The Expanse (Fernsehserie)

Kürzlich bin ich auf Netflix auf der Sciencefiction Serie „The Expanse“ gestossen, ich war eigentlich positiv überrascht. Ich werde hier ein paar technische Dinge anreissen, und keine Details zur Storyline. Die erste Staffel basiert auf dem Roman Leviathan Wakes von Daniel Abraham und Ty Franck.

Schauplatz

Die Serie spielt im 23. Jh. Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Es gibt drei Akteure: Die Erde und Mond (Vereinte Nationen), der Mars (Mars Congressional Republik) oder die Gürtler (englisch Belters), also Menschen, die im Asteroidengürtel und anderen Kleinkörper leben. Mars und Erde sind von deren Ressourcen abhängig. Die Belters leben oft unter miserablen Bedienung, so dass sich eine Widerstandsgruppe namens OPA (Outer Planet Alliance) gebildet hat. Mars und Erde haben eine Art kalten Krieg.

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Über Science Fiction

Heute wieder ein Gastbeitrag von Hans. Ansonsten gibt es derzeit keine weiteren Gastbeiträge, also wenn sich jemand angesprochen fühlt … nichts wie her damit!

(Dieser Beitrag war ursprünglich mal als Antwort auf Bernd’s Blog vom 27. März, 2011, Selektive Wahrnehmung bei Science Fiction Filmen gedacht. Allerdings ist er so lang geworden, das er etwas modifiziert inzwischen als eigenständiger Blogbeitrag durchgehen kann.)

Wer es in Sachen Technik genau wissen will, sollte die Bücher von Lawrence M. Krauss‘ lesen. Der Mann ist im Hauptberuf Physiker und nebenbei auch ein Fan von Star Trek. Der hat mal ein Buch über „Die Physik von Star Trek“ (ISBN: 3453109813) geschrieben, wo er genau darlegt, was da Science und was Fiction ist. Danach hat er noch ein Buch über die Physik „Jenseits von Star Trek“ (ISBN: 3453196708) geschrieben, wo er das selbe mit anderen populären Filmen macht, u.a. Independence Day. Continue reading „Über Science Fiction“

Selektive Wahrnehmung bei Science Fiction Filmen

Was mich immer wieder erstaunt, ist eine selektive Wahrnehmung bei Science Fiction Filmen. Obwohl ja alle Filme eine erfundene Handlung wiedergeben, mal einfach mal kompliziert bis zu einer konstruierten Geschichte, wie sie in einigen Jahrzehnten ja in der Star Trek Reihe aufgebaut wurde, glauben manche an die physikalische Umsetzung dessen.

Nun natürlich basieren einige Dinge in den Science Fiction Filmen auf physikalischen Prinzipien oder schon existierenden Technologien und Vorlagen. Manchmal ist das offensichtlich. So sehen Raumschiffe immer schnittig aus, obwohl das im Weltraum völlig unnötig ist (die ideale Form wäre da wohl der Borg-Kubus oder eine Kugel – maximales Innenvolumen pro Masse). Die beliebten Strahlenwaffen haben ihre Vorlage in dem schon Anfang der sechziger Jahre erfunden Laser und Projektile wie die Photonen Torpedos (die noch schneller als die Raumschiffe sind die ja mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen) kennt die Menschheit auch. Manchmal werden sogar Beschränkungen kopiert. So gab es bei Str Trek lange Zeit eine Beschränkung der Geschwindigkeit auf „Warp 10“, obwohl es natürlich kein Gesetz gibt, das die Überlichtgeschwindigkeit beschränkt (wohl aber eines für die Unterlichtgeschwindigkeit). Continue reading „Selektive Wahrnehmung bei Science Fiction Filmen“

Die Logik in Science Fiction

Jeder mag andere Genres beim Film. Ich mag am liebsten Komödien aber auch Filme, in den andere persifliert werden. Ich weiß, das viele Raumfahrt-Fans von Science-Fiction fasziniert sind. Das ist nicht bei mir der Fall. Das einzige was ich mir angeschaut habe war Raumschiff Enterprise, dass ich schon von meiner Jugend kannte. Allerdings habe ich dann bei den Fortsetzungen immer mehr den Faden verloren und so ab Deep Space Nine nicht mehr alle Folgen gesehen. Während die alten Folgen einen gewissen Charme versprühen, auch weil sie wenn man sie heute ansieht so wirklich billig produziert wurden (um Kosten zu sparen wurden z.b. Kulissen von Wildwest Filmen verwendet, weshalb die meisten Planeten dann auch Wüstenplaneten sind. Damit das Punblikum auch auf seine erwartung kam gab es daher jede Menge Prügelszenen – wie in Bonanza) so hatten sie doch Humor und Spannung. Bei den nachfolgenden wurde immer mehr ein Star-Trek Universum aufgebaut mit verwirrenden Handungssträngen die schwer zu verstehen sind wenn man es nicht regelmäßig anschaut und es wirkte irgendwie belehrend, weil Gene Roddenberry’s Weltbild (oberste Direktive etc.) vermittelt werden sollten. „Nummer Eins, Energie“ wurde so oft wiederholt, das das ganze mehr einem Ritual glich. Continue reading „Die Logik in Science Fiction“