Ein Jahr Gemini Programm

Heute – vor einem Jahr – erschien mein erstes Buch (Das Gemini Programm), na gut eher eine Broschüre. Das hat auch seinen Grund: Weil ich nicht abschätzen konnte, ob sich überhaupt für ein Buch von mir interessieren würde, wollte ich für das erste nicht allzu viel Zeit investieren und so wurde es recht kurz. Ich habe mir natürlich auch Gedanken gemacht, wie es wohl laufen würde? Ist jemand bereit  für ein Buch Geld zu bezahlen, wenn es doch sonst die Aufsätze kostenlos auf der Website gibt? (etliche beschweren sich ja schon über die Werbung, mit der ich meine Fachliteratur finanziere, um überhaupt scheiben zu können, vor allem wenn es um die Vergangenheit geht, die es eben nur in gedruckter Form gibt). Wenn ja, wie würde das Buch bekannt werden?

Ich hatte einen Vorsatz gefasst: Ein nächstes Buch würde es nur geben, wenn sich mindestens 100 Exemplare im Jahr verkaufen würden. Damit es überhaupt sich trägt, müssten es 100 Exemplare in 2 Jahren sein. Das deckt die Kosten für Verlegen, Datenhaltung und Ansichtsexemplare für mich.

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Vorschläge für das ATV und die ISS

In meiner (zumindest von mir allseits beleibten Rubrik) was wäre wenn  ist mir wieder was aufgefallen. Ich studiere also gerade für mein Buch das Launchkit zu V179, dem bisherigen Rekordflug von Ariane 5 (9535 kg GTO Nutzlast) und ich entdecke da, dass bei Abtrennung der EPC Oberstufe und Nutzlast noch 28.8 t wiegen bei 6913 m/s (relativ zur Erdoberfläche). Bis zur Orbitalgeschwindigkeit fehlen dann noch rund 430 m/s (zu den 6913 m/s muss man die Erdrotationsgeschwindigkeit von 465 m/s hinzuaddieren. Die Orbitalgeschwindigkeit in einem 185 km hohen Parkorbit beträgt 7802 m/s). Weitere 150 m/s mehr und man hat die ISS erreicht. Also fehlen noch 580 m/s zur ISS. Bei Einsatz des Aestus Triebwerks entspricht dies einem Treibstoffverbrauch von 4.8 t.

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Ein Schritt in die richtige Richtung

Gestern hat das Bundesverfassungsgericht sich gegen die Verwendung von Wahlcomputern ausgesprochen. Es fehlt an der Nachvollziehbarkeit und Öffentlichkeit. Dieser Schritt war überfällig. Die Wahlcomputer sind ein Beispiel für zwei Tendenzen, die seit Jahren durch unsere Regierung gefördert werden: Zum einen das blinde Vertrauen in Computertechnik und zum anderen die schleichende Aushöhlung des Rechtsstaates.

Die Wahlcomputer sind ein gutes Beispiel: Wie will man sicherstellen, dass sie korrekt funktionieren? Mal von Fehlermöglichkeiten abgesehen (z.B. nicht korrekte Zuordnung eines Tastendrucks auf dem Sensorpanel zur richtigen Partei, Eingabefehler / Korrektur) wie soll man wissen ob sie korrekt zählen? Man stelle sich mal das Szenario vor, dass der Wahlcomputer so manipuliert wäre, dass er 1 % der CDU/FDP Stimmen der SPD zuschlagen würde. Würde dies entdeckt werden, wenn es zufällig erfolgt und bei allen Geräten? Hochrechnungen sind gut, aber auch sie schwanken ohne Problem um 1-2 % (man erinnere sich an 2002, als die CDU sich als Wahlsieger nach den Hochrechnungen feierte und am Schluss doch weniger Stimmen hatte als Rot/Grün). Eine Manipulation kann nur ausgeschlossen werden, wenn nach jeder Stimmabgabe ein Kontrollzettel ausgedruckt wird, auf dem der Wähler die Stimme kontrollieren kann. Dann muss man alle Zettel noch auszählen (um zu vermeiden, dass Ausdruck und internes Zählen abweichen) – und dann sind wir wieder bei dem klassischen Verfahren.

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Eine Alternative zur ESC-B

Ariane 5Wie sicherlich bekannt ist, wird die ESC-B nicht so schnell kommen. Bei der letzten Ministerratskonferenz der ESA wurde zwar als Ziel die Erhöhung der Nutzlast um 1.5 t beschlossen, jedoch keinen Zeitrahmen angegeben und vor allem nicht die ESC-B Entwicklung wieder aufgenommen.

Auch Arianespace rechnet nicht so schnell, damit, dass die ESC-B bald kommt. Vor einem Monat gab es den bislang größten Auftrag an EADS über 35 Ariane 5 – alle in der ECA Version. Da noch 13 vom aktuellen Los auf den Start warten, dürfte bei 7 Starts pro Jahr dieses Los bis Mitte 2017 reichen.

Okay, die ESC-B kommt also bestimmt nicht vor 2016 – wie sonst könnte man die Nutzlast erhöhen? Mein Ansatzpunkt wäre eine "ESC-A Mark II".Es gibt hier zwei Punkte die ich für denkbar halte:

  • Reduktion des Trockengewichts
  • Erhöhung der Treibstoffzuladung durch mehr Triebwerke

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Erdöl aus Biomasse

In meiner Serie wie man wohl Erdöl, oder besser gesagt Kohlenwasserstoffe erzeugen kann, wenn die natürlichen Vorräte zu Ende gehen. Das optimale wäre natürlich eine regernative Quelle. Dann wäre die Erzeugung kohlendioidneutral. Das erste was einem spontan einfällt ist das Vergären von Biomasse, auf diesem Wege wird heute Biogas erzeugt. Vereinfacht gesagt läuft dabei folgendes ab:

Pflanzen bestehen aus Kohlenhydraten. Zumeist aus Zellulose. Diese haben die Summenformel (C6H10O5)n. In der Praxis natürlich auch andere Gerüststoffe wie Lignin oder geringe Mengen an Aminosäuren. Bestimmte Bakterien vergären nun dies unter Sauerstoffabschluss zu Methan und Kohlendioxid. dabei entstehen auch andere Gase. Nehmen wir Grass als schnellwachsende Rohstoffquelle so ergibt dies einen Ertrag von 172 m³/t Frischmasse mit einem Methangehalt von knapp 54 %. Das Hauptproblem ist dabei dass wir diese Flächen eigentlich für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte brachen. Weiterhin klappt es am besten mit schnell abbaubaren Stoffen wie Grass, Mais oder Getreide. Holz ist weitaus weniger gut geeignet. Also ist das auch nichts für eine nachhaltige Landwirtschaft. Ein Nutzen würde sich ergeben, wenn man die Fäkalien aus der Mast zu Biogas umsetzt. Da ein Gasgemisch erhalten wird, wird es aber wohl eher thermisch verwertet werden.

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