Wie regele ich den Schub für Raketentriebwerke?

Heute mal ein Blog zum Thema Grundlagen. Es geht darum wie ich den Schub einer Rakete regeln kann. Eigentlich kein neues Thema, aber das gilt für einen guten Teil des Blogs, eigentlich steht alles schon in der Website drin (wenn man diese mal durchlesen würde, könnte man sich den Blog sparen). Zuerst einmal: Warum muss ich den Schub regeln? Eine Rakete startet mit einer Anfangsbeschleunigung von, sagen wir mal, 1.5 G. Dann nimmt der Treibstoff ab und die Rakete wird leichter. Die Beschleunigung nimmt bei gleichem Schub zu. Bei einem typischen Verhältnis von Start zu Leermasse von 3 bis 4 (je nach Nutzlast und Oberstufe) wäre die Beschleunigung am Ende bei 4.5 bis 6.0 G.

Diese Beschleunigung muss die Rakete aushalten, aber auch der Satellit. Daher ist man in der Regel bestrebt, die Spitzenbeschleunigung auf 5.0 bis 5.5 G zu beschränken. Die Beschleunigung ist dabei nicht mal das Hauptproblem. Es sind die Vibrationen die durch das Triebwerk auf die Stufe und Nutzlast übertragen werden. Dies ist ein Durschütteln, bei dem der Satellit dauernd beschleunigt und abgebremst wird. Demgegenüber die die dauernde Beschleunigung weniger stressig. Allerdings nehmen die Vibrationen auch zu, wenn die Tanks sich leerem.

Nun zum Thema: Wie senkt man den Schub? Bei Feststofftriebwerken bestimmt vor allem die Geometrie der Füllung den Schub. Es gibt zwei Formen, die häufig verwendet werden: Kreisinnenbrenner (der Treibsatz hat die Form eines Zylindersegments) : Hier nimmt die Fläche über die Zeit zu, und so auch der Schub. Das Gegenteil ist der Sterninnenbrenner, bei dem wird ein Stern in die Hülse gelegt, bevor der Treibstoff eingefüllt wird. Die Oberfläche hat dann Zacken, die eine große Oberfläche haben und die beim Abbrand schneller abbrennen und so die Fläche verkleinern. Dieser Typ hat also einen Schub der absinkt, bis eine Kreisfläche erreicht ist (Minimum) und dann vergrößert er sich wieder wenn die Fläche zunimmt.

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Deutsche Sprache, Schwere Sprache

Vorgestern bin ich beim Zappen über eine Wiederholung von Maybritt Illner auf Phoenix hängen geblieben. Es ging um Deutsch und zwar verschiedene Aspekte (die offensichtlich Frau Pooth überforderten, die dem raschen Wechsel  nicht folgen konnte). Es ging um das Denglisch, um die Forderung einiger CDU Politiker ins Grundgesetz aufzunehmen, dass Deutsch die Sprache hier ist und um Förderunterricht für Deutsch.

Bei der zweiten Forderung  waren sich bald alle einig: Das kann man so ins Grundgesetz schreiben, das ändert aber nichts. Es wird sicher nicht dazu kommen, das Leute die nicht Deutsch können, hier nicht arbeiten dürfen. Amtssprache wird auch immer Deutsch sein, ohne dass dies im Grundgesetz so steht. Aber vielleicht gibt es kleine Änderungen. Mir war neu, dass man den theoretischen Führerschein heute in 11 Sprachen ablegen kann. Eine Forderung war dies zu streichen, gerade um auch der Tatsache zu begegnen, dass viele ausländische Mitbürger (vor allem aus der Türkei) heute kaum Deutsch können. Es geht hier auch um Integration und die schließt das Beherrschen der deutschen Sprache mit ein.

Das nächste waren dann die Förderkurse, die es für unterschiedlichste Gruppen gab: Kinder im Vorschulalter, die nicht Deutsch können (offenbar mit großem Erfolg) und ALG-II Empfängern, die nicht Deutsch können, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Bei letzteren ist es eine verordnete Maßnahme und wie zu erwarten, kam die Hälfte der Leute nicht zur Maßnahme. Das hat mich ehrlich gesagt nicht überrascht,

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Die Faszination eines Raketenstarts

Wie viele andere Raumfahrtbegeisterte über auf mich Raketenstarts eine gewisse Faszination aus. Zeit das zu analysieren. Zuerst einmal: Es ist nicht jeder Start. Wenn ich es an Modellen festmachen muss, dann sind es die Starts der Redstone, Titan 2, Saturn I+B, Ariane 1+2 und Atlas Agena. Auf der anderen Seite finde ich Starts der Ariane 5, Titan 4 oder des Space Shuttles nicht faszinierend und die anderen Raketen sind dazwischen.

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Konjunkturprogramme

Derzeit überbieten sich die Partien mit Konjunkturprogrammen. Das ist das Patentrezept zum Kurieren der abschwingenden Wirtschaft. Ich halte von irgendwelche Steuervergünstigungen gar nichts. Es wird nichts bringen. Warum? Deutschland ist nicht alleine in der Welt. Die ganze Weltwirtschaft geht nun erst mal in einen Abwärtstrend. Davon können wir uns nicht abkoppeln. Vor allem aber bringen derartige Konjunkturprogramme nichts. Das hat sich schon in den 70 er Jahren gezeigt als man bei einem viel kleineren Problem (verursacht damals durch die Ölkrise) Konjunkturprogramme aufgelegt hat. Helmut Schmidt hat in vielen Interviews gesagt, dass dies damals ein Fehler war und dass er dies bereut. Damals fing die bis heute so hohe Staatsverschuldung an. Man glaubte die ausgegebenen Steuermilliarden würden durch Steuereinnahmen wieder zurückkommen, wenn die Wirtschaft wieder floriert. Aber Untersuchungen zeigen, dass dies nicht der Fall ist. Bestenfalls die Hälfte der ausgegebenen Summe wird wieder eingenommen. Meist deutlich weniger.

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