Die Dragon und die Hubble Space Telescope Service Mission

Vor einigen Tagen hat die NASA angekündigt, das sie untersuchen lassen will ob eine „private“ Servicemission zum Hubble Space Telecope (HST) möglich ist. Ich schreibe „private“ in Anführungszeichen weil dieser Begriff im Englischen weiter geht als bei der deutschen Sprache. Es ist damit nicht gemeint, das nun ein Unternehmer, also eine Privatperson, wie Elon Musk seine eigene Mission macht, sondern es ist primär ein Wechsel in den Paradigmen dahingehend, das die NASA nicht mehr alle Anforderungen an die Entwicklung formuliert und selbst involviert ist, sondern eben nur die Anforderungen an die Mission und natürlich auch Sicherheitsstandards. Das ist aber im Prinzip das gleiche, wie wenn bei uns der Staat eine Firma mit einem Auftrag beauftragt, sei es für einen Bau, Software oder sonstiges und da redet bei uns niemand von „privat“. Die NASA vergibt also einen Auftrag für eine Servicemission an ein kommerzielles Unternehmen anstatt selbst das Raumfahrzeug und alle anderen Teile selbst zu entwickeln.
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Spektakuläre Fehlschläge in der Raumfahrt – Teil 3

Heute folgt der dritte – und letzte Teil – meiner Miniserie über Fehlschläge in der Raumfahrt. Ich hätte noch einiges mehr zu schreiben, aber da die Resonanz bei den ersten beiden Teilen gleich Null war, denke ich interessiert dies außer mir selbst keinen. Dafür gibt es morgen mal wieder einen Beitrag über den ihr debattieren könnte. Nämlich den einzigen pazifistischen Staat auf der Welt. Continue reading „Spektakuläre Fehlschläge in der Raumfahrt – Teil 3“

Das HST und die Servicemissionen

Für die NASA gilt das Hubble Weltraumteleskop als Paradebeispiel für die Nützlichkeit des Space Shuttles. Er ermöglichte die Reparatur der Krümmung des Spiegels. Später kamen dann noch weitere Servicemissionen, bei denen man die Instrumente jeweils durch neue, die dem Stand der Technik entsprechen austauschte. Kritiker sehen das anders. Das ganze ist teurer als wenn man das Weltraumteleskop nachbaut. Zeit das nachzuprüfen und nachzurechnen. Das ganze ist nicht ganz einfach, weil die NASA nicht mehr die Missionskosten der Shuttle Starts publiziert.
Hier das Szenario: Anstatt Servicemissionen zu starten baut man das HST nach und setzt dort die aktuellen Instrumente ein. Die Kosten für die Instrumente muss man daher nicht berücksichtigen, sie würden auch in einem Nachbau unterkommen. Gestartet wird es jeweils mit einer aktuellen Trägerrakete. Fangen wir mal an diese zu beleuchten Continue reading „Das HST und die Servicemissionen“

Nutzlasten für die SLS – Teil 2

In meiner kleinen, lockeren Serie, wofür man die SLS verwenden kann, schließlich gibt es ja kein bemanntes Programm das sie erforderlich macht, heute ein Doppelstart: der der geschenkten NRO Teleskope. Die NASA bekam letztes Jahr von der NRO zwei Teleskope geschenkt die wohl für ihre KH-12/13 geplant waren. Man weiß nicht viel über die Teleskope, sie sollen nur den Durchmesser des HST haben, aber eine kürzere Brennweite, also Weitwinkelinstrumente sein, wie sie bei Satelliten auch sinnvoller sind die die Erde beobachten. Continue reading „Nutzlasten für die SLS – Teil 2“