaffte damals nur eine Datenübertragungsrate von 8,33 Bit/s. Obwohl die Bilder weder hochauflösend , noch besonders scharf waren, zeigten sie doch etliche Krater, aber keine Kanäle, dabei hatte die Bildserie einen Streifen quer vom Nordpol bis nahe des Südpols gezogen und dabei zahlreiche „Canali“ überquert.

Damit war die Vorstellung von intelligentem Leben auf dem Mars endgültig gestorben. Mehr noch. Da die Aufnahmen nur Krater zeigten, machte sich die Vorstellung breit, der Mars wäre ähnlich öde und mit Kratern übersät wie de Mond. Mariner 4 hatte kein Spektrometer an Bord um die Zusammensetzung der Atmosphäre zu bestimmen. So gab es Informationen über die Atmosphäre nur auf indirektem Wege. Der Atmosphärendruck wurde auf 30 mb geschätzt. Je nach Wissenschaftler war Stickstoff oder Kohlendioxid der Hauptbestandteil der Atmosphäre. Ein Magnetfeld konnte nicht festgestellt werden. (mehr …)

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