Corona-Normallage

Gerade läuft wieder mal ein Streit, um die Vorbereitung auf den kommenden Herbst. In der Regierung hat die FDP darauf bestanden, dass man die Empfehlung einer Kommission abwartet, die die bisherigen Maßnahmen auswertet. Wenig überraschend: Masken bringen etwas, wenn sie richtig aufgesetzt werden (wer hat nicht da sofort Bilder im Kopf von Leuten, welche die Maske bis zur Nasenunterkante herunterziehen, oder über dem Kinn tragen?). Lockdown bringen kurzfristig etwas, langfristig nichts und 2G und 3G fast nichts, weil auch geimpfte sich infizieren können.

Das alles ist nichts Neues, nur die Zusammenfassung von schon bekanntem. Eben sowenig ist neu, das die Impfquote seit Monaten kaum steigt, sowohl bei den „Grund-immunisierten“ wie auch „geBoosterten“. Ebenso ist seit einiger Zeit die Zahl der Infektionen trotz Sommer ansteigend – einen Rückgang, wie in den letzten Jahren in den Somemrmonaten gab es dieses Jahr nicht in dem Ausmaß. Während ich dies schreibe liegt die 7-Tages Inzident bei knapp unter 700, gab es über 135.000 Neuinfektionen und 108 weitere Todesfälle. Fast 29 Millionen, das ist mehr als ein Drittel der Bevölkerung hatten schon einmal Covid-19.

Covid-19 ist aus den Nachrichten verschwunden. Es gibt nicht einmal mehr „die aktuellen Corona-Zahlen“ in den Nachrichten. Habt ihr mitbekommen, das wir Ende März mit einer Inzidenz von knapp 1.400 das bisherige Maximum hatten? Der Ukraine-krieg hat das Thema verdrängt und es gibt ja auch keine Maßnahmen mehr, nur Empfehlungen. Immerhin an diese Enpfehlungen halten sich viele. Wie ich tragen viele im Supermarkt Masse und ich seh sogar auf dem freien Feld Leute oder Kinder Maske tragen.

Wenn nun die Politik erneut über die Maßnahmen diskutiert und Ministerpräsidenten mehrerer Länder, einen „gut gefüllten Werkzeugkasten“ fordern, natürlich gleich gefolgt mit der Beschwichtigung das man nicht alles umsetzen will, sondern nur für den Ernstfall gerüstet sein will, dann stelle ich mir die Frage: Was unterscheidet diesen Winter von dem Letzten und wird ihn vom nächsten oder den folgenden Winter unterscheiden?

Meiner Meinung nach: Es gibt keinen Unterschied zu letzten Winter und es wird auch keinen Unterschied zu den folgenden Jahren geben. Denn lassen wir mal die beiden letzten Coronajahre passieren.

Nachdem die Seuche ernst genommen wurde, gab es im Frühjahr 2020 den ersten vollständigen Lockdown, gefolgt von Einschränkungen, die auch halfen. So niedrige Infektionszahlen wie im Sommer 2020 hatten wie seitdem nicht mehr. Heute wären wir froh, wenn wir auf den Spitzenwert von damals rund 5.000 Erkrankungen/Tag kommen würden. Ja damals schlug Steinmeier sogar vor, den damals etwas über 20.000 Toten zu gedenken, die es bis dahin gab (aktuell über 135.000). Er meinte wohl, es wäre nun ausgestanden. Es schien so als würden die Maßnahmen greifen. Doch dann fuhren alle in den Urlaub, das bedeutet Menschenmassen am Strand, in Sehenswürdigkeiten aber auch Kontakt zu Infizierten aus anderen Ländern. Und im Herbst steigen die Fallzahlen stärker an als je zuvor und sie gingen selbst durch einen starken Lockdown nicht mehr ganz runter. Im Gegenteil: als man gegen des Ende des Winters lockerte, kam die dritte Welle im April/Mai 2021.

Dann gab es die ersten Impfungen. Begonnen schon bei Risikogruppen ab Jahreswende, hatte ab Jahresmitte jeder die Möglichkeit sich impfen zu lassen. Ich habe damals extra einen Nachmittag geopfert und bin in den Schwarzwald gefahren, wo eine Ärztin auf einem Posten Impfstoff saß, den sie sonst nicht wegbekam.

Nach dem Sommer kam die nächste Welle, nun allerdings bei schon vielen geimpften. Seitdem „wellt“ es weiter: es geht mal runter, mal hoch, die Spitze gab es Anfang April mit 300.000 Infektionen/Tag. Man hat zum Boostern aufgerufen und es gab immer neue Varianten – Alpha, Beta, Delta, Omikron und – inzwischen sind wohl die griechischen Buchstaben ausgegangen – BA.2.75.

Die Politik will ja auf die Wissenschaft horchen. Ehrlich gesagt, mir würde es reichen, wenn man logisch denken würde. Ich habe da schon seit Jahren meine Zweifel, dass Politiker logisch denken können. Bei einigen Parteien scheint logisches Denken sogar ein Ausschlusskriterium zu sein. Die Zweifel wurden in den letzten Wochen noch bestätigt, wenn Politiker von der Verlängerung des Betriebs von Atomkraftwerken reden, obwohl diese keine Spitzenlast abfangen können, wofür die Gaskraftwerke, die sie ersetzen sollen, gedacht sind. Vor allem, obwohl die Betreiber sich längst mit der Schließung arrangiert haben und Personal abbauen, keine Brennstäbe mehr haben und – da hätte man sich mal erkundigen können bevor man den Mund aufmacht – selbst die Kraftwerke nicht mehr weiter betreiben wollen. Wer solls denn dann machen? Die bayrische CSU vielleicht?

Aber ich schweife ab. Zurück zu Corona. Einige Tatsachen, die sich in einem Jahr nicht geändert haben:

  • Die Zahl der Geimpften hat sich nicht nennenswert gesteigert. Wir lagen damals bei 75 Prozent vollständig geimpften, nun sollen es rund 77 bis 79 Prozent sein.
  • Seit der Delta-Variante sind Geimpfte zwar besser vor einem schweren Verlauf geschützt, aber infektiös. Nur der 3G/3G Nachweis ist also nicht zielführend, denn jemand kann dann Covid-19 haben und nichts davon merken und trotzdem infektiös sein.
  • Das Boostern scheint auch nur kurze Zeit die Immunabwehr zu verbessern und sollte alle drei Monate aufgefrischt werden.
  • Schaut man sich das Chart der Todesfälle an, so liegen wir heute bei rund 4 pro 1 Million Einwohnern, höher als auf dem Spitzenpunkt der ersten Welle. Dieser scheinbare Widerspruch zu den offiziellen Zahlen erklärt sich relativ einfach: es gab damals viel weniger Infektionen als heute. Damals lag die Mortalität bei 2 bis 4 Prozent, heute liegt sie bei etwa 0,1 Prozent aber es gab eben bei der letzten Welle in der Spitze 300.000 Infektionen pro Tag und nicht 4.000 wie bei der ersten Welle.

Immerhin haben sich schon knapp 29 Millionen infiziert, mich würde mal interessieren ob dies alle Einzelpersonen sind oder auch mehrfach Infizierte mitgezählt wurden. Dabei sind das ja nur die offiziell gemeldeten. Wer sich infiziert hat und das nur durch einen Selbsttest festgestellt hat, wird nicht gezählt genauso wie alle die sich symptomfrei infiziert haben und keinen Test gemacht haben.

Also für mich sieht es so aus, als hätte sich 2022 nichts gegenüber 2021 geändert: im Gegenteil: damals haben sich alle Impfen lassen. Ende des Sommers 2021 war der Impfschutz noch frisch. Seitdem haben sich nur knapp 60 Prozent einmal boostern lassen aber weniger als 10 Prozent zweimal obwohl, die Bundesregierung ja alle 3 Monate eine Auffrischung empfiehlt. Im Durchschnitt sind es nach Impfdashboard 32.000 Impfungen pro Tag – würde man die 79 Millionen, die man impfen kann, nur einmal pro Jahr impfen, müssten es 216.000 pro Tag sein!

Kurz wir stehen eher schlechter als letztes Jahr da, und das wird nicht besser werden. Je länger es dauert um so weniger werden sich mehrmals im Jahr impfen lassen.

Machen wir uns nichts vor: Corona ist die neue Volkskrankheit. Sie ist im Prinzip wie Grippe, nur schlimmer.

  • Wie Grippe mutiert sie, nur eben viel schneller. Reicht bei Grippe eine Impfung pro Jahr, so müsste man sich nach derzeitigem Stand alle drei Monate gern Covid-19 impfen lassen. Nicht nur wegen der neuen Varianten, sondern auch der schnellen Abnahme des Impfschutzes.
  • An der Grippe kann man sterben, es kann auch Komplikationen geben. Die Todesrate ist aber bei Covid-19 ohne Impfschutz deutlich höher und betrifft nicht nur Risikogruppen und es gibt mit Long-Covid und Post-Covid schwere Folgen. An Long-Covid sollen bis zu 15 % der Erkrankten leiden, nach der Barmer Ersatzkasse sind sie im Durchschnitt 105 Tage krank geschrieben. Bei Post Covid, den permanenten Folgen, erkranken 2 Prozent. Diese beiden recht hohen Prozentsätze sind auch für mich der Grund mich weiter impfen zu lassen. Das Todesrisiko schätze ich klein ein, angesichts dessen das pro 1.000 Infizierten nur ein Toter kommt und man dabei berücksichtigen muss, das über 20 Prozent nicht geimpft sind.

Nur mit Grippe gehen wir anders um. Wir empfehlen eine jährliche Impfung für Ältere und Risikogruppen, führen aber keine Maskenpflicht 2G oder 3G Regeln ein. Ich glaube auch nicht, dass man noch mehr Leute zum Impfen bekommt bzw. zur Auffrischung mit Reglementierungen und Verboten. Das hatten wir schon, mit teilweise drastischen Maßnahmen und wer das bis heute durchgestanden hat, wird sich auch nicht mehr impfen lassen.

Vielmehr denke ich, sollten wir zur Normalsituation ausgehen. Vielleicht ist es bei uns bald einfach Normal mit Maske herumzulaufen wo viele Leute zusammen kommen. In Asien ist dem schon seit langem so, und zwar ohne Regeln, einfach aus Selbstschutz. Was beibehalten werden sollte wäre eine niedrigschwellige Impfmöglichkeit. Da habe ich meine Erfahrungen gemacht. Hier mal die Story, wie ich es dreimal nicht geschafft habe, bei einem Impfzentrum bzw.. Impfbus geimpft zu werden.

Meine erste Impfung für die ich extra nach Freudenstadt fuhr, war im Johnson & Johnson. Die Ärztin hatte ein Kontingent dieses Impfstoffs und Astra-Zenteka, mit dem wohl keiner geimpft werden wollte, lieber das deutsche Biontech! „Hey deutscher Impfstoff ist doch besser…“

Johnson & Johnson erforderte nur eine Impfung was auch für mich ein Grund war. Da war man schon nach 14 Tagen vollständig geimpft und nicht erst nach acht Wochen. Im Sommer gab es dann aber immer mehr Daten das die Impfung mit dem Impfstoff nicht ganz so wirksam ist, was mich ehrlich gesagt auch nicht überraschte. Warum sollte eine Impfung genauso gut sein wie zwei?

So ging ich drei Monate nach der ersten Impfung Anfang September zu dem regionalen Kreisimpfzentrum, es war zu dem Zeitpunkt schon angekündigt, das diese ab 1. Oktober zumachen sollten, weil eben viele schon geimpft waren. Ich wurde abgelehnt. „Wir impfen nach Johnson & Johnson (noch) nicht erneut“. Zwei Wochen später wurde der Impfstatus von Johnson & Johnson geändert und ich war nun plötzlich nicht zweimal, sondern nur einmal geimpft, was angesichts der gerade eingeführten 2G Regeln fatal war. Das war in meinen Augen aber schon vor zwei Wochen absehbar. Aber lieber jemanden einem Risiko aussetzen, als gegen Empfehlungen zu verstoßen …

Beim Lesen meines Völkschen Beobachters (die Stadtrundschau der Stadt Ostfildern, die ein sehr geschöntes Bild bietet und über Problematisches wie das ein Bebauungsplan vom Verwaltungsgericht nach Start der Arbeiten einkassiert wurde, nicht berichtet) las, dass der Impfbus noch aktiv ist habe ich in den Terminplan geschaut. Den Halt in Ostfildern habe ich verpasst, aber in Berkheim, zwei Gemeinden weiter, hielt er. Also fuhr ich im Oktober dorthin. Eine halbe Stunde nach offiziellem Start, fand ich mich am Ende einer 200 m langen Schlange. Als ich nach einer Stunde rund 100 m weiter gekommen war, kam jemand und sagte denen drei Positionen vor mir, das ab hier alle heimgehen könne, sie würden nicht mehr geimpft werden. So endete, mein zweiter Versuch eine Auffrischimpfung zu bekommen.

Die bekam ich dann vom Arzt und ich habe mir auch gleich einen Boostertermin geben lassen obwohl der drei Monate in der Zukunft lag, aber auf den Termin beim Arzt musste ich auch einen Monat warten.

Vor drei Wochen waren wieder drei Monate nach de Boostern um. Erneut hielt der Impfbus in meiner Nähe und ich beschloss nach dem Schwimmen auf dem Rückweg vorbeizuschauen. Einfach weil es niederschwelliger ist, keinen Termin ausmachen muss, was ich bei meinem Arzt wegen chronisch besetzter Telefone persönlich machen muss. Wie sich die Zeiten geändert haben – keine Schlange. Kein Impfbus in Format eines langen Verkehrsbusses, sondern ein umgebauter Transporter, wie ihn Handwerker haben. Doch dran gekommen bin ich erneut nicht. Dabei habe ich extra nach den vorherigen Debakel auf die Webseiten der Bundesregierung geschaut und da stand:

Wann sollte eine Impfung aufgefrischt werden?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für alle Geimpften ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung mindestens drei Monate nach der letzten Impfung.“

Aber der Impfbus, der von den Maltesern betrieben wird, ist das egal. „Ja Karl Lauterbach sagt so was, aber wir richten uns nach der STIKO. Wir boostern nur Risikogruppen, Pflegepersonal und Angehörige von Gepflegten“. Ich bin wieder abgeblitzt, nicht mal meine Zusicherung, das ich dies auf eigenes Risiko tue, half.

Ehrlich: Alle die irgendwie mit dem Thema zu tun haben egal ob STIKO, RKI, Gesundheitsämter und – minsterien. Einigt euch erst mal auf eine Linie von Empfehlungen. Es kann nicht sein, das das Gesundheitsministerium, das ich als die oberste Instanz bei solche Regelungen ansehe, die anderen können ja nur empfehlen, das BMG dagegen Gesetze verabschieden von der STIKO „überstimmt“ wird. Das gehört auch dazu nicht die Bevölkerung zu verunsichern. Es gibt genügend Leute die sind verwirrt, wenn Lauterbach sagt, man solle sich alle drei Monate impfen lassen und dann hören, wenn sie das wollen, das es ihnen nicht empfohlen wird oder sie gar abgelehnt werden. Diese Leute werden zu einem Großen Teil sich überhaupt nicht mehr impfen lassen. Und nebenbei: man kann die Information auch so gestalten, das man es schnell lesen kann. Als ich einen Link auf die Impfempfehlung der STIKO (die übrigens vom 24.5 ist) erstellen wollte, fand ich keine Seite mit einer kurzen Zusammenfassung, sondern nur einen Link auf ein 54-seitiges PDF. Welcher Normalbürger bitte liest das?

Ich selbst habe beschlossen, das ich jetzt die Impfung bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung durchführen lasse, die im Herbst ansteht. Eine FSME und Grippe Impfung stehen ja dann auch noch an. Aber eine letzten Versuch beim Impfbus will ich noch am Montag machen und zwar diesmal mit einem Ausdruck der Seite der Bundesregierung und ihrer Empfehlung.

7 thoughts on “Corona-Normallage

  1. Hier mal die aktuellen Boosterquoten und 7-Tage-Inzidenzen für die ersten und die letzten vier Bundesländer (Booster-Quote in Prozent / 7-Tage-Inzidenz): Schleswig-Holstein (70 / 895), Saarland (69 / 823), Niedersachsen (66 / 922), Bremen (66 / 790), […], Sachsen-Anhalt (57 / 368), Brandenburg (55 / 403), Thüringen (53 / 230), Sachsen (50 / 316).
    Meines Erachtens gibt es aber nur einen indirekten Zusammenhang zwischen Booster-Quote und 7-Tage-Inzidenz. Da, wo die Leute alle 3 Monate zum Boostern rennen, da rennen sie auch 6 Tage in der Woche zum Testen.
    Den Rekord in der Disziplin Corona-Impfungen pro Einzelperson könnt ihr aber nicht mehr brechen. Den hält ein 61-jähriger Magdeburger mit 87 Impfungen, wobei der versucht hat die Impfzertifikate zu verkaufen. Na ja, eine nicht sehr kreative Methode um an Geld zu kommen, aber eine dicke Prämie von der Pharmaindustrie, als Versuchskaninchen, hat er sich schon redlich verdient.

  2. Wir müssen halt akzeptieren das es Korana gibt, das es da ist und das es nicht mehr verschwindet.
    Das mit den Masken ist jedem seine eigene Entscheidung. Ich habe nix dagegen wen einer se trägt und jeder kann sich ja mit FFP2 selber schützen.
    Ich persönlich bin heilfroh das es mittlerweile wieder so weit normal ist. Wobei sich für mich normal nach dem Jahr 2019 definiert. Von mir aus lasse ich mich auch jedes Viertel Jahr impfen wen ich mich dafür normal aufführen kann.
    Manche Leute übertreiben es aber auch mit der Angst vor Korona anders kann ich es mir nicht erklären das ich bereits Radfahrer mit FFP2 Maske aber OHNE Helm beim Fahren draußen gesehen habe.
    Da stimmt doch irgendwas nicht wen ich mit dem Fahrrad hinfalle kann ich auch sterben vor allem ohne Helm. Die Maske hilft da nicht viel…….

  3. Ich habe bisher festgestellt, dass es immer noch keine aussagekräftigen Daten zu Corona gibt. Ob mit oder an Corona gestorben, ob mit oder ohne Impfung erkrankt, wieviele Menschen ohne offizielle PCR-Ermittlung schon gegen Corona immun sind, wieviele Menschen tatsächlich mit gravierenden Impfnebenwirkungen zu kämpfen haben. Eine Gesicherte Datenbasis ist doch eigentlich das A und O für fundierte Entscheidungen. Was mich auch wundert ist, dass es so wenig Medikamente für Erkrankte gibt. Es ist doch sicherlich sinnvoller bei einem vorhandenen Basisimmunschutz eher die Erkrankten zu behandlen, als jedesmal die ganze Bevölkerung neu zu Impfen.

    Zu den Masken in Asien kann man auch feststellen, das vielfach die Luft so verdreckt ist, dass die Menschen alleine gegen den ganzen Dreck und die Umweltverschmutzung Masken tragen, als wegen irgend welcher Viren.

  4. Ich vor ein paar Wochen in Paris. In Frankreich gibt es Maskenpflich nur noch in Krankenhäusern und so. In der Metro hat kaum jemand eine Maske getragen. Was mich gewundert hat, die die eine getragen haben haben fast alle nur einfachen Mundschutz getragen, keine FFP2. Was mich als zweites verwundert hat, unter denen die eine Maske getragen haben waren mindestens 10% die die Maske nicht sinnvoll getragen haben, sprich Nase frei. Absolut unverständlich für mich das jemand der sich freiwillig schützt sich eben nicht schützt.

  5. Was anders ist: die Menschen können aus Erfahrung in ihrem persönlichen Umfeld Corona mittlerweile gut einschätzen, und ebenso die Experten-Meinungen dazu in den Medien.

  6. Hier in Norwegen gibt es seit Februar keine Koronaregeln mehr. Aber ich habe das Gefühl, dass alle in meinem Bekanntenkreis (mich inkl.) es mind. einmal hatten, auch wenn sie vorsichtig waren.
    Masken trägt ihr keine mehr (bis auf wenige Ausnahmen)

  7. Ich verweise auf 2 kleine Kritikpunkte. Das Nebenthema, die Aufgabe des Atomausstiegs, ist ja in Nachbarländern schon geschehen und wird jetzt auch von uns gefordert, zu Recht, aus mehreren Gründen. Ich beschränke mich hier auf das Gas. Nein, Gaskraftwerke laufen seit Längerem nicht nur in der Spitzenlast, vielmehr wurde mit der Energiewende das Erdgas zum „Dauerbrenner“ um Last sowie die Erneuerbaren auszugleichen. 2021 erreichte die Anzahl abgeschalteter Grundlastkraftwerke einen kritischen Punkt, seitdem wird mehr Gas verbrannt, was man jeden Tag in den Energy Charts nachsehen kann. Das hat schon letzten Winter zu auffällig geringen Speicherständen geführt. Die Atomkraftwerke jetzt abzuschalten, läuft nicht nur dem Klimaschutz entgegen, sondern er führt zu einem Mehrverbrauch an Gas. Da die Steinkohle durch fehlende Schiffe und niedrige Flusspegel nicht geliefert werden kann, fällt die Reserve auch weg. Ohne die 6 KKW verschärfen wir die Mangellage massiv und das für die nächsten Jahre und europaweit. Wir sollten konsequent sein und die Vergangenheit ruhen lassen. Wir betreiben keine Tschernobyl-Reaktoren und Brennstoffe können recycelt werden.

    Zu Covid-19 muss die Grundimmunität der Bevölkerung beachtet werden. Trotz agressiverer Varianten sanken die Todeszahlen, das wird durch weitere Infektionen fortgeführt. Nur reicht die Immunität eben nicht aus, um Sommerwellen zu verhindern. Ich empfehle aber dennoch eine weitere Boosterimpfung, da Long Covid noch nicht verschwunden ist, zumindest ergibt sich da ein gemischtes Bild. Aktuell sind übrigens nur Untervarianten von Omikron im Umlauf. Ein Verdrängung dieser hochansteckenden Variante fand bisher nicht statt.

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