Das Shuttle 2.0 – Teil 2

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Zuerst noch eine Nachlese zum Teil 1 der Shuttle Wiederverwendung. Es geht wie schon in den Kommentaren zum Teil erkannt, darum, wie heute ein Shuttle aussehen würde, wenn man es für den Nutzlasttransport entwickelt hätte. Es geht nicht darum, ob es die beste Lösung ist. Ich habe schon eine Idee, die ich dafür vorstellen will, die kommt aber ganz ohne Shuttle aus.

Daneben gab es auch in den Berechnungen einen Fehler, den ich erst beim Nachdenken entdeckte: Ich habe bei der Berechnung de Orbitermasse zwar gesagt, dass die Nutzlast nicht mitzählt, da sie ja von der Hülle umgeben wird, aber bei der Berechnung doch mitgenommen, so wurde der Orbiter unnötig schwer. Ich habe gestern das korrigiert und nun kommt man mit einem Vulcain 3R und zwei RD-180 für 17 t Nutzlast aus, mit drei und vier Boostern sind es 24 und 29 t.- Das korrespondiert in etwa mit 40% dessen im GTO. Das ist also mehr als ausreichend. Continue reading „Das Shuttle 2.0 – Teil 2“

Die SSME in anderen Projekten

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So, nun als Abschluss des 110 Kbyte großen Aufsatzes über die SSME die Pläne die SSME woanders zu verwenden und natürlich die technsichen Daten. Morgen geehts dann weiter mit einem anderen Thema und vergesszt mir nicht das Musikrätsel.

Die SSME waren die leistungsfähigsten je gebauten US-Triebwerke. Sie waren wegen der hohen Anforderungen sowohl an Sicherheit, wie auch an Leistung sehr teuer. 1988 kostete ein Triebwerk so viel wie eine Delta Rakete, rund 33 Millionen Dollar. 1993 wurde ein Preis von 40 Millionen Dollar angegeben, die letzten Einsatzexemplare kosteten nach der NASA 50 Millionen Dollar. Das ist recht viel, auch wenn die Kosten inflationskorrigiert leicht gesunken sind (die 50 Millionen Dollar bei der Ausmusterung entsprechen 29 Millionen im Jahr 1988). Ein neues Triebwerk, das nicht so sehr auf Leistung optimiert ist und nicht eine so lange Lebensdauer hat wie das RS-68 ist daher trotz 50% mehr Schub deutlich billiger und wurde daher von der NASA bei der Ares V vorgezogen. Aufgrund der Kosten war ihr Einsatz in anderen Projekten nur bedingt sinnvoll. Continue reading „Die SSME in anderen Projekten“

Erneuter Größenwahn bei SpaceX

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Nun da nach einer Verschiebung von 5 Monaten wohl in einem Monat endlich die Falcon 9 „zweiter Versuch“ starten wird, macht sich die Firma große Sorgen. Wie soll man mit nur zwei Startrampen die enorme Startzahl von 11 Starts 2014 absolvieren? Das geht doch nicht, und so bewirbt sich die Firma um die Nutzung von PAD 39A, also einem der Launchpads die für die Apollomissionen gebaut wurden und für die Space Shuttles genutzt werden. Das ist nebenbei ein Eingeständnis der NASA, dass sie in den nächsten Jahrzehnten kaum noch bemannte Raumfahrt mit eigenen Raumfahrzeugen treiben wird. Denn wenn man die Startvorbereitungszeiten für die Shuttle Missionen und die Apollo Missionen betrachtet, dann dürfte ein Pad kaum mehr als 4 Starts pro Jahr erlauben, bei einer Schwerlastrakete mit ihren längeren Vorbereitungszeiten eher mehr (die NASA konnte nachdem sie nach der Mondlandung mit Apollo 11 nur noch ein Pad betrieb nur noch zwei Missionen pro Jahr durchführen). Continue reading „Erneuter Größenwahn bei SpaceX“

Das HST und die Servicemissionen

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Für die NASA gilt das Hubble Weltraumteleskop als Paradebeispiel für die Nützlichkeit des Space Shuttles. Er ermöglichte die Reparatur der Krümmung des Spiegels. Später kamen dann noch weitere Servicemissionen, bei denen man die Instrumente jeweils durch neue, die dem Stand der Technik entsprechen austauschte. Kritiker sehen das anders. Das ganze ist teurer als wenn man das Weltraumteleskop nachbaut. Zeit das nachzuprüfen und nachzurechnen. Das ganze ist nicht ganz einfach, weil die NASA nicht mehr die Missionskosten der Shuttle Starts publiziert.
Hier das Szenario: Anstatt Servicemissionen zu starten baut man das HST nach und setzt dort die aktuellen Instrumente ein. Die Kosten für die Instrumente muss man daher nicht berücksichtigen, sie würden auch in einem Nachbau unterkommen. Gestartet wird es jeweils mit einer aktuellen Trägerrakete. Fangen wir mal an diese zu beleuchten Continue reading „Das HST und die Servicemissionen“

Warum ich gegen das JWST bin

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Das James Web Space Telescope (JWST) wird das teuerste unbemannte Weltraumprojekt überhaupt werden, teurer als Cassini, Viking, Galileo oder das Mars Science Laboratory – nicht nur absolut (mit derzeit auf 7,8 Milliarden Dollar Gesamtkosten) als auch inflationskorrigiert. Doch lohnt es sich?

Was der Knackpunkt ist, sind natürlich die Kosten. 7,8 Milliarden Dollar ist wirklich viel Geld. Es kostet damit so viel wie 4 Jahre ISS Betrieb oder 2-3 Jahre Space Shuttle Betrieb. Bei dem Vergleich mit unbemannten Projekten wird es sogar noch auffälliger. Das nächst kleinere Projekt ist das 2,5 Milliarden Dollar teure MSL, das um den Faktor 3 kleiner ist.  Neue Missionen zum Mars dürfen maximal 480 Millionen Dollar ohne Trägerrakete kosten. Das ist auch in etwa das Preisetikett eines anspruchsvolleren Forschungssatelliten. Continue reading „Warum ich gegen das JWST bin“