Ein Vorschlag für den ersten Teststart der SLS

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Nachdem ich ja schon eine mögliche Nutzlast beim Aprilscherz skizziert habe, hier mal eine ernsthafte Idee. Sie Trägt der Tatsache Rechnung das zum einen zwar der Jungfernflug kostenlos ist, zum anderen die NASA nun nicht die Gelder hat was zu entwickeln das auch die Nutzlast ausfüllt, wie vielleicht einen Titan Orbiter. Europa Clipper könnte ja auf der SLS starten, doch sicher nicht bald und er ist auch ziemlich teuer.

Meine Idee ist nicht neu, die Grundidee ist auch nicht von mir. Sie nutzt auch nicht die hohe Nutzlast der SLS aus, sondern eher ihre Größe: Seit zwei Jahrzehnten gibt es die Idee eines Mars-Wetternetzwerks. Anders als heutige Raumsonden sollten dabei nicht komplexe Lander zum Einsatz kommen, sondern relativ einfache Geräte, die nur wenige Sensoren tragen. Dafür gibt es nicht einen sondern viele, und man erhält so eine Art Netz von Wetterstationen. Durchgedacht wurde das Konzept bei dem Mars Meteorological Lander, MML, von dem ein Prototyp bei Phobos Grunt mitgeführt wurde. Continue reading „Ein Vorschlag für den ersten Teststart der SLS“

Russlands Schlitterkurs in der Raumfahrt

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Die Kommentare von Jewgeni-7 dass man nun in Russland die Angara zugunsten anderer Raketen (die es noch nicht gibt) aufgeben will, bringen mich auf ein Dauerthema, das eigentlich seit 20 Jahren aktuell ist. Der Widerspruch zwischen Plänen und Wirklichkeit. Russlands Raumfahrt litt wie fast alle Bereiche des Staatswesens unter dem Niedergang der Wirtschaft der schon vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion einsetzte, aber sich danach noch verschlimmerte. Teilweise konnte der Staat über Jahre hinweg nicht die Löhne bezahlen, von neuen Projekten ganz zu schweigen. In den Neunzigern waren Projekte dann möglich wenn es ausländische Beteiligung gab und die internationalen Partner die fehlende Finanzierung übernahmen. So kaufte die NASA nicht nur Sarja sondern finanzierte auch Swesda als einziges russisches Modul mit, damit es überhaupt mit immer noch einjähriger Verzögerung gestartet werden konnte. Analog finanzierte die ESA Mars 96 mit, weil sich auf der Sonde wichtige Experimente aus ESA-Mitgliedstaaten befanden. Im neuen Jahrtausend sah es so aus als würde sich die Lage verbessern. Russland einigte sich mit Kasachstan, dem nun Baikonur gehörte über den Status und zahlte eine hohe Pacht. ILS vermarktete die Proton mit so viel Erfolg, dass Lockheed Martin die im gleichen Unternehmen angebotene Atlas kaum noch verkaufen konnte. Sealaunch startete erfolgreich die Zenit. Continue reading „Russlands Schlitterkurs in der Raumfahrt“

Raumsonde „Mars Dust“

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Die nächste Runde für Discovery Class Sonne ist eröffnet, nachdem die NASA den nächsten Rover um zwei Jahre nach hinten verschoben hat. Einer der ersten Kandidaten ist die Mars Dust Mission, die gerade wegen des amerikanisch-russischen Verhältnis in den Schlagzeilen ist.

Das Projekt war das Ergebnis einer gemeinschaftlichen russisch-amerikanischen Studie die vor kurzem im renommierten Journal „Planetary and Space Science“ veröffentlicht wurde. Russische Wissenschaftler erhofften sich eine Argumentationshilfe für eine Phobos Grund 2 Mission, die nach 2020 starten soll, amerikanische Wissenschaftler wollten simulieren was mit Meteoriteneinschlägen passiert, vor allem dem Auswurfmaterial um festzustellen in welchem Radius sich verteilt und Russland wollte wissen ob Phobos solches Material aufsammeln könnte.

Das Ergebnis war, das durch die dünne Atmosphäre und geringe Fluchtgeschwindigkeit sehr viel Material bis in große Höhen gelangt und vor allem der Marsmond Phobos eine Menge Marsmaterial „aufgesammelt“ hat. Bis zu einem Viertel des lockeren Materials an der Oberfläche von Phobos könnte vom Mars stammen. Continue reading „Raumsonde „Mars Dust““

Es ist unterwegs…

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Das neueste Buch über Curiosity und Phobos Grunt. Am Schluss wurde es dann doch noch problematisch, erst fehlten im Korrekturblock bestimmte GIFs und PNG und ich musste die in JPG umwandeln. Dann reagierte der BOD Server nicht mehr und zum Schluss stellte ich fest, dass ab S.274 alle Seitenzahlen fehlten.

Schlussendlich sind alle Probleme gelöst inklusive LibreOffice 3.44 das plötzlich bei genau diesem Manuskript abstürzt, nicht aber bei einem meiner anderen Bücher, auch wenn die ebenso viele Tabellen und Grafiken enthalten. Nun habe ich eine portable Version (3.55) parallel installiert, zwei normale Versionen gehen ja nicht. So langsam denke ich drüber nach ob ich nicht doch auf Word umsteigen soll. Wegen des DHBW Lehrauftrags musste ich mir ja Office extra anschaffen. Mal fragen ob und wie meine Korrekturleser damit zurecht kommen, aber wahrscheinlich stürzt das Ding dann auch ab wenn man erst mal 110 Abbildungen im Buch hat.,… Continue reading „Es ist unterwegs…“

Die fehlende Story

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Ich bin gerade bei den Endkorrekturen des neuesten Buchs mit dem Titel: „Curiosity und Phobos Grunt – die neuesten Marssonden“. Insgesamt ist es recht ordentlich geworden, obwohl sich das Buch-Pech fortgesetzt hat. Wie schon beim letzten Buch musste ein Korekturlesern abbrechen, weil er beruflich stark eingespannt ist – die Aufgabe ist ja eine ehrenamtliche und die meisten haben ja noch einen Beruf oder so was wie ein Privatleben. Es ist also nur eineinhalb mal korrekturgelesen. Daneben gab es Verzögerungen, nicht nur bei den Korrektoren sondern auch bei mir. Es hat sich zwar noch jemand gemeldet, aber irgendwie will ich es nach einem Jahr nun endlich vom Tisch haben.

Das Hauptpech ist natürlich dass die eine Hälfte des Sondenpaars seit 7 Monaten auf dem Grund des Pazifiks ist. Ich habe zeitweise überlegt den Teil rauszuschmeißen, aber weil es dann doch nicht so viel vom Inhalt ausmacht (etwa 90 Seiten), habe ich es drin gelassen. Continue reading „Die fehlende Story“