Die Landung des Starships auf dem Mars

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Es wird mal Zeit, sich mit der geplanten Marslandung des Starships zu beschäftigen. Das tut ja anscheinend keiner außer mir, sonst wäre anderen schon etwas aufgefallen.

Die Grundproblematik ist die gleiche wie für Raumsonden: Der Mars hat eine extrem dünne Atmosphäre. Deren Bodendruck liegt bei „Normalnull“ (mangels Meeren willkürlich festgelegt für den Tripelpunkt des Wassers) bei 6,1 mb. Das entspricht rund 1/170 des Drucks auf Meereshöhe bei der Erde. Die Atmosphäre bremst also weitaus weniger stark ab.

Raumsonden haben stumpfkegelförmige Verkleidungen mit einem hohen Luftwiderstandsbeiwert. Dadurch werden sie gut abgebremst. Bei Auslösung der Fallschirme in niedriger Höhe sind sie jedoch immer noch überschallschnell. Bei Viking waren es z. B. 1.400 km/h. Das erreicht ein Kampfflugzeug bei uns nur mit Nachbrenner. Continue reading „Die Landung des Starships auf dem Mars“

Die Falcon 9 – eine Nachlese (2)

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So und hier folgt der zweite Teil der Nachbetrachtung der Falcon 9, er schließt an den ersten Teil von gestern an. Den ganzen Artikel gibt es auch auf der Website.

Nutzlastverkleidung

Ein einziges System wurde beim Übergang von der ersten zur heutigen Version kleiner: Die Nutzlastverkleidung wurde von 15,24 auf 13,9 m verkürzt. Sie reicht aus für Kommunikationssatelliten in GTO-Bahnen, ebenso wie die meisten kommerziellen Starts in den LEO, da dort selten die maximal mögliche Nutzlast der Falcon 9 ausgeschöpft wird. Wäre dies der Fall, so wäre sie zu klein. Bei Abbildungen der Starlink-Satelliten vor der Verkleidung wird deutlich, dass sie auch hier an die Grenze gekommen ist. Das schränkt, weil die Verkleidung dieselbe ist, den Einsatz der Falcon Heavy ein. Das dürfte auch der Grund sein, warum SpaceX keine Falcon Heavy für Starlink-Transporte einsetzt, obwohl man so dreimal schwererer Nutzlasten transportieren könnte, aber man hat eben nicht den Platz dafür. Continue reading „Die Falcon 9 – eine Nachlese (2)“

SpaceX-Splitter

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Der heutige Blog ist nicht neu, das, was ich schreibe habe ich schon einige Male geschrieben, aber ebenso wie ich zum wiederholten Male Artikel über den Fortschritt oder fehlenden Fortschritt in anderen Webseiten lese, denke ich kann man einiges noch mal aufkochen. Ich will das als eine Folge von fiktiven Fragen und Antworten geben.

Ist das iterative Testen an den Fehlstarts ds Starships schuld?

Jaein. Man muss zuerst mal verstehen, was iteratives Testen ist. Der Begriff kommt aus der Softwaretechnik und ist mir daher wohlbekannt. Bei iterativer Vorgehensweise baut man nicht eine Anwendung, die irgendwann mal komplett fertig ist, sondern zerlegt sie in Module, die man nacheinander programmiert und die dann zusammen die ganze Anwendung geben. Eine Textverarbeitung könnte man in Editfunktionen, Bildschirmdarstellung und Tastaturverarbeitung, Speicher, Drucken, Formatieren etc. unterteilen. Ist ein Modul fertig so wird getestet und dann ist dieses Element abgeschlossen. Letztendlich ist jede Software, die mehr als eine Version hat iterativ entstanden, denn Version 1.x oder 2.0 baut ja auf der ersten Version auf. Continue reading „SpaceX-Splitter“

Nachlese zehnter Teststart Starship IFT-10

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Am Morgen (in den USA noch Vortag) des 27.8.2025 startete nach zwei Tagen Verzögerung das zehnte Starship zum Testflug IFT-10. Wenn man es genau nimmt ist es sogar das 11-te Starship, denn das ursprünglich vorgesehene Starship mit der Seriennummer 26 explodierte bei einem Probecountdown am 18., Juni. So musste das Starship SN37 an seine Stelle treten. Auch die Superheavy mit Seriennummer 26 ist neu.

Ich mache meine Beurteilung nach dem Video auf Youtube. Ich habe aber den Ton abgeschaltet denn das euphorische Kichern und Lob bei den allerkleinsten Fortschritten der Moderatorin geht mir genauso auf die Nerven wie die Hintergrundkulisse aus jubelnden SpaceX Angestellten. Wenn ich also da was versäumt habe, sagt es mir. Eine „dauerhafte Version des Artijkels, mit dem Vorlauf und auch Nachträgen falls es was neues gibt findet ihr auf der Website Continue reading „Nachlese zehnter Teststart Starship IFT-10“

Starship V2 und V3 – eine Abspeckkur ist nötig

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Während noch die Tests des Starship laufen, das ja bisher noch nicht zur Starbase zurückgekehrt ist, also der wesentliche Aspekt für die Pläne von vielen Starts in kurzen Abständen und auch die Wirtschaftlichkeit, testet SpaceX Optionen die Nutzlast zu steigern.

Beim letzten Start flog die Superheavy eine neue Bahn, die mehr Nutzlast bringt. Die Aufgabe ist, die das die Superheavy möglichst wenig Treibstoff brauchen sol,l um zur Startbasis zurückzukehren. Dies ist möglich, wenn die Bahn steiler ist, sie also beim Brennschluss näher an der Starbase ist. Da sobald die Triebwerke aus sind, die Gravitation an ihr zehrt, hat sie nur begrenzte Zeit die Distanz, die sie beim Aufstieg zurückgelegt hat zu egalisieren. Bei Flug 9 führte die neue Aufstiegsbahn mit stärkeren Belastungen zu Beschädigungen, die in der Explosion der SuperHeavy endeten. Continue reading „Starship V2 und V3 – eine Abspeckkur ist nötig“