Neues von Büchern, Gottschalk und der verlorenen Generation

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Wie ihr sicher schon festgestellt habt, blogge ich nun wieder öfter. Mein Programmierjob ist beendet und die Vorlesungen für dieses Semester ebenfalls. Allerdings denke ich werde ich tief gehende Themen trotzdem mit seichteren Blogs wie diesen hier mischen. Heute geht es einfach nur um einige Dinge, die mir so auffielen.

Fangen wir mal mit was Persönlichem an. Ich werde in der zweiten Aprilhälfte wieder in Urlaub gehen, na ja fast. Zweimal schaue ich nach dem Rechten bei unserem Ferienhaus und erledige die Arbeiten, die da anfallen. Da werde ich so um die 10 Tage wegfahren und das ist natürlich DIE Gelegenheit für Gastblogs. Ich sage das jetzt schon, dass ihr euch Gedanken machen könnt. Ansonsten werde ich sicher die Zeit mit ein paar Artikeln aus der Konserve füllen.

Inzwischen bin ich bei der Endversion des Manuskripts über Computergeschichten. Ich hatte es ja schon vor einem Jahr in der ersten Version fertiggestellt, aber dann brachen zwei Korrekturleser ab. „Elendsoft“ hat es nun in Rekordzeit durchgelesen und fand es wären keine Fehler mehr drin – hoffentlich hat er recht. So kann ich das Projekt auch bald abschließen. Danach werde ich an das Manuskript über das MSL gehen, das ich auch schon einmal durchgelesen habe. Nach dem zweiten Mal geht es dann an die Korrekturleser. Ich habe mir vorgenommen nun nach und nach alles, was noch an Buchprojekten in der Pipeline ist, fertigzustellen. Das sind nicht weniger als vier – Computergeschichten, MSL und Phobos Grunt, „Das ist kein Diätbuch“ und die Neuauflage des Raketenlexikons 1. Alle sind in verschiedenen Stadien der Bearbeitung. Da die Verkäufe aber seit drei Quartalen stark rückläufig sind, so auch in diesem nur knapp 60% des Vorjahresniveaus erreichen, werde ich erst mal nichts neues starten. Bis alle Projekte fertig sind, denke ich, kann ich dann entscheiden, ob damit mein Ausflug ins das literarische damit endet. Ich habe ja noch eine gewisse Hoffnung, dass die Computergeschichten und das Diätbuch mehr Leser finden, schlussendlich generiert das „Was ist Drin Buch“ jetzt schon mehr als ein Drittel der Umsätze, obwohl es ein eher preiswertes Buch ist und nur eines von 12. Es kann sein, dass ich mich dann mehr auf diesen Bereich konzentriere oder eben ganz aufhöre – 15 Bücher sind ja auch genug.

Dann will ich noch ein bisschen Fernsehen kommentieren. Seit zwei Monaten läuft nun Thomas Gottschalks Show im Ersten. Es ist nicht der große Publikumsmagnet geworden. Das ist auch leicht erklärbar, denn es ist Thomas Gottschalk wie bei Wetten dass – die Couchgespräche ins Studio verlagert. Also es kommen Stars um neue Filme, CD’s oder anderes vorzustellen oder es gibt seichtes Geplauder von Thomas Gottschalk , wie immer nicht vorbereitet. Was abends als Unterhaltung zwischen den Wetten noch funktioniert hat, trägt alleine eine Sendung nicht. Wenn Stars da sind, dann erwarte ich weitergehende Gespräche, bei denen ich etwas mehr erfahre. Gottschalk, der mehr mit sich, als mit anderen redet, ist einmal alle zwei Monate ganz erträglich. Aber jeden Tag geht mir das auf die Nerven. Vor allem stört mich das Anbiedern an moderne Kommunikation. Gottschalk gehört zur Vor-Internet-Generation, oder wie mal jemand sagte, zur verlorenen Generation. Das habe ich aus einer Polit-Talkshow auf ZDF Neo. Demnach ist die Generation, die vor allem die heutigen Politiker stellt (so im Alter zwischen Mitte Vierzig und Mitte Sechszig die verlorene Generation. Sie ist zu alt, um mit dem Internet aufgewachsen zu sein oder es in einem Alter kennen gelernt zu haben, als man sich noch stärker für Technik interessiert. Anders als die Rentner, ist sie aber noch im Berufsleben und hat keine Zeit sich heute in die Technologien einzuarbeiten. Das ist natürlich bedenklich, weil heute das Internet unser Leben prägt und viele Gesetze an das Internet angepasst werden müssen (Datenschutz, Urheberrecht etc. …). Aber zurück zu Gottschalk. Da kommt nun die Anbindung ans Internet so gestelzt daher. Es gibt eine eigene Redakteurin die Mails und Facebook-Kommentare vorliest, dann die Aufforderung da Kommentare zu geben oder sich anzumelden (wichtig ist ja, wie viele Facebook-Freunde man hat) und dann „dann chatte ich noch ein Stündchen“ Ankündigungen. Internet ist keine Pflichtübung. Es gehört dazu. Man muss aber auch nicht jeden Tick mitmachen. Ich twittere auch nicht und ich bin nicht in einem datenschutzrechtlichen schwarzen Loch wie Facebook vertreten. Aber ich bin erreichbar und darum geht es ja.

Die Nachfolge soll nun ja Markus Lanz antreten. Dass es so lange dauerte, einen Nachfolger zu finden zeigt ja schon die Misere. Dabei war ja Markus Lanz schon bei den ersten Kandidaten. Ich möchte keine Vorverurteilung betreiben, daher sage ich mal nichts. Das es ein Talkshow-Moderator werden würde, war weitgehend klar, nachdem Hape Kerkeling absagte. Denn es gibt ja sonst keine richtigen Entertainer mehr, sondern nur noch Moderatoren von Quiz- oder Talkshows. Wenigstens ist es die TV-Hure (springt von Sender zu Sender) Pilawa nicht geworden. Gegen den habe ich was Persönliches, weil der Wurstladen für den er Werbung macht jede Kritik an dieser durch Rechtsanwälte verstummen lassen will.

[Edit]Ich schreibe die Blogs ja im Voraus, nun hat die Wirklichkeit sie wieder mal überholt. Die Computergeschichten sind gestern Abend hochgeladen worden und nun endlich auch unterwegs. Für die Nachfolgebücher (MSL/Phobos Grunt / diätbuch), suche ich übrigens (wie eigentlich dauernd) noch Korrekturleser.

3 thoughts on “Neues von Büchern, Gottschalk und der verlorenen Generation

  1. Arne hat ja schon früher fürs Diätbuch zugesagt und ist da auch fest eingeplant, da ich schon bei den Computergeschichten festgestellt habe, dass da bei den anderen Korrekturlesern wenig Interesse jenseits der Raumfahrt da ist. Für Elendsoft findet sich sicher auch noch Verwendung. Von Dir wie auch von Hand brauche ich aber noch die Adressen, für die Exemplare als Belohnung fürs Lesen. Einfach ne Mail schreiben.

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