Buchkritik: Dieter Huzel: "Von Peenemünde nach Cape Canaveral"

Dieter Huzel? Wer ist das? So denke ich mal wird die erste Reaktion sein, wenn ihr obige Titelzeile lest (ich mache mal bei Buchkritiken eine Ausnahme von den Titelzeilen aus Songs). Auch mir sagte der Name nichts. Er ist einer der Peenemünder. Doch war er mir namentlich nicht bekannt, na ja zumindest nicht im Gedächtnis. Denn beim Nachschauen in meinen eigenen Büchern (US-Trägerraketen S.66) taucht er natürlich auf. Man sieht: ich schriebe die Bücher auch für mich selbst. Ich selbst bin auch ein bisschen reingefallen, denn bei Amazon stand auch als Autor Wernher von Braun und er ist auch auf dem Titelbild abgebildet, er hat aber nur ein Vorwort verfasst.

Warum kennt man heute nicht mehr Dieter Huzel? Nun er ging nicht mit Wernher von Braun zuerst zur US-Army und dann zur NASA, sondern nach der Internierung in Fort Blizz zu North American, wo er später Chef der ausgegliederten Abteilung für Raketentriebwerke, wurde, die man Rocketdyne taufte. Da in den Medien eigentlich nur die Peenemünder auftauchen, die prominent bei der NASA auftauchten wie Ernst Stuhlinger, Kurt Debus oder Wernher von Braun verwundert es nicht, dass man ihn ein bisschen vergessen hat. (mehr …)

WeiterlesenBuchkritik: Dieter Huzel: "Von Peenemünde nach Cape Canaveral"

These are the days, when you wish your bed was already made

Derzeit plant die NASA eine Europa-Mission. Das ist an sich nichts neues. Pläne gibt es schon lange, aber es sieht so aus, als würde sie nun auch kommen. Ich will mich in dem Beitrag aber mit Titan beschäftigen. Ich halte ihn für ein viel besseres Ziel:

  • er ist geologisch aktiver
  • er ist erdähnlicher mit Seen und einer Atmosphäre und Kryovulkanismus
  • eine Landung ist viel einfacher, da die Atmosphäre die Restenergie vernichtet
  • Eine Mission kann viel länger dauernd, da Europa mitten in Jupiters Strahlengürtel seine Kreise zieht

Während eine Europa-Mission sehr viel Treibstoff zum Landen braucht und trotzdem kurz ist, kann man auf dem Titan dank der dicken Atmosphäre sogar ohne Fallschirm landen. Huygens warf ihn in niedriger Höhe ab.

Doch Titan umkreist den Saturn und ist so zwischen 1250 und 1560 Millionen km von der Erde entfernt – mehr als dreimal so weit wie Mars im entferntesten Punkt und 25-mal so viel wie beim marsnächsten Punkt entsprechend sinkt die Datenrate stark ab. Alle folgenden Überlegungen basieren auf dem Sendesystem von Cassini als Referenz. In dem heutigen Artikel will ich mal die möglichen Alternativen für einen Titan Lander und Rover schildern. (mehr …)

WeiterlesenThese are the days, when you wish your bed was already made

Ich brauch’n Druck auf mein‘ Gewebe Bruder hast du’n Tipp?

Ich lese gerade von Dieter Huzel „Von Peenemünde nach Cape Canaveral“. Huzel war ab Mitte 1943 in Peenemünde, übernahm die Leitung des Prüfstandes P-7 und wurde ab Ende 1944 rechte Hand von Wernher von Braun. Er beschreibt in dem Buch wie es in Peenemünde zuging. Von Abschüssen, Bombardierungen und Evakuierung. Ein sehr lesenswertes Buch, das ich wenn ich es fertig habe noch hier vorstellen werde.

Das Buch hat mir in Erinnerung gerufen was damals alles entwickelt wurde und wie wenig seitdem hinzu kam. Das wurde mir auch klar als ich am vorletzten Beitrag über die Luftfahrt im vergleich zur Raumfahrt geschrieben habe.

Bevor Anfang der Dreißiger Jahre das Militär die Raketenentwicklung in Deutschland übernahm gab es Raketen schon über 200 Jahre. Doch ihre Technik hatte sich kaum weiterentwickelt. Es waren Raketen mit festen Treibstoffen, man hatte sich nicht mal die Mühe gemacht nach einer effizienten Düse und Stabilisierung zu suchen. Ein Loch unten und ein Stab das war es. Um die Jahrhundertwende hat Konstantin Ziolkowski die Grundlagen der Raumfahrt aufgestellt wie die nach ihm benannte Raketengrundgleichung.

1923 erschein dann von Oberth das Buch „Mit der Rakete zu den Planetenräumen“. Es enthielt in vielen Formeln das gesamte theoretische Gerüst für den Raketenbau und die Aufstiegsbahn sowie die Grundprinzipien des Raketenbaus. Später befasste sich auch Oberth mit dem Raketenbau. (mehr …)

WeiterlesenIch brauch’n Druck auf mein‘ Gewebe Bruder hast du’n Tipp?

I know Saint Peter won’t call my name

Heute geht es um eine Rakete die ich nie gebaut hätte. Es ist die Proton. Mir fiel beim Nachbearbeiten meines Aufsatzes über die N-1 auf wie viele Fehlstarts die in den frühen Jahren hatte.  Ich kannte die miserable Zuverlässigkeit der Proton in den frühen Jahren, die noch um einiges schlechter war als heute. Hier eine Liste aller Starts der ersten vierstufigen Version, genannt Proton K / Block D: (mehr …)

WeiterlesenI know Saint Peter won’t call my name

Ich pack mich ins Solarium und schlaf mich dunkelbraun

So, die letzten drei Tage war es bei mir etwas ruhig im Blog. Das hat ein paar Gründe. Zum einen fehlen mir wieder mal die Themen. Zum anderen war ich auch beschäftigt. Ich habe in den letzten Tagen Windows 7 neu installiert. Ich sehe bei einigen Lesern einige Fragezeichen auf der Stirn auftauchen. Ja und nicht ohne Grund. Ich bin als Windows 10 vor einem Jahr erschien umgestiegen. Wesentlicher Grund nach dem Ansehen einer Review in einer virtuellen Maschine war das die Skalierung von Schriften, da ich nur 25% eines normalsichtigen sehe. Die war deutlich besser als die von Windows.

Seit dem November Update stürzte bei mir der Debugger bei zwei verschiedenen Entwicklungsumgebungen reproduzierbar ab, was mich gefühlt in die Achtziger Jahre zurückversetzte. Seit dem August Update stürzte auch der Computer mit rätselhaften Fehlermeldungen ab. Dabei habe ich keine außergewöhnliche Hardware, sondern einen normalen Rechner ohne Extra-Karten. Auch keine außergewöhnlichen Hardwaretreiber, selbst der Virenscanner ist von Microsoft (nachdem mir 2012 mal der Avast ähnliche Abstürze beschert hat bin ich gewechselt). (mehr …)

WeiterlesenIch pack mich ins Solarium und schlaf mich dunkelbraun