Kommunismus

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Irgendwie bin ich vor einigen tagen an eine Diskussion erinnert worden, die ich in den frühen achtziger Jahren geführt habe. Wir hatten eine Mitschülerin, die war für die MLDP (marxistisch – leninistische Partei Deutschlands – gibt es die überhaupt noch? Lange nichts mehr von ihr gehört). Sie meinte der Kommunismus sei das Heil für alle. Ich hielt das für baren Unsinn. Nun waren das eine andere Zeit, wer damals für den Kommunismus war, bekam meistens gleich zu hören „Dann geh doch nach drüben“. Doch selbst wenn man sich von dem „Real existierenden Sozialismus“ mal losmacht, kann man doch das Konzept diskutieren. (Wobei ich bis heute noch nicht weis, was nun der Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus ist, ob eines besser als das andere ist, und ob der real existierende etwas Besonderes ist oder nur die „kleine“ Ausgabe).

Mein Hauptkritikpunkt damals, wie heute war, dass der Kommunismus ein Menschheitsbild hat, das schlicht und einfach nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Es geht davon aus, dass wenn alles geteilt wird, also es zum einen kein Privateigentum gibt, zum anderen alle viel arbeiten, weil ja alle etwas davon haben. Das ist aber nicht das, was die meisten Menschen wollen. Die meisten wollen das Sie selbst weiterkommen, oder das sie mehr verdienen, es ihnen oder ihrer Familie besser geht. Der Mensch ist zwar nicht das egoistische Wesen, als das ihn der Fundamentalkapitalismus sieht, aber er hat soziale Bindungen zu seiner Familie einigen Freunden und dann hört es auf. Er hat in der Regel (es gibt immer Ausnahmen) keinerlei Gefühle für ein Kollektiv von Hunderten, Tausenden und Millionen Menschen. Wir brauchen dazu nicht in die DDR schauen. Wenn das Bild stimmen würde, dann würden alle korrekt ihre Steuer zahlen. Ich verrate nichts Besonderes, wenn ich sage, dass die meisten bei der Steuer tricksen. Es mag eklatante Fälle geben, die dann in der Presse kommen, aber wer noch nie den teilweise privat genutzten Computer steuerlich abgesetzt hat, der möge mal die Hand heben.

Das Interessante dabei ist, dass es bei den wenigsten ein Schuldbewusstsein gibt. „Der Staat braucht die paar Kröten doch nicht“. „Die sollen erst mal aufhören Geld zum Fenster rauszuschmeißen“. Dass Steuerhinterziehung strafrechtlich als Raub betrachtet wird, weil man den Staat beraubt, überrascht dann viele. Deswegen sind die Strafen für Steuersünder auch nicht ohne. Selbst der Staat räumt dem eine Sonderrolle ein. Wenn sie einer alten Oma die Handtasche rauben, zum nächsten Polizeirevier gehen und das anzeigen. Glauben sie, Sie kommen mit der Rückgabe der Handtasche weg? Nein, bei Anzeigen wegen Steuerhinterziehung ist dem so.

Aber ich schweife ab. Das Zweite ist, das Leute unterschiedlich viel wollen. Ich musste mich nur im Klassenzimmer umsehen. Da gibt es die die wollen ein gutes Abi machen, die sich auch und gerade in Fächern anstrengen, die ihnen nicht liegen. Andere sind nur gut in den Fächern die sie interessieren und den Rest vernachlässigen sie, zugunsten von mehr Freizeit. Manche bemühen sich auch, kommen aber nicht vorwärts und es gibt eine Gruppe, denen ist die Schule, die Note und ihr Abi egal. Spätestens, wenn man mit 18 sich selbst Entschuldigungen schreiben kann, nehmen da auch die Fehlzeiten zu.

Und das gibt es auch in der großen Gesellschaft. Ich käme mir blöd vor, wenn ich mehr arbeiten würde, aber davon nichts hätte, weil es sich über Hunderte und Tausende ausniveliert. Das führt dann entweder zu Resignation, das heißt man macht nicht mehr als man unbedingt muss oder man geht dorthin, wo man für Leistung noch einen Gegenwert bekommt und in der Tat haben die DDR vor dem Bau der Mauer ja etliche verlassen.

Wo es vielleicht funktioniert mit dem Kommunismus ist, wenn man das auf die Verwaltung von Dingen beschäftigt, die von Natur aus viele betreffen, sei es eine größere Fabrik, die Verwaltung einer Stadt etc. Doch interessanterweise gab es, da ja nirgendwo eine demokratische Abstimmung was man produziert, wie man die Einnahmen der Staat verteilt sondern dort wurde genaues wie bei uns von einzelnen entscheiden. Einziger unterschied ist, dass es noch weniger demokratisch war und man gleich längere Zeiträume anvisiert, die berühmten 5-Jahrespläne. Ich stelle mir das bei allen Produkten, die kurze Entwicklungszyklen und Moden haben sehr komisch vor, wie z.B. in der Textilindustrie. Immer wenn ich die Bilder von der Wende sehe, fallen mir die Jeansmode der DDRler auf, die war bei uns Ende der siebziger in Mode, hatte sich aber Ende der achtziger schon ausgelaufen – nun ja, wenn man aber immer 5 Jahre in die Zukunft plant, kann man das schlecht vorhersehen.

Schon damals zeigten sich die Grenzen des Kommunismus. In Russland sollte es so sein, dass die privaten Grundstücke, die Datschas, auf denen jeder Gemüse und Obst anbauen konnte, signifikant die Versorgung deckten, obwohl ihre Fläche nur ein Bruchteil der Fläche war, die von den LPG bewirtschaftet wurde. Bei denen kam es dagegen regelmäßig vor, dass die Ernte auf dem Feld blieb und durch Regen unbrauchbar wurde, weil die Leute nach Feierabend nun nicht das gute Wetter, das bald zu Ende ist, nutzten, um sie einzubringen, sondern sofort zu ihrer Datscha eilten.

Ich weis nicht, ob es stimmt, aber in einer ZDF-Sendung über Karl Marx wird ihm ein Zitat untergeschoben, in dem er sinngemäß etwas sagte wie „Gott Gnade uns, wenn meine Ideen mal umgesetzt werden“. Ich halte es für etwas unglaubwürdig, denn, wenn ich nicht an das glaube, was ich verzapfe, dann ändere ich mein Konzept.

Na ja die Schulkameradin habe ich nicht wieder gefunden. Zum einen hat sie keinen so seltenen Namen und zum andern wird sie in den letzten 23 Jahren wohl mal geheiratet haben, da nützt mir dann auch der Geburtsname nichts.

36 thoughts on “Kommunismus

  1. Recht hartnäckig hält sich das Märchen, im Kommunismus ist das Privateigentum abgeschafft. Richtig ist, das Privateigentum an Produktionsmitteln. Also Industrie, Banken und so weiter. Niemand will deine Unterhose verstaatlichen. Aber so ein Unsinn wird ganz gezielt verbteitet, um den Kommunismus schlecht zu machen, und viele Leute glauben das wirklich. Bis hin zu (völlig ahnungslosen) US-Politikern, für die schon eine Krankenversicherung Kommunismus ist. Nur: Die gab es in Deutschland schon, als wir noch einen Kaiser hatten. War der Kaiser also ein Kommunist?

    Zusammenfassend kann man sagen: Je mehr die Leute über Sozialismus und Kommunismus reden, desto weniger wissen sie was das überhaupt ist.

  2. Moin Bernd & Anja,

    > Wobei ich bis heute noch nicht weis, was nun der Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus ist

    Sozialismus ist der Oberbegriff der sich dann in Kommunismus, Sozialdemokratie oder Anarchismus differenziert.

    Allgemein steht der Sozialismus vor dem Dilemma:
    – Freiheit ohne Kommunismus ist ein Privileg der Reichen.
    – Kommunismus ohne Freiheit ist Sklaverei für alle.

    > Warum muß ich beim Lesen des zweiten Absastzes sofort an die Idee des “bedingungslosen Grundeinkommens” denken?
    > Weils von der Nachfolgepartei der Kommunisten stammt.

    Völlig falsch! Der erste moderne Verfechter einer negativen Einkommensteuer war Milton Friedman von der Chicagoer Schule. Die wichtigsten Deutschen Vertreter eines bedingungslosen Grundeinkommens sind Götz Werner, der Boss der Drogeriemarktkette DM, und das solidarische Bürgergeld kommt von Dieter Althaus von der CDU.

    Die Linken mussten zu dieser Position erst hingeprügelt werden, weil für StaMoKaps nur Arbeit frei macht. Die verschiedenen Spielarten des Grundeinkommens stammen alle aus der liberalen Ecke.

    > Er hat in der Regel (es gibt immer Ausnahmen) keinerlei Gefühle für ein Kollektiv von Hunderten, Tausenden und Millionen Menschen.

    Die ist biologisch fast korrekt. Wenn die kognitiven Fähigkeiten von Primaten hochrechnet werden, können Menschen maximal zu 150 anderen Personen das Gesicht und Namen merken, und ein Gefühl aufbauen.

    Ein utopisches sozialistisches System muss also syndikalistisch von unten aufgebaut sein, womit wir beim Anarchismus landen.

    ciao,Michael

  3. Meiner Meiniung nach liegt die besondere Bedeutung von Karl Marx in seiner Analyse des Frühkapitalismus, nicht in dem was Lenin und Stalin später daraus gemacht haben. Obgleich ich mich für die politische Linke in Deutschland immer interessiert habe, habe ich die DDR doch verachtet. Als Westdeutscher kann ich mir natürlich kein Urteil über das Leben in der DDR der 1980er Jahre erlauben, ich war nur 3 mal dort und auch nur in Berlin. Aber die DDR habe ich nie mit den Idealen des Sozialismus verbinden können. Die DDR kannte keine Gewaltenteilung, die Grundvoraussetzung für demokratische Kontrolle und Prozesse. Damit stand dem Machtmissbrauch durch eine kleine Elite Tür und Tor offen. Ich glaube sogar gerne, dass mancher DDR – Bürger an den Wert dessen geglaubt hat, was die dort politisch erzählt haben. Die haben den ganzen Betrug wohl nicht durchschaut.

  4. Ich glaube, der Systemstreit „Sozialismus“ vs. „Kapitalismus“ wird stark übertrieben. Jedes „sozialistische“ System wird über kurz oder lang zu dem Punkt gelangen, einzelnen Individuen mehr Verantwortung zu übertragen, weil sie sich als engagierter, besser vernetzt und/oder mit besserem Wissen ausgestattet erweisen. Als Gegenleistung für die zusätzliche Verantwortung muss es nicht unbedingt mehr Lohn geben – es kann auch ein besserer Zugang zu Waren und Dienstleistungen sein. Stichwörter aus der real existierenden DDR sind hier „Intershop“ oder die stark ausgeprägte gegenseitige Hilfe, die aber sehr wohl sozialen Abstufungen folgte: Ein Uni-Prof fand leichter jemanden, der sein Auto reparierte, als ein 08/15-Arbeiter.

    Umgekehrt kann kein kapitalistisches System erfolgreich alle Menschen zu dauerndem Wettstreit anpeitschen. Irgendwann solidarisieren sich die Arbeiter, gründen eine Gewerkschaft, und fordern: „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“. Selbst dann, wenn nach objektiven Gesichtspunkten die von den einzelnen geleistete Arbeit mitnichten perfekt gleich ist. Aber die Leute wollen eben nicht dauernd gegeneinander antreten müssen.

    Es kommt am Ende also VIEL mehr darauf an, wie der Staat mit seinen Bürgern umgeht. In der jüngeren Geschichte war beispielsweise die Entnazifizierung in Westdeutschland nunmal wesentlich erfolgreicher als in Ostdeutschland. In der Folge konnte sich Westdeutschland viel freier und besser entwickeln.

    Kai

  5. Leider waren dann die verstaatlichten Produktionsmittel irgendwann nicht mehr in der Lage private Unterhosen der breiten Masse zur Verfügung zu stellen……

    Und genausowenig sind die (völlig ahnungslosen) Anhänger der sozialistischen Ideen in der Lage, die Kernsätze der amerikanischen Verfassung zu erkennen: Der Staat hat sich GRUNDSÄTZLICH aus dem Leben der Bürger herauszuhalten. Ist das andere Extrem und genausowenig perfekt. Bringt aber im ganzen die Gesellschaft wenigstens etwas weiter.
    Bleiben wr also beim (west-)deutschen Modell: Soviel Staat wie nötig, sowenig wie möglich.
    Im Moment habe ich aber das Gefühl, daß der preussische obrigkeitshörige Bürger vor gut 100 Jahren mehr persönliche Freiheiten hatte als der heutige Bundesbürger (Zwangs-Veggie-Day-Idee lässt grüßen).

    Und zur Ehrenrettung des ollen Kalle Marx. Er hat den Kapitalismus und seine Folgen sehr gut und exakt analysiert. Die Ideologie haben andere davon gemacht

    Bernd

  6. > Stichwörter aus der real existierenden DDR sind hier “Intershop” oder die stark ausgeprägte gegenseitige Hilfe, die aber sehr wohl sozialen Abstufungen folgte: Ein Uni-Prof fand leichter jemanden, der sein Auto reparierte, als ein 08/15-Arbeiter.

    Der Intershop war aber nicht für die Elite, sondern für Leute mit (zahlender) Westverwandschaft. Und bei der gegenseitigen Hilfe mußte man schon selber etwas bieten können, was andere Leute gebrauchen konnten. Ein Uni-Prof hatte da recht schlechte Karten. Handwerker und Handel waren da viel besser dran.

    >In der jüngeren Geschichte war beispielsweise die Entnazifizierung in Westdeutschland nunmal wesentlich erfolgreicher als in Ostdeutschland.

    Das halte ich aber für ein Gerücht. In der DDR wurden sehr konsequent alle Nazis aus Politik, Justiz und Schulen entfernt. In der BRD eher nicht. Das war ja wohl auch der wesentliche Grund, warum das mit dem NPD-Verbot nicht geklappt hat. Die Begründung mit den V-Leuten war ja ganz offensichtlich nur eine Ausrede, um den Laden nicht doch verbieten zu müssen. Nur dann hätte man mit der gleichen Begründung auch ein Verbot der RAF ablehnen müssen. Hat man aber nicht, die waren ja nicht rechts.

  7. “ In der jüngeren Geschichte war beispielsweise die Entnazifizierung in Westdeutschland nunmal wesentlich erfolgreicher als in Ostdeutschland. In der Folge konnte sich Westdeutschland viel freier und besser entwickeln.“

    Ob und wie die Entnazifizierung besser verlief mögen andere Beurteilen, aber mit Sicherheit sind in Ostdeutschland nicht so viele Nazis in führende Positionen gelangt, weil sie das falsche Parteibuch hatten (obwohl sie ja auch Sozialisten waren, eben National-SOZIALISTEN.

    Die freiere Entwicklung beruht bei uns mehr auf einem freieren System, in der eben nicht automatische eine Partei und ihre Funktionäre recht haben. Es mag noch Nazis gegeben haben, aber ihre Ideologie eben nicht mehr. Zum Entwickeln gehört auch die Wirtschaftliche Entwicklung und da kann man dem dritten reich doch eine enorme Effizienz bescheinigen. Sowohl bei der Vernichtung der Juden wie auch bei der Organisation der Versorgung und Rüstungsproduktion während des Krieges, selbst wenn Städte und Fabriken dauernd bombardiert wurden,

  8. Moin Bernd,

    > obwohl sie ja auch Sozialisten

    eine Anekdote zu Weihnachten bei uns vor 20 Jahren:

    Opa: Durch die Nazis haben wir den Krieg verloren, hätten wir (die Adligen) damals das sagen gehabt wäre das nicht passiert.
    Opa: Das waren alles Proleten, Sozialisten. Hitler war ein Anstreicher, der zu viel Koks geschnupft hatte.
    Oma: Aber die Partys in Berlin waren immer Klasse, und mit ner Nase Koks war ich wie ein Engel im Bett.

    … betretenes Schweigen

    ciao,Michael

  9. Was ist denn für den Sozialismus typisch? Doch zuallererst die Verstaatlichung der Wirtschaft. Davon war aber bei den „Nationalsozialisten“ nichts zu merken. Also nichts weiter als Theaterdekoration, aber die Leute fallen bis zum heutigen Tag darauf rein.

  10. Die recht milden Kommentare zu Bernd Beitrag über Komunismus sind für mich auch eine Bestätigung, das keiner von ihnen im Mutterland des Kommunismus geboren und dort auch aufgewachsen ist. Fakt, die Sowjetunion war das grösste Gefängnis der Welt, eine zweite Meinung wurde kaum akzeptiert. Dort wurden millionen Menschen hingerichtet, nicht nur weil sie schuldig waren, aber auch deshalb weil die Hinrichtungszahlen die vom Kreml kammen auch erfüllt werden mussten. Auch S.P. Koroljow wurde ins Gulak geschick, schramme am Tod vorbei nur weil er gebraucht wurde.

    Im zweiten Weltkrieg als die deutschen in die Ukraine einmarschieren, wurden viele Soldaten mit Blumen begrüsst. So sehr war die Hoffnung der Ukrainer auf eine Befreiung von dem bolschewistischen Joch verbunden. Nach dem Kriegsende war der Traum der osteuropäischen Menschen nach Demokratie sehr weit entfernt, und fast jede Bewegung endete mit unschuldigen Toten. Im Peking wurden 1989 tausende Menschen abgeschlachtet, in Ostdeutschland keiner wollte Sozialismus noch Kommunismus, der Bilck richtete sich nach der westlichen Demokratie und Freiheit. Im gleichen Jahr erreichten die Unabhängigkeitsbestrebungen der baltischen Republiken den Höhepunk, rund zwei Millionen Menschen bildeten von der estnischen Hauptstadt Tallinn über die lettische Hauptstadt Riga bis in die litauische Kapitale Vilnius die baltische 600 Kilometer lange Menschenkette. Eine endgültige Absage vom Kommunusmus und der ständigen Bevormundung von Moskau. Nach der Unabhängigkeitserklärung versuchte noch Moskau mit Gewalt das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Der von den deutschen viel gelobte Gorbatschow schickte Omon Truppen und Panzer nach Litauen, viele Unschuldige wurden getötet. Ja, auch Gorbatschow ist somit ein kommunistischer Mörder.

    Heute, 70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, werden mit militärischer Gewalt die Grenzen in Europa verändert. Der Oberste pro-kommunistische Führer Putin, der noch von der Sowjetunion träumt, schickt unentwegt über die offene ukrainische Grenze Panzer, Schützenpanzer, Raketenwaffen und andere militärische Ausrüstung als auch Soldaten für die russischen Banditen auf das ukrainische Territorium. Damit sollen die Reformen und der europäische Weg deutlich erschwert werden. Ja, die Kommunisten können nicht vertragen, das ein anderer einen anderen Weg beschreiten möchte, die Leben noch in der Vergangenheit.

    Ja, mit erlangen der Freiheit und ohne Kommunismus entwickeln sich heute die baltischen Staaten hervorragend. Estland mit seiner Digitalisierung ist sogar ein Vorbild für die USA und Europa, so der amerikanischer Präsident Obama. Auch Georgien geht seinen Weg in die EU, dort wurden alle 20 000 Polizisten entlassen. Es entstand eine hoch moderne Polizei die für die Menschen dient, selbst für eine kleine Bestechung werden die sofort entlassen. Die Bürgerämter sind sehr hoch modern, ein Reisepass wird in nur 2-4 Stunden ausgestellt, der Kunde wird mit SMS benachrichtigt. Auch die Ukraine entlässt massenweise korrupte Polizisten, die Polizeireform ist noch im gange. In Kiew z.B. als Anerkennung erhalten die Polizisten mitunter Getränke in den Cafes umsonst. Nur, der ukrainische Leidensweg wird noch sehr lange dauern. Gut aber auch zu wissen, dass das Leben der kommunistischen Machthaber auch endlich ist.

  11. Das mit den baltischen Staaten ist ein guter Punkt, BiP pro Kopf Russland 14 600 USD 2013, Lettland 18800. Und ich wüsste nicht das die baltischen Staaten nach dem Ende der Sowjetunion die allerbesten Voraussetzungen hatten, lasse mich da gerne eines besseren belehren. zudem sollte ein ordentlicher Teil des RU Bip aus Bodenschätzen stammen, die Estland nicht hat.

    Sollte es der Ukraine gelingen, sich von alten Strukturen und Oligarchien zu lösen und eine am Westen orientierte Gesellschaft aufbauen, so könnte der nach Westen orientierte Teil des Landes auf lange Sicht die Überlegenheit des westlichen Modells aufzeigen, allerdings hat Ukraine viel aufzuholen. Zwar geht es heute nicht mehr um Kommunismus vs. Kapitalismus, aber die russische Stagnation zeigt das auch das Modell des Staatskapitalismus und der Unwille zur Neuerung keine effektive Wirtschaft hervorbringt.

  12. Ein russischer Künstler hat unlängst in einem Zeitungsinterview die derzeitge Lage in Russland mit den 1930ern verglichen. Ein Vergleich, der einem schon zu denken geben sollte. (Vor allem wenn in Ungarn gleichzeitig ein Defacto-Faschist regiert.)

  13. Oh es gibt noch Leute außer Jewgeni die den Blog noch kommentieren …

    Das Thema Kommunismus ist wie jedes andere Grundsatzthema (Kapitalismus …) immer geprägt davon was man als Vergleich nimmt. Ich habe mich mit dem Konzept an sich beschäftigt, denn schon damals (um zum Aufhänger des Artikels zurückzukommen) war es ja so dass das wichtigste Gegenargument war, dass das was es im Ostblock gab nicht der „richtige“ Kommunismus war, sondern eine Diktatur die sich nur kommunistisch nennt.

    Nun kenne ich kein kommunistisches Land wo es wirklich demokratisch zuging. Selbst wenn es keine Alleinherschaft gab so regierte doch immer ein kleiner Zirkel der dann angeblich demokratisch gewählt wurde außerdem wusste der es besser als alle anderen „Die Partei, Die Partei hat immer recht ….“.

    Was ich aber meine ist, das Kommunismus nicht funktionieren kann, weil der Antrieb fast jedes Menschen es ist für sich oder seine Familie das beste zu tun. Wenn es völlig wurst ist ob ich schufte oder einen faulen Lenz mache, dann kann man leicht voraussehen, das 90% sich einen faulen Lenz machen und die Wirtschaft geht den Bach herunter.

  14. Erst einmal: Kommunistische Staaten gab es noch nie, nur den „real existierenden Sozialismus“. Der hatte aber mit dem Kommunismus ungefähr soviel zu tun wie die NASA mit der Besiedlung des Universums. Also nichts als ein noch sehr weit entferntes Ziel.

    Zu dem Spruch „die Partei die hat immer recht“: Vergleichbar mit der These von der Unfehlbarkeit des Papstes, die schon im Mittelalter angezweifelt wurde. Fehler sind schließlich da, um daraus zu lernen. Und wer keine Fehler macht, kann daraus auch nichts lernen. Mit dem Ergebnis, daß diese Fehler auch in Zukunft fröhlich weiter gemacht werden, statt sie zu korrigieren.

    Im Grunde hat der Sozialismus das gleiche Problem wie bei der Entwicklung des Flugzeugs: Die Steuerbarkeit. Man hatte sich einseitig auf den Antrieb konzentriert, und die Steuerbarkeit übersehen. Dabei geht es bei vorhandener Steuerbarkeit auch ganz ohne Antrieb, wie Segelflugzeuge zur Genüge beweisen.

    Was fehlt ist ein Mechanismus der verhindert, daß eine Diktatur entsteht. Dieses Problem hat aber nicht nur der Sozialismus. Ungarn oder die Türkei sind aktuelle Beispiele dafür.

    > Was ich aber meine ist, das Kommunismus nicht funktionieren kann, weil der Antrieb fast jedes Menschen es ist für sich oder seine Familie das beste zu tun. Wenn es völlig wurst ist ob ich schufte oder einen faulen Lenz mache, dann kann man leicht voraussehen, das 90% sich einen faulen Lenz machen und die Wirtschaft geht den Bach herunter.

    Was ist denn das Beste für die Menschen? Vor den Nachbarn angeben und sich von der Werbung einreden zu lassen, was man unbedingt braucht, egal ob man es sich leisten kann oder nicht? Was davon braucht man wirklich, selbst wenn man die Hobbys mitrechnet. Wieviel Geld wird nicht ausgegeben weil man etwas braucht, sondern nur um den Nachbarn zu zeigen daß man es sich leisten kann? So ein stark überdimensionierter Rollstuhl mit ein paarhundert PS ist einfach nur krank.

    Klar gibt es Leute, die sich einen faulen Lenz machen wenn sie nicht arbeiten müssen. Nicht nur bei den Arbeitslosen, auch bei denen, die mehr Geld haben als für sie gut ist. Andererseits gibt es genug Arbeitslose, die unbedingt arbeiten wollen, selbst wenn es schlecht oder gar nicht bezahlt wird. Die Leute drängen sich nach einem (unbezahlten!) Praktikum oder einen 1€-Job. Das macht gerade mal rund einen Hunderter Unterschied, ob man arbeitet oder zu Hause bleibt. Und davon gehen dann oft auch noch Fahrtkosten ab. Trotzdem gibt es dafür mehr Bewerber als Angebote. So schlecht wie immer behauptet wird ist die Moral nun wirklich nicht.

  15. @ Bernd

    Dein letzter Absatz spricht alles. Ich kenne noch das Gerede von den faulen Polen, erst nach der Privatiesierung haben die gezeigt wie es geht, das gilt aber auch für andere Länder. Ja, Kuba wäre noch heute so ein Beispiel ohne Privateigentum. Dazu meine Bewunderung dem deutschen Grundgesetz, Art.5 und Art. 14 Eigentum verpflichtet, der Letzte spricht Bände.

    @ Vineyard

    Zu lage in Russland hier ein Artikel. Ja, wenn die russischen Minister herbe Kritik an die Machthaber üben, hat schon einen besonderen Stellenwert.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article133487350/Konzernchefs-klagen-ueber-Sowjet-Diktatur.html

    @ Niels Harksen

    Die baltischen Ländern hatten schweren Start, besonders schlimm war während der Wirtschaftskrise wo die Gehälter um 30% gekürzt wurden. Die radikalen Reformen, von der EU haben sie keine Gelder bekomen, waren aber Notwendig. Ja, und Griechenland nach über 130 Milliarden Euro von der EU hat noch heute keine Katasterämter, geschweige denn die notwendigen Reformen. Ja, eine Schande!

    Oligarchien sind für die Ukraine kein Problem, auch die werden aussterben, sonder der Krieg und die damit verbundene Destabilisierung des Landes. Die Mehrheit der Ukrainer besonders die jungen Leute sehnen sich nach der westlichen Demokratie mit der Gewatenteilung. Somit ist der Maidan 2014 mit den Demonstrationen 1989 in Ostdeutschland vergleichbar, für die Ukraine gibt es keinen anderen Weg. Obwohl Minsk-2 seine Gültigkeit hat, sehe ich keine Lösung des Konflikts. Die russischen Banditen mit einer Armee von etwa 40000 Soldaten werden niemals die Ukraine verlassen. Minsk-2 verlangt aber Abzug der Truppen und Schliessung der Grenze. Hier ist der Westen sehr naiv. Nicht zu vergessen, die Ukraine hat auf ihre 1200 Atomare Sprengköpfe verzichtet, hat Russland erhalten. Dafür bekamm das Land westliche Garantien für ihre Grenzen. Ja, und heute ist der Westen nicht in der Lage das Versprechen (Budapester Vertrag) einzuhalten. Selbst die USA haben noch keine Präzisionswaffen gegen die Panzer und Raketenwerfer geliefert und haben zugeschaut wie die Menschen abgeschlachtet wurden.

    @ Elendsoft

    Dein Vergeich ist unsachlich.

  16. Ganz kurz zum Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus:
    Der Sozialismus soll die Vorstufe zum Kommunismus bilden, im Sozialismus gibt es immernoch Unterschiede, die durch einen Transformationsprozess aber angeglichen werden sollten. Wäre dann die völlige Gleichheit hergestellt, wären wir im Kommunismus.

    Was ich ja im Moment fast schon absurd finde, ist die Tatsache, dass gegenwärtig die „reinsten“ Vertreter des Kapitalismus, genauer gesagt Volkswirtschaftler, Thesen vertreten, die zum Teil weiter links stehen als alles was „Die Linke“ so vertritt. Auch die Idee mit dem Grundeinkommen wird in der VWL durchaus positiv betrachtet. Das liegt daran, dass Menschen mit wenig Geld einen prozentual weitaus höheren Anteil ihres Einkommens direkt wieder ausgeben, wohingegen Menschen mit höherem Einkommen eher (auch weil sie`s können) dazu tendieren, das Geld zur bank zu tragen. Somit könnte man mit einem Grundeinkommen (oder jedem Werkzeug, das die finanzielle Situation der ärmsten 20 Prozent verbessert) den Konsum und dadurch die Wirtschaft deutlich ankurbeln. Davon würden dann übrigens auch der Rest profitieren, da die Umsätze und Gewinne der Unternehmen steigen, womit die Gehälter und Dividenden steigen.
    Achso, und ganz nebenbei hätte man wohl auch Sozialleistungen verteilt…

  17. Erfolgsmeldungen der dem westen angeschlossenen Staaten sind auch mit Vorsicht zu genießen. Wieviel der Einnahmen der baltischen Staaten werden denn tatsächlich im Inland erwirtschaftet, und nicht von im Ausland arbeitenden in die Heimat geschickt. Warum wohl gibt es so viele Polen in der Pflege und als Erntehelfer? Wohl weniger, weil es neuerdings soviele gute Jobs in Polen gibt. Der Unterschied ist, dass die Polen jetzt ihr Geld im Ausland verdienen können, und diese Einnahmen Umsatzsteigernd im Inland investieren.

    In der Ukraine bin ich mir nicht sicher, wer tatsächlich den Konflikt befeuert. Da geht es nämlich weniger um die here Freiheit als um wirtschaftliche und machtpolitische Interessen auf beiden Seiten. Es ist noch offen, ob es aufgrund der gestiegenen Gaspreise nicht im nächsten Winter viele Kältetote gibt.

    Es gibt nicht nur einen real exitierenden Kommunismus, sondern auch einen real existierenden Kapitalismus bei dem es auf das Leben des Individuums auch nicht ankommt. Es ist immer eine Frage der Ausgestaltung.

    Die Demokratie ist eine schöne Staatsform, weil sie theoretisch ermöglicht unliebsame Regierungen auch abzusetzen. Sie scheitert, wenn sich eine Regierung nicht absetzen lassen will, und jedes Volksbegehren als „dummheit“ darstellt, oder ihre Politik als „alternativlos“. Warum wohl feiern die Parteien ihren 2% Vorsprung bei lediglich 40% Wahlbeteiligung, ohne zu erkennen, dass ihre Politik am Volke vorbeigeht? Demokratisch zu sein behaupten viele Staaten auf der Welt.

    Warum werden Tote wegen zusammengestrichenem Gesundheitssystem hingenommen, um die schnellstmögliche Rückzahlung von Krediten zu fördern?

  18. „Erfolgsmeldungen der dem westen angeschlossenen Staaten sind auch mit Vorsicht zu genießen. Wieviel der Einnahmen der baltischen Staaten werden denn tatsächlich im Inland erwirtschaftet, und nicht von im Ausland arbeitenden in die Heimat geschickt. Warum wohl gibt es so viele Polen in der Pflege und als Erntehelfer? Wohl weniger, weil es neuerdings soviele gute Jobs in Polen gibt. Der Unterschied ist, dass die Polen jetzt ihr Geld im Ausland verdienen können, und diese Einnahmen Umsatzsteigernd im Inland investieren.“
    Das will ich nicht anzweifeln, auf der anderen Seite hat Russland Bodenschätze die das BiP wieder deutlich anheben, was ein klarer Vorteil gegenüber den baltischen Staaten ist.
    @Jewgenij:
    Ich würde sogar noch weiter zur Zeit nach 1990 zurückgehen, wo die Balten es wahrscheinlich echt schwer hatten?
    Das die Oligarchien aussterben bleibt zu hoffen, doch haben sie ein großes Beharrungsvermögen. Kleine Oberschichten die sich bereichern können durch Reichtum und ihr Netz der Abhängigkeiten und Gefälligkeiten erstaunlich langlebig sein. Zwar ist die Situation nicht direkt vergleichbar, aber Assad zeigt wie lange sich ein Unterdrückungssystem trotz schwerster Probleme überleben kann.

  19. Norweger sagen vons ich selbst, sie wären die der einzige kommunistische Staat auf diesem Planeten. Auf bestimmten Gebieten habe ich das Gefühl, dass dies auch stimmt. Da wird wirklich getrimmt, dass alle gleich sind.

  20. @ Niels Harksen

    Zu dieser Thematik könnte ich ein dickes Buch schreiben. Es geht auch nicht um BIP, es geht um das freie und selbstständige bestimmen seines Weges ohne die ständige russische Bevormundung und Einmischung. Nicht zu vergessen, Russland war immer gegen die Freiheit und Demokratie der Völker. Die Balten aber aufgrund ihre Mentalität lebten schon zu Sowjetunion etwas besser als die Russen, somit war hier der Neid schon vorprogrammiert.

    Am 1. November 1991 erklärte der tschetschenische Präsident Dschochar Dudajew die Unabhängigkeit seines Landes, kurz darauf schickte Moskau Soldaten, Panzer und Flugzeuge nach Tschetschenien die Grosny zu Steinzeit zerbombten. Ja, etwa 30000 Menschen wurden umgebracht. Danach folgte der zweite Tschetschenienkrieg, ein Krieg gegen die verhasten Russen.

    Auch der Einmarsch in der Ukraine als auch die Bombardierung von Kiew wurde schon erwogen. Warum stehen an der Grenze etwa 40000 reguläre russische Truppen?

    Fast alle Kommentatore darunter auch Martin_M sind weder Russen noch Ukrainer, die haben keine Ahnung über die wirklichen Ursachen und Wurzeln des Konflikts als auch über den ukrainischen Leidensweg.

  21. @jewgeni-7
    Richtig, ich bin kein Russe, und kann deshalb die Situation nicht aus russischer oder ukrainischer Sicht beurteilen. Was ich aber festgestellt habe ist, dass die Oligarchen auch in Deutschland vorkommen, sie heissen hier nur anders. Dass hier ca. 10 Familien die gesamte Presse in der Hand haben. Dass hier selbst ein Grundgesetz vorgegebenes Lebensminimum bei unkooperativem Verhalten gestrichen wird (Hartz4), dass es bei Demonstrationen auch hier Schlägertrupps gibt, die unliebsame Äußerungen unterdrücken, dass sich die deutsche Politik wie z.B. bei Griechenland in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischt…
    Alles in Allem habe ich festgestellt, dass man fast überall gut leben kann, wenn man genügend Geld mitbringt, und sich die richtigen Freunde aussucht. Das sagt aber wenig über die Lebensumstände einer Mehrheit aus.

  22. @ Martin_M

    Bei allen Respekt, was du so schreibst, entspricht nicht der objektiven Realität.

    1) Hier geht es um Kommunismus, ich merke aber, du hast nicht verstanden warum z.B. die Ostdeutschen 1989 nach Freiheit und Demokratie strebten als auch den Maidan 2014 in Kiew.

    2) Das Deutschland sich in die inneren Angelegenheiten Griechenland einmischt, ist absolut lächerlich. Da waren die baltischen Ländern doch sehr Radikal, die waren gegen weiteren Hilfen für Griechenland.

    3) Das ein Hartz4 Empfänger kooperativ sein muss, ist korrekt und richtig. Es gibt kaum einen anderen Land mit solchen Leistungen wie Deutschland.

    4) Als freier Bürger kannst du auch auswandern, ich kenne das einige Deutsche in Polen, Ukraine oder in Russland leben und arbeiten als auch dort Geschäfte machen.

    5) Das Klagen über Geld bringt nichts, man muss schon aktiv werden. Bei entsprechender Inteligenz und Begabung kannst du auch mit Aktien- und Indexhandel täglich ohne Verluste etwa 50000 Euro Gewinn machen.

  23. @Jewgeni:

    Einige meiner regelmäßigen Kommentatoren haben radikal basisdemokratisch und sehr linke Positionen.

    Ich denke jeder sucht sich für seine Meinung die Beispiele raus die gut reinpassen. Im Internetzeitalter ist das noch einfacher als früher. Daher fange ich da gar keine Diskussionen mehr an, die waren schon unergiebig als ich noch jünger war und man lernt ja mit dem Alter etwas dazu. Oder wie es so schön heißt „Leben und Leben lassen“. Auch ein Artikel aus unserem Grundgesetz ist das Recht auf eine eigene Meinung und die respektiere ich zu 100%, ich teile sie nur nicht.

    Ganz so schlimm kann Deutschland nicht sein, sonst würden nicht so viele Flüchtlinge zu uns kommen wollen, sondern alle nach Russland gehen.

  24. @Jewgeni-7 und Bernd Leitenberger
    Um nicht mißverstanden zu werden, ich liebe Deutschland und bin auch nicht linker, als die SPD mal war. Was ich zur Zeit nur festelle ist eine Fahrt in die falsche Richtung, wo noch nicht mal so einfache Dinge wie ein auskömmliches Gehalt für eine Vollzeitstelle Konsens ist.

    Die Aussage „geh doch nach drüben“ habe ich auch schon mal gehört, auch wenn es da nicht gegen mich ging, das war dann immer das Totschlagsargument egal um was es bei einer Kritik ging.

    zu den Punkten 1-5 von Jewgeni-7 kann man unterschiedlicher Auffassung sein. Für alles gibt es Beispiele, die das eine oder andere Belegen. Im übrigen sind Wirtschaftssysteme (Kommunismus, Kapitalismus, Tauschhandel) dafür da, dass es der Bevölkerung besser geht. Wenn sie das nicht leisten, gehören sie abgeändert. Nich umsonst haben es die Gründerväter der Bundesrepublik mit der sozialen Marktwirtschaft versucht, und sich nicht für das eine oder andere entschieden.

  25. @ Bernd

    Ja, das deutsche Grundgesetz darunter Art 5 sind ein Vorbild für so einige Länder. Deutschland ist auch das stärkste ökonomischer Land in Europa, der BIP ist grösser als in Russland. Auch die Ukrainer schauen zu und möchten so einen demokratischen Land aufbauen. Für 2016 erhalten sie Visafreies Reisen in die EU. Ich habe nur hingewisen das jeder seinen Traum ob in Deutschland oder woanders leben kann.

    Ja, ich hoffe nur das die Flüchtlinge auch das GG Art 5 respektieren wenn die deutschen Kritik in Wort und in Bild an Mohamed üben. Ja, die Karikaturen der Zeitschrift „Charlie Hebdo“ führten zum Tod von unschuldigen Christen und eine Welle von Hass Demonstrationen in arabischen Ländern gegen die Europäer.

    Ansonsten stimme ich dir zu, Leben und Leben lassen, eines Tages wird sowieso die Erde samt mit der Menscheit untergehen.

  26. Wow, da ist ja eine alte Diskussion wiederaufgelebt.

    Ein aktuelles Beispiel, wie Kommunismus/Sozialismus NICHT funktioniert, ist Griechenland. Tolle linke Regierung, im Januar groß verkündet, dass jetzt das Spardiktat zu Ende ist. Im Juni (oder so) war dann das Geld alle, und plötzlich gab es noch viel schlimmere Spardiktate, genannt Kapitalverkehrskontrollen. Selbst, wer Geld auf der Bank hatte, konnte nur noch ein paar Euro am Tag abheben. Und auf den Konten war auch oft Ebbe: Staatliche Gehälter und Renten wurden unpünktlich bezahlt. So führt man ein Land ins Chaos, und treibt die eh schon hohe Arbeitslosigkeit noch weiter nach oben.

    Wer Sozialismus will, muss den Kapitalismus verstanden haben. Leute agieren nunmal auf sich bezogen und nicht auf die Gesellschaft bezogen. Und egal, ob „links“ oder „rechts“: Staatsfinanzen muss man ins Gleichgewicht bringen, sonst geht’s den Bach runter. Und irgendwelche Leute versuchen immer, ein stabiles System dennoch aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ob nun, weil sie sich davon Vorteile versprechen, oder sie einfach verrückt agieren.

  27. Zu Griechenland:

    Tolle linke Regierung, im Januar groß verkündet, dass jetzt das Spardiktat zu Ende ist. Im Juni (oder so) war dann das Geld alle, und plötzlich gab es noch viel schlimmere Spardiktate,

    Ja und warum? – Weil die Herren Schäuble und Djisselblom das so wollten, darum.
    Kann man u.a. auch den Nachdenkseiten nachlesen; – genaue links hab ich gerade nicht, aber wenn man da etwas stöbert, wird man fündig.

  28. > 5) Das Klagen über Geld bringt nichts, man muss schon aktiv werden. Bei entsprechender Inteligenz und Begabung kannst du auch mit Aktien- und Indexhandel täglich ohne Verluste etwa 50000 Euro Gewinn machen.

    Um das zu schaffen, muß man zuerst einmal Geld haben. Was dabei völlig übersehen wird: Das dabei gewonnene Geld fällt ja nicht vom Himmel. Was der Eine gewinnt, muß ein Anderer verlieren. Soviel zu „ohne Verluste“. Man kann sich streiten, ob so etwas moralischer ist als ein Raubüberfall.

  29. Nun ja, es wird immer Leute geben die jammer und gegen die Windmühlen kämpfen, als auch Menschen die ihre Träume auf unterschiedlicher Weise verwirklichen wie Bernd mit hervorragenden Sachbüchern zu Raumfahrt. Warren Buffet hat schon als Sechsjähriger Kind seine ersten Geschäfte gemacht und im Alter von elf Jahren kaufte er seine ersten drei Aktien. Elon Musk hat schon als Zwölfjährige seine Entwicklungen verkauft. Selbst mit 5 Tesla Aktien und etwa 150 Euro Einsatz haben wir ein Gewinn von mehr als 1000 Euro. Ja, das ist der Vorteil einer freien und nicht kommunistischen Gesellschaft.

    Oder anders gesagt, jeder ist seines Unglücks Schmied, so die Worte aus einen russischen Lied von Schafutinski.

  30. Jaja das alte Märchen, vom Tellerwäscher zum Millionär. Auf jede dieser Erfolgsstorries kommen aber tausende, die mit der T-Aktie oder ähnlichen Aktien-Blasen ihre Ersparnisse verloren haben. Das wird nur zu gerne unter den Teppich gekehrt.

    Die Bücher von Bernd sind wirklich gut, nur reich geworden ist er damit nicht. Die Leute kaufen eben lieber Harry Potter…

  31. Zu T-Aktie, eine kurze technische Analyse (Sorry Bernd, nicht zum Thema):

    Nach der Emission vollzog die Aktie 1997 eine 1-2-3 Bewegung, das war ein technischer Kaufsignal (ist ein Chart-Gesetz) das besonders von Grossinvestoren beobachtet wird. Danach erfolgte bis März 2000 eine vollständige 1-2-3-4-5 Bewegung, danach ist eine weitere Steigerung nicht möglich, es muss eine Korrektur erfolgen (auch ein Gesetz). Nach der Charttechnik in Verbindung mit einer mächtigen Divergenz hatten wir nach 500% Gewinn ein Verkaufsignal, hier steigen die Investoren aus. Ein Investor verkaufte schon bei 66 Euro seine Aktien, machte ein Gewinn von über 10 Milliarden Euro.

    HIER MÜSSEN AUCH WIR UNSERE AKTIEN VERKAUFEN, DAS IST EIN MUSS, WER DAS NICHT MACHT IST SELBST SCHULD. Wir haben aus technischer Sicht noch folgende Optionen:

    1) Verkauf unserer Akienbestände, die beste Lösung.
    2) Wir machen eine technische Absicherung gegen Verluste, etwas umständlich.
    3) Nach dem Verkauf (1), kaufen wir Zertifikate auf fallende Kurse der T-Aktie.

    Mit einen Investment von 20000 Euro machen wir somit einen Gewinn (Long und Short) von etwa 300 000 Euro.

    Im Intraday-Handel sind natürlich weitere hohe tägliche Gewinne möglich. Am Freitag z.B. nach der M Formation (ein Gesetz) hatten wir um 10 Uhr bei etwa 16,10 Euro ein Short Signal, der ging bis auf 15,60 Euro runter. Ein Gewinn von 50 Cent, macht einen Gewinn mit 20000 CFD oder Zertifikaten von 10000 Euro in 5 Stunden.

  32. @Jewgeni-7
    Wenn wir mit 20.000 € einen Gewinn von 300.000 haben, dann muss es aus einfachen Mathematischen Gründen auch jemanden geben, der 300.000 € Verlust hat. Beim Aktienhandel werden nämlich keine Werte geschaffen oder vernichtet, sondern Geld wird umverteilt. Die Werte schaffen nach wie vor die Menschen, die in diesen Betrieben arbeiten, oder für sie etwas erfinden oder entwickeln.

    Die schönen Beispiele von Herrn Buffet kann man bei fast jedem Menschen weiter fortführen, nur dass Herr Buffet sich von den Einnahmen als 6 Jähriger nicht finanzieren musste, genauso wenig wie Herr Leitenberger alleine von seinen Büchern leben kann. Der Unterschied ist, dass jemand bei den Erfolgreichen eine Biografie schreibt, wo all diese Aktionen in der Kindheit lobend Erwähnung finden. Die Biografien derjenigen, die mit ihrem in der Jugenzeit erwirtschafteten Gewinn die Familie durchgebracht haben schreibt hingegen niemand.

    Es ist super, wenn jemand mit seinen Initiativen Erfolg hat, und ich gönne es ihm gerne. Schade dagegen ist es, wenn wie in Hartz 4 auf Qualifikation oder Neigung keine Rücksicht mehr genommen wird, weil ja „Alles zumutbar ist“. Nach diesem Prinzip wird systematisch der Reichtum Deutschlands an kreativen und motivierten Mitarbeitern verringert. Was bringt es Deutschland, wenn ausgebildete Facharbeiter aufs Feld zum Spargelstechen abkommandiert werden, und das zu Stundensätzen, die ihnen den Aufbau einer kreativen Reserve (zum Aufnehmen einer anderen Arbeit…) nicht gestatten.

    Den Vorteil des Kapitalismus (als Wirtschaftsform) gegenüber dem Kommunismus sehe ich darin, dass über den Einkauf von Waren oder Dienstleistungen permanent über die gewünschte Lösung abgestimmt werden kann. Dummerwies funktioniert das nur, solange die Mehrheit der Bevölkerung auch tatsächlich über genug Kapital verfügt, um am Abstimmungsprozess teinehmen zu können, und Preisvorteile nicht einseitig auf dem Rücken der Belegschaft erzielt werden.

    Wenn sich Normalmenschen z.B. keine Autos mehr leisten können, werden die Autos eben nur noch nach den Bedürfnissen derjenigen gebaut, die sie noch bezahlen können. Damit ist aber eine industrielle Massenproduktion mit den Rationalisierungsmöglichkeiten nicht mehr gegeben (und nötig).

  33. Was du zu Aktie schreibst, hier handelt sich um die Aufteilung eines Grundkapitals also um Sachwerte, ist nicht ganz korrekt, werde aber nicht näher eingehen.

    Mein Hinweis zu Buffet wurde auch nicht verstanden. Die Sache ist doch aber ganz einfach, wer nichts tut, bekommt auch nichts, gehört somit zu den Verlieren. Ohne interesse an Geschäften mit Aktien, ohne Studium oder anderen Arbeit wäre Buffet heute ein Hartz 4 Empfänger.

    Zitat:
    „Um das zu schaffen, muß man zuerst einmal Geld haben“

    Nein, das ist nicht korrekt. Schon mit 100-200 Euro ist es möglich an der Börse zu handeln. Mit einen CFD sind somit tägliche Gewinne von 100-200 Euro auf den DAX möglich, macht eine Monatsgewinn von etwa 2000 Euro. Damit haben wir eine Grundlage um sukzessiv die Kontrakte und Gewinne zu erhöhen.

    Soweit ich richtig liege, läuft zur Zeit in Deutschland ein Börsenspiel mit virtuellem Geld. Der Gewinner erhält ein dickes Auto im Wert von etwa 40000 Euro. Jeder kann somit ohne Risiko seine Fähigkeiten und kognitiven Grenzen für einen Handeln an der Börse testen und ausloten.

    Möchte aber auch richtigstellen, das nicht jeder kann obwohl er möchte, ständige Gewinne an der Börse zu produzieren. Das erfordert ein immenses Wissen über die Chartgesetze und seine Nuancen als auch eiserne Selbstdisziplin, hier versagen die meisten Menschen obwohl die Börsenseminare in Europa immer stark bestzt sind. Nun ja, nicht jeder wird auch Doktor der technischen Wissenschaften.

  34. Wenn Alle nur an der Börse spekulieren anstatt zu arbeiten, müßten wir verhungern. Diese „Lösung“ ist also keine. Besonders nicht wenn man bei Börsenspekulationen verliert.

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