Bezaubernde Jeannie, Verbraten von Serien und VPS

Gerade wird auf One die Serie „Bezaubende Jeannie“ aus den Sechzigern wiederholt. Da sie ziemlich alt ist und schon oft ausgestrahlt wurde denke ich kennen die meisten den Inhalt. Der Astronaut Anthony Nelson findet auf einer Insel einen Flaschengeist, Jeanny der ihm fortwährend das Leben schwer macht.

Mich hat mal interessiert, wer von den Darstellern noch lebt. Es ist nur noch Barbara Eden, welche die Jeannie spielt. Das Larry Hagman schon vor einigen Jahren starb wusste ich schon. Dazu habe ich die Wikipedia besucht. Etwas amüsiert war ich über die Einträge zur Serie. So wurde moniert, dass die Serie die NASA als militärische Struktur mit Befehlsgewalten darstellte. Zum einen ist da was wahres dran. Die Astronauten blieben beim Militär und wurden nur für die NASA freigestellt. Eugene Cernan der so lange dabei war, das er beim Ausscheiden schon den Admiralsrang bekommen hätte, musste überlegen, ob er nicht doch zur Navy zurückkehren sollte. Daneben gab es viele Rollen mit militärischen Bezeichnungen wie „Public Affairs Officer“ oder „Flight Dynamics Officer“. Vor allem aber gab es eine strenge Struktur mit Verantwortlichkeiten und Weisungsbefugnis wie beim Militär. Wenn Chris Kraft entschied, dass jemand nicht mehr fliegen sollte weil seien Performance schlecht war oder er einfach krank wurde, dann flog er nicht mehr. Da wurde wie beim Militär befohlen und nicht diskutiert. Continue reading „Bezaubernde Jeannie, Verbraten von Serien und VPS“

The Expanse (Fernsehserie)

Kürzlich bin ich auf Netflix auf der Sciencefiction Serie „The Expanse“ gestossen, ich war eigentlich positiv überrascht. Ich werde hier ein paar technische Dinge anreissen, und keine Details zur Storyline. Die erste Staffel basiert auf dem Roman Leviathan Wakes von Daniel Abraham und Ty Franck.

Schauplatz

Die Serie spielt im 23. Jh. Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Es gibt drei Akteure: Die Erde und Mond (Vereinte Nationen), der Mars (Mars Congressional Republik) oder die Gürtler (englisch Belters), also Menschen, die im Asteroidengürtel und anderen Kleinkörper leben. Mars und Erde sind von deren Ressourcen abhängig. Die Belters leben oft unter miserablen Bedienung, so dass sich eine Widerstandsgruppe namens OPA (Outer Planet Alliance) gebildet hat. Mars und Erde haben eine Art kalten Krieg.

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Das „neue“ Fernsehen

Von den Fernsehsendern selbst immer wieder beschworen, ändern sich die Sehgewohnheiten. Zum einen verliert der klassische Fernseher immer mehr an Bedeutung, da sich hier ja technisch viel in den letzten Jahren getan hat. Während seit der Einführung von PAL bei der Funkausstellung 1967 die Röhrengeräte praktisch gleich blieben und auch die Größen ziemlich bald an eine Grenze von etwa 66 cm Diagonale stießen, hat man seit der Einführung des Digitalfernsehens viel geändert. Durch Komprimierung gibt es viel mehr Kanäle sowohl über Satellit wie auch Kabel, selbst DVB-T kann nun ein Dutzend Kanäle auf den knappen Frequenzen übertragen. Dazu kam HD-Ready und HD als Übertragungsformat und inzwischen auch Ultra-HD (4K) und inzwischen steht schon 8K in den Startschuhen.

Die Röhrenfernseher wurden durch Plasmadisplays und dann LCD und LED Fernseher abgelöst, sie wurden immer größer und leichter. Ich habe seit Juli einen 50-Zoll LG Fernseher – ich benutze ihn aber als Computermonitor. Trotzdem ist der leichter als ein alter 22 Zoll Röhrenfernseher. Continue reading „Das „neue“ Fernsehen“

Ich sollte Testseher werden

Diese Erkenntnis hat sich mir bei der letzten Wetten-Dass Sendung bestätigt. Mir hat sie eigentlich immer gefallen, zumindest im Großen und Ganzen. Mit Grausen erinnere ich mich nur an das Zwischenspiel von Lippert und die Wahl von Cindy aus Marzahn als Assistentin. Sie mag mit dem Humor den sie vertritt, eine (eigene) Show machen, doch ist sie als Assistentin eine völlige Fehlbesetzung, denn diese sollte ja eher unauffällig im Hintergrund bleiben und keine Show machen, vor allem aber massentauglich sein.

Ich hatte ja erwartet als Abschluss eine Sendung mit allen vier Moderatoren zu sehen, bei vier Moderatoren hätte es auch für vier Wetten gereicht, aber so war es „nur“ eine normale Sendung. In der Sendung wurde beschwört dass sich die Sehgewohnheiten geändert haben. Nun gab es den geschilderten Fernsehabend, frisch gebadet im Schlafanzug vor dem Fernseher bei uns nie (was auch daran lag dass ich beim Start von Wetten dass schon 16 war, einen eigenen Fernseher hatte, mit glatten 36 cm Bildschirmdiagonale!) aber man wird nicht darum herum kommen zu konstatieren, dass sich die Sendegewohnheiten verändert haben. Je mehr Kanäle es gibt desto weniger Zuschauer gibt es pro Kanal. Aus wirtschaftlichen Gründen mag es verständlich sein, dass man dann große und teurere Shows einstellt. Continue reading „Ich sollte Testseher werden“

Weniger Sender, mehr Programm

Nach der Reform der Fernsehgebühren haben die Sender nun mehr Geld in der Kasse und es wurde beratschlagt, was man mit dem Überschuss machen soll. Es gab zwei Möglichkeiten: Weniger Werbung oder den Beitrag senken. Der Fernsehrat entschied sich für letztes. Ich wäre für das Erstere gewesen.

Ich weiß, ich bin bei den Bloglesern eine Minderheit, aber ich schaue fast nur öffentlich rechtliches Fernsehen (ÖRF). Ganz einfach weil das was ich gerne ansehe, Dokumentationen, im breitesten Sinne bildungsfernsehen vor allem dort kommt, und wenn es Serien gibt dann sind die auch meist dort, wobei wenn ich nachdenke sich das auf die „Heiter bis tödlich“ Folgen und die Freitagabende um 19:25 beschränkt. Continue reading „Weniger Sender, mehr Programm“