Was ist die richtige Einheit für den spezifischen Impuls?

Eine gute Frage, denn viele orientieren sich an dem, was die Politik gerne „die normative Kraft des Faktischen“ nennt. Fangen wir aber mal viel einfacher an: Wofür braucht man den spezifischen Impuls und was sagt er aus?

Wenn wir es mal ganz einfach sehen, dann ist der spezifische Impuls eine Kenngröße für einen Raketenantrieb. Er hängt im wesentlichen von dem verwendeten Treibstoff ab, aber auch der genauen Auslegung des Triebwerks und nicht zuletzt den Umgebungsbedingungen (Betrieb am Boden oder im Vakuum) ab. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 25

Eplorer 49

Kinder wie die Zeit vergeht… Nach nur knapp etwas über einem Monat bin ich schon beim „Silberjubiläum“ angekommen. Rätsel Nr.1 erschien am 18.8.2010.Immerhin stelle ich fest lockt das Rätsel auch mal ein paar stille Blogleser zum Kommentieren (ich bin ja der Meinung man sollte bei einem Blog nicht nur „Leser“ sein. Das ganze lebt von der Interaktion). Wie sicher der eine oder andere schon gemerkt hat, lebt das Rätsel vom Nachdenken und suchen. So ist nicht unbedingt der schwerste Satellit das größte Objekt, sondern es kann auch ein kleiner Satellit sein, wenn er lange Antennen hat. Die beiden Rekordhalter sind RAE-A und RAE-B (Explorer 38 und 49). RAE-A hatte zwei 227 m lange Antennen und bei RAE-B waren sie jeweils 229 m lang. Dazu kam noch eine 37 m lange Antenne und ein 126 m langer Ausgleichsstab, sodass dieses Objekt im All etwa 468 x 37 x 126 m groß war.

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Raumfahrträtsel 24

Es war einmal … der Wunschtraum aller Astronauten, die damals fast alle Testpiloten waren. Ein Gefährt, in dem sie nicht passive Passagiere waren, sondern das sie aktiv steuern könnten. So waren sie alle für dieses Gefährt, das sich „Space Shuttle“ nannte. Als es dann an die Planung ging, stellte sich heraus, dass es sehr komplex war und leistungsfähige Rechner zur Steuerung brauchte. Da kamen die Techniker auf die Idee, wenn das Ding schon weitgehend vom Computer gesteuert wird, es doch vollständig vom Computer steuern zu lassen. Dagegen waren die Astronauten. Sie bestanden darauf, einen manuellen Modus einzubauen. Die Astronauten träumten vom Shuttle, die perfekte fliegende Maschine, nicht aus einer im Meer treibenden Kapsel mit einem Korb herausgefischt werden, sondern nach der Landung heroisch eine Gangway herunter laufen (zusammengefasste Statements von Walt Cunningham und Michael Collins).

So kam es dann auch. Nun ja fast. Das Space Shuttle startet computergesteuert, es könnte computergesteuert seine Nutzlast aussetzen, es bremst computergesteuert ab, es findet der Wiedereintritt computergesteuert statt. Und dann, wenn das Shuttle in den Bereich, kommt in dem die aerodynamischen Kräfte wirksam werden, so in den letzten 5 Minuten, einer einwöchigen Mission. Dann darf der Testpilot an Bord seine Existenz beweisen und das Shuttle steuern. Darf, muss aber nicht, denn natürlich könnte das auch jetzt noch der Computer. (mehr …)

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Setzen! Sechs!

Derzeit kämpfe ich mich gerade durch die NASA Technischen Memoranden X-648008 bis 64826, jedes einige Hundert Seiten stark. Das ist die Dokumentation zu Skylab und selbst beim flüchtigen Überfliegen, bis man wieder eine allgemein interessante Stelle trifft, (das ganze geht natürlich viel tiefer als für mein Buch notwendig) ist es eine ganze Menge Arbeit.

Aber: es gibt wenigstens die Dokumentation öffentlich verfügbar. Das ist ein Riesenunterschied zu Europa. Ich will daher mal meine Erfahrungen mit Raumfahrtfirmen und Raumfahrtagenturen in den letzten Jahren schildern. Mein Bestreben ist es ja, möglichst umfassend über eine Mission zu berichten. Das ist manchmal möglich indem man die Webauftritte, Infobroschüren etc. verwendet. Manchmal sind aber auch die nur sehr kurz, oder an eine allgemeine Öffentlichkeit gerichtet und enthalten wenige technische Details. Dann versucht man es eben, indem man die Gesprächspartner direkt anschreibt. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 23

Ja die Rätsel werden nun schon schwierig und nicht mehr durch einfache Suchanfragen zu beantworten. Sonst wird’s ja langweilig wenn nur einer antwortet und die ist dann richtig. Zudem soll das Rätsel ja auch etwas Wissen vermitteln (und ich hoffe das tut auch das heutige). Was ist nun die Gemeinsamkeit zwischen Skylab und ihrem Einkauf im Supermarkt? Es ist der Kassenzettel, den sie in den Händen halten. Skylab war die erste Mission die einen Fernschreiber an Bord hatte. Und zwar einen auf dem Prinzip des Thermodruckers, genauso grob wie heute ein Kassenzettel: Messen sie mal nach: Skylab verwandte einen Thermodrucker mit 8 cm Rolle, 30 Zeichen in 5 x 7 Punktmatrix pro Zeile. Sieht der ALDI/ LIDL/ PENNY Zettel nicht genauso aus?

Es war eine der Neuerungen von Skylab. Jeden Morgen fand die Besatzung einen durchschnittlich 3 m langen Streifen mit Anweisungen was zu machen sei vor. Vor dem Stilllegen war der Zettel so lange dass er sich durch die komplette Station zog. Ein Fernschreiber war schon für Apollo vorgesehen. Das ist so ein  typisches Beispiel wo man sieht wie bemannte Raumfahrt anders läuft als unbemannte oder gar Arbeit auf der Erde. Auf der Erde wird man versuchen Menschen optimal einzusetzen und von Routinetätigkeiten zu entlasten. Bei bemannter Raumfahrt ist das genaue Gegenteil der Fall, und noch besser die Astronauten selbst sind dafür.

Computer kann man durch Übertragung von Daten programmieren. Als Computer in Apollo eingesetzt werden sollten, kam sofort die Diskussion auf, dass damit die Astronauten die Kontrolle verlieren würden und sie votierten gegen diese Möglichkeit. Es wurde aber immer klarer, dass die Daten die bei einer Mondmission umfangreich sein würden. So kam der Vorschlag auf, wenn die Astronauten schon alles selbst machen wollten, dann sollte man wenigstens einen Fernschreiber installieren um ihnen die Anweisungen zufaxen zu können. Doch auch dagegen waren die Astronauten. Diesmal aus anderen Gründen: Sie befürchteten das nun die Bodenkontrolle zu viel Macht über den Missionsablauf erhielt und sie nur noch ausführende waren anstatt die Herren des Schiffs.

Es kam nun so wie es kommen musste: Für alles gab es einen Schalter, um es einzuschalten (über 300 in der Kommandokapsel). Das Training für die Kapsel dauerte Jahre anstatt Monate wie bei Gemini und Eingaben in den Computer liefen bei Apollo so: Der Capcom lass die Eingaben vor, die Mannschaft schrieb sie auf, lass das aufgeschriebene nochmals vor und gab sie erst dann ein. Nur wenn es ganz umfangreich war, legte sie einen Schalter um, der es der Bodenkontrolle erlaubte, direkt in den Speicher des Computers zu schreiben.

Ineffektiv, aber der Mensch ist für alles verantwortlich. Bei Skylab war dies wegen der umfangreichen Aktivitäten nicht möglich und da Arbeitspläne nur Vorschläge waren und sich nach den aktuellen Ereignissen richten mussten, auch nicht zweckmäßig. Daher bekam Skylab den oben erwähnten Fernschreiber. Nun gab es andere Probleme. Die langen Anweisungen führten dazu, dass Sachen vergessen oder überlesen wurden. Leicht konnte die Bodenkontrolle nun der Besatzung zu viel Arbeit aufdonnern.

Während der Mission wurden insgesamt 1,2 km Papier bedruckt. Das entsprach 30 Rollen. Die längste zog sich kurz vor Ende der letzten Mission von dem Boden des OWS bis zum CSM – rund 30 m am Stück.

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WeiterlesenRaumfahrträtsel 23