Abhängigkeiten und Entschleunigung

Zwei Dinge fielen mir in meinem Urlaub auf: Die Berichterstattung über die Aschwolke und ein Bericht bei „Neues“ (3sat). Fangen wir mit dem ersten an: Durch die Aschewolke war der Luftverkehr für einige Tage ausgesetzt. Sicher nicht angenehm vor allem für Leute die dann feststecken und auch die Luftfahrtgesellschaften machen Verluste. Auf der anderen Seite frage ich mich ob dem Ereignis diese Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Schon Morgens im Frühstücksfernsehen ging es los, dann gab es regelmäßig einige Specials über den Tag. War es das Wert? Sind wir schon so abhängig vom Luftverkehr? Meiner Ansicht nach ist z.B. der Ölteppich der nun im Golf von Mexiko auf die US Küste zu schwimmt eine viel größere Katastrophe mit viel länger andauernden Folgen als diese Vulkanstaubwolke. Aber er ist ja 5000 km weit weg und das ist ein prinzipielles Nachrichtenproblem: Wenn es einen nicht tangiert, dann muss ein Ereignis viel gravierender sein um in den Nachrichten zu kommen.

Das zweite war ein Experiment bei „Neues“ – eine Woche ohne Digitaltechnik. Das Ergebnis war skurril. Okay einige Dinge waren schon aufwendig und heute antiquiert, wie das Schreiben von Moderationskarten mit der Schreibmaschine. Aber einen Großteil der Erfahrungen halte ich für übertrieben. so schilderte ein Redakteur eine wahre Odyssee, weil er einen Strafzettel bezahlen musste : Vom Online Konto geht das nicht wegen der computerfreien Woche. Da er nur ein Online Konto hat wären 10 Euro Gebühren fällig wenn er es beim Schalter erledigen will und die Polizei akzeptiert kein Bargeld: Da frage ich mich aber was das mit der Abhängigkeit vom Computer zu tun hat oder mehr Sparen an der falschen Stelle: Ich habe doch nicht nur ein Konto und das ist dann ein online Konto. Schon alleine nicht wegen der geringen Zinsen für Girokonten. (mehr …)

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Die alternative Apollo 17 Mission

Sowohl in den Gene Kranz Memoiren wie auch Chaikins Buch A Man on the Moon findet sich die Passage, dass Harrison Schmidt plante auf der Mondrückseite zu landen und dafür Trajektorien durchrechnen ließ. Dies wurde ihm schließlich untersagt, da die Landeplätze schon festgelegt waren. Aber tun wir mal so als wäre die Frage offen gewesen: Was hätte dafür und dagegen gesprochen?
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GNTM und Mumien

Als Nachlese aus meinem Urlaub heute noch ein weiteres nicht Raumfahrtthema, auf das ich während meines Urlaubs gekommen bin. Ohne stationären PC habe ich etwas mehr Fernsehen geschaut und da sind mir zwei Dinge aufgefallen. Es gab zwei Beiträge über Mumien. Da wurde berichtet wie man durch Kernspin versucht hat mehr über die Ägypter zu erfahren und man an einer Mumie den Lebenslauf rekonstruiert hat – was auch möglich war, da es Belege aus dem Grab gab und der Priester einer Familie angehörte von der man schon mehr weiß. Die Kuratorin des Museums in Kairo wünscht sich auch dass die Mumien der Familie wie von den Verstorbenen gewünscht zusammen kommen. Derzeit sind sie in der ganzen Welt verstreut.

Auf der anderen Seite wurde berichtet wie in der Vergangenheit mit Mumien verfahren wurde. Es fing schon bei den Ägyptern an, wo nicht jeder mumifiziert wurde. Zumindest bei den Katzenmumien (diese waren heilige Tiere im Alten Ägypten) fanden die Forscher oft nur Dreck anstatt Mumien. Später wurden sie zermahlen und als Medizin verwendet – aus dem dunklen Gemisch stammt auch der Name Mumie von den Arabern. In Europa gab es im 19 Jahrhundert das „Schauauspacken“ wobei die Mumie dann entsorgt wurde. Mumien wurden zu Dünger verarbeitet und in Ägypten selbst zum Befeuern von Dampflokomotiven verwendet. Im amerikanischen Bürgerkrieg wurden Mumien exportiert um die Leinenverbände zur Versorgung von Wunden zu verwenden – die darin enthaltenen Keime führten zum Ausbruch einer Cholera Epidemie. (mehr …)

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Die ominösen sp2 und sp3 Konfigurationen

Da ich wahrscheinlich in meinen Aufsätzen noch ein paar mal mit Fachbegriffen um mich werfe, an dieser Stelle eine Erklärung von zweien. Fangen wir mal ganz elementar an. Elektronen halten sich nach den Atommodellen der Physiker in Orbitalen auf. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das sind keine definierten Bahnen und sie haben keine Ähnlichkeit zu den Orbits von Planeten und Satelliten. Man kann sie dann noch nach den Energieniveaus in verschiedenen Schalen anordnen. Daher kommen die Buchstaben: Eine s-Schale ist besetzt mit zwei Elektronen. Es kommt dann die p-Schale mit sechs Elektronen. (Zur Vervollständigung: Es gibt noch die d-Schale mit 18 Elektronen und die f-Schale mit 32 Elektronen (Gesetzmäßigkeit: 2*n²)).

Wenn man in Büchern nachschaut, findet man dann Abbildungen dieser Schalen, wobei diese die Aufenthaltswahrscheinlichkeit angeben. Vereinfacht gesagt, den Raumbereich in dem sich ein Elektron am häufigsten aufhält. Eine s-Schale ist kugelförmig. Eine p-Schale hantelförmig. Jede Schale nimmt maximal zwei Elektronen auf. So gibt es drei p-Schalen die in den drei Raumachsen angeordnet sind (px, py und pz).

Wichtig ist: Für Bindungen stehen nur die äußeren Schalen zur Verfügung, die nicht vollständig besetzt sind. Alle anderen Schalen beteiligen sich nicht an chemischen Bindungen. (mehr …)

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