Raumfahrträtsel 32

Ja es war Mariner 7. Die beiden Sonden waren die ersten die mit einer Centaur auf die Reise gebracht werden sollten. Da diese Oberstufe je nach Starfenster bis zu knapp 1000 kg zum Mars bringen konnte, die beiden Sonden aber nicht mal die Hälfte wogen stand genügend Treibstoff zur Verfügung um Ihnen einen Extra Schubs zu geben, der die Reisezeit bedeutend beschleunigt. Da die Sonden nicht in eine Umlaufbahn einschwenken sollten, sondern nur vorbeifliegen war es auch egal, dass die Ankunftsgeschwindigkeit deutlich höher war. Da Mariner 7 die letzte Marssonde war die weder landete noch in einen Orbit einschwenkte wäre dies übrigens auch eine Lösung gewesen.

Normal ist bei Hohmann-Typ I Bahnen eine Reisezeit zwischen 237 und 280 Tagen je nach Abstand des Mars von der Erde. Bei Typ-II Bahnen liegen die Reisedauern noch höher meist bei 300 Tagen. Mariner 7 erreichte den Planeten schon nach 133 Tagen, wenige Tage nach der Mondlandung von Apollo 11. (mehr …)

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Der Vierstufenplan für Ionentriebwerke

Wie wahrscheinlich die meisten Blogleser wissen, bin ich Fan von Ionentriebwerken – oder besser gesagt ich bin ein Fan von Effizienz. Maximale Nutzlast um die Kosten zu reduzieren. Ab dem Erdorbit benötigt man keinen chemischen Antrieb mehr und Ionentriebwerke können im erdnahen Sonnensystem die Nutzlast gravierend erhöhen. Man könnte sie auch für Fluchttrajektorien einsetzen. Nach dem derzeitigen Stand aber fehlt noch eine leistungsfähige Stromversorgung um bei den äußeren Planeten in einen Orbit einzuschwenken.

Was wurde seit den ersten Tests in den sechziger Jahren erreicht? Ionentriebwerke sind dem Labor entwachsen. Sie werden schon in Kommunikationssatelliten als Unterstützung der Lageregelung eingesetzt, mindestens drei Raumsonden nutzten sie als primären Antrieb. Fast alle größeren Raumfahrtfirmen haben mindestens einen Antrieb im Angebot und diese sind auch erprobt mit mehreren Tausend Stunden Testbetrieb. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 30

Das schöne an Rätseln ist ja, dass man was hinzulernt. Idealerweise nicht nur der Leser, sondern auch der Autor. So war es beim letzten. Ich hatte als kleinstes Triebwerk das namenlose Ionentriebwerk beim SCATHA Satelliten ausfindig gemacht, das 140 Mikronewton Schub hatte. Doch in der Tat sind die FFEP Ionentriebwerke noch schubschwächer. Wobei das nun genauso eine Herausforderung ist, wie ein sehr großer Antrieb. Ein kleiner Schub bedingt auch einen kleinen Treibstoffdurchsatz. Soweit ich die ESA Seiten zu dem Antrieb verstanden habe, scheint das der technologische Knackpunkt zu sein. Bei 100.000 m/s Ausströmgeschwindigkeit und 1 Mikronewton Schub entspricht das einem Treibstoffdurchsatz von 0,01 ng/s, also rund 5×1012 Atomen/s bei dem verwendeten Treibstoff Cäsium. Oder 1 kg Treibstoff würde für 317 Jahre Dauerbetrieb reichen. (mehr …)

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