Änderungen bei den ATV

Das ATV wurde mal konstruiert um der vielseitigste Transporter zu sein. So wie es aussieht wird das aber nicht gebraucht und er wird nicht optimal ausgenutzt werden. Das hat zwei Gründe. Dass eine ist der Ausfall des Space Shuttles. Dieser hätte fast ausschließlich Fracht im Druckmodul transportiert: Gegenstände, Essen, begrenzt auch Waser, Ersatzteile, neue Racks. Wasser wird weniger gebraucht werden, weil die NASA es doch noch auf den letzten Drücker geschafft hat ein weiteres Wasseraufbereitungssystem zu installieren, das auch Sauerstoff gewinnt. Dazu kommt der veränderte Zeitplan: Anstatt in Zeiten erhöhter Sonnenaktivität wird die Station in Zeiten niedriger Aktivität ihren Betrieb aufnehmen. Es ist also weniger Treibstoff zum Aufrechterhalten der Bahn nötig.

Daher wird es Änderungen den folgenden ATV geben. Es wird mehr trockenes Frachtgut transportiert werden und weniger Treibstoff und Flüssigkeiten. Weiterhin ist die mittlere Dichte des Frachtgutes geringer und liegt bei 200-250 kg/m³ anstatt bei 500 m³, wie 1995 noch geplant. Für diese Menge wurden die Transportracks ausgelegt. Das hat zwei Folgen zum einen sind die Racks zu schwer und zum anderen steht nicht das Volumen zur Verfügung, das benötigt wird. Anstatt maximal 5.500 kg wird ein ATV mit der derzeitigen Konfiguration und derzeitigen Fracht, die recht voluminös ist, so maximal 3.200 kg im Druckbehälter transportieren können, obwohl mehr wünschenswert ist. Dazu kommt, dass auch nicht so viel Treibstoff und Wasser benötigt wird. Das bedeutet dass ohne Veränderung die ATV teilbeladen starten müsssten. Sie könnten mehr transportieren, aber das was sie transportieren können, wird nicht benötigt. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 15

Ja er wars – Christopher C. Kraft. Er steig vom Flugleiter bis zum Leiter des Manned Space Center auf, das er von 1972 bis 1982 leitete und prägte und zu einem der größten NASA Zentrum (wenn nicht mit 3.200 Angestellten bei insgesamt 18.000 NASA Angestellten überhaupt größten NASA Zentrum) machte und dessen Position innerhalb der NASA zementierte. Er ist auch heute noch einer der öffentlich aktivsten ehemaligen NASA Mitarbeitern.

Soviel zur Biographie. Ich kann ihn nicht leiden. Ich habe seine Autobiographie Flight: My Life in Mission Control gelesen, und auch was andere über ihn geschrieben haben. Wenn man das zusammen nimmt, dann gewinnt man den Eindruck eines Menschen der auf dem Standpunkt steht, er habe immer recht und andere nicht und der keine Fehler verzeiht. Ein paar Beispiele gefällig? Sy Liebergott schreibt unter Kraft wäre er wohl sofort aus dem Team geflogen, als er in Simulationen Probleme nicht sofort lösen konnte, Gene Kranz berichtet er wurde bei einem Fehler bei Mercury „angezählt“ mit dem Hinweis, beim nächsten Mal bist Du weg. Carpenter durfte nicht mehr fliegen nachdem er zu viel Treibstoff bei seiner Mission verbrauchte und sich seiner „Experimentierfreude“ hingab. Als bei der Apollo 7 Missionen Eisele und Cunningham nicht gegen ihren Kommandanten stellten (Walter Schirra beschwerte sich, auch gezeichnet durch eine Erkältung mehrfach über das Arbeitspensum, er hatte aber schon vorher angekündigt danach die NASA zu verlassen) dürften sie nicht mehr fliegen. Rusty Schweickhart bekam Übelkeit bei seiner Apollo 9 Mission und das bedeutete schon das Aus für einen Job als LM-Pilot bei einer Apollomission. Als einige Jahre später die Skylab 4 Besatzung sich wegen Arbeitsüberlastung beschwerte, war damit auch klar, dass sie nicht mehr fliegen dürften. (mehr …)

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Nachlese zum Wochenende

BlogstatsSo weil Wochenende ist und mangels Frühstück/ Mittagspausen dann auch weniger Blogleser heute nur einen kurzen Blog mit so Dingen die mir aufgefallen sind. Also als erstes möchte ich mich bei allen treuen Lesern bedanken, die den August zum bisher aktivsten Monat gemacht haben (siehe Grafik). Zu verdanken habe ich das primär Alexander der mit seinem Kettenschaltungsblog einen neuen Tagesrekord gesetzt hat. Dagegen waren die Gedanken zum Desktop weniger gefragt – dieser Blog ist eher unterdurchschnittlich aufgenommen worden. Ich hätte es genau anders rum erwartet weil eigentlich jeder einen Computer hat, aber die meisten die ich kenne eher Auto als Fahrrad fahren.

Erinnert ihr euch noch an meinen Blog „Rock statt Rente und Gerechtigkeit“ über zwei Fernsehformate? Die Sendung mit der Rechtsanwältin wurde eingestellt und Rock statt Rente um 2 Stunden verschoben und läuft nun um 22:15. Dem bin ich treu geblieben: Aber was sich in der ersten Sendung abzeichnete ist auch so gekommen. Die Sendung scheint nicht auszukommen ohne böse Kommentare oder die alten Leute lächerlich zu machen und das Geschwätze von dem Chorleiter für den alles zweifelhaft ist. Beeindruckt hat mich nur die Gruppe Pur bzw. ihr Sänger die sich darauf eingelassen haben dass die Leute bei Ihnen mitsingen und der auch regelmäßig bei den Proben auftaucht. Er ist fair, man merkt ihm, dass es nicht um P&R geht. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 14

Nun, wie Sven herausfand passierte an diesem Tag einiges. Aber das Ereignis das ich meine war der bisher letzte erfolgreiche Kontaktversuch zu Pioneer 6. Diese Sonde hat bis heute den Rekord der längsten Lebensdauer eines künstlichen Himmelskörpers. Pioneer 6 wurde am 16.12.1965 gestartet. Der letzte erfolgreiche Kommunikationsversuch war am 8.12.2000, sie arbeitete also nahezu 35 Jahre!

Dass diese Raumsonde (wie auch ihre nahezu baugleichen Exemplare Pioneer 7-9) so lange arbeiten würden, war eine echte Überraschung. Bisher hatte das Pioneer Programm einen schlechten Start erwischt. Von Pioneer 0 bis 4 war nur die letzte erfolgreich gewesen. Pioneer 5 war für einen Monat Betrieb ausgelegt und arbeitete nicht viel länger – sie arbeitete 3 Monate lang.

Pioneer 6-9 (plus eine weitere Sonde, die einen Fehlstart hatte) waren die Aufgabe den interplanetaren Raum und die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf diesen untersuchen. Pioneer 6+9 hatten einen Orbit zwischen Erde und Venus mit Umlaufszeiten von rund 300 Tagen und Pioneer 7 und 8 einen zwischen Erde und Mars mit Umlaufszeiten von 400-460 Tagen. Zusammen bildeten sie ein Netzwerk im Raum dass es erlaubte mit Satelliten in der Erdumlaufbahn die Sonne und das interplanetare Medium an verschiedenen Positionen zu vermessen. Diese Langlebigkeit gab es auch bei Pioneer 10+11 und dem Pioneer Venus Orbiter. Sie arbeiteten alle sehr lange. (mehr …)

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Apollo – V2.0

So, nun zu dem was wir mit der leistungsgesteigerten Saturn V anstellen können. Es gab ja schon zur Apollozeit Pläne für Raumstationen und Venusflüge im Rahmen des Apollo Application programs. Doch für das erste reicht die Leistung der Saturn V aus – Skylab hätte noch 8 t schwerer sein können und das zweite halte ich für ziemlich unsinnig.

Aber man kann mehr aus den Mondlandungen herausholen. Sie waren zeitlich limitiert, vor allem von der Betriebsdauer der LM. Die ersten LM hatten eine Betriebsdauer von 36 Stunden, die zweite Generation (ab Apollo 15) eine von 72 Stunden auf der Oberfläche. Es gab auch Untersuchungen nur die Abstiegsstufe einzusetzen und dafür eine größere Kabine. Diese hätte dann längere Aufenthalte auf der Oberfläche erlaubt, hätte aber separat gestartet werden müssen. Für die folgenden Betrachtungen nehme ich als Ausgangsbasis die Saturn V mit Titan 3M Boostern, (siehe letzter Blog), die ab 1971 technisch möglich wäre. Sie würde 73,9 t in eine Mondtransferbahn befördern. (mehr …)

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