Eine Nation auf dem Weg zum Weltraumzwerg

Nun hat die russische Akademie der Wissenschaften den vorläufigen Untersuchungsbericht über die wahrscheinliche Versagensursache von Phobos-Grunt veröffentlicht. Es sollen importierte Elektronikbauteile aus Asien gewesen sein, die nicht weltraumqualifiziert waren. Ja, viel peinlicher geht es nicht mehr. Aber vorher waren doch schon die echten Schuldigen bestimmt: Medwedew sprach davon die schuldigen zu bestrafen, was darauf hinausläuft, als hätte jemand bewusst die Mission sabotiert. Das ist natürlich auch voll logisch bei einer rein wissenschaftlichen Mission. Oder Popojewitsch von der russischen Akademie der Wissenschaften der gleich wusste, dass die USA durch Radarstationen die Elektronik der Sonde gestört hatten. Zuerst von Alaska aus, und nachdem selbst Laien anmerkten, dass man bei der Flugbahn  von Alaska aus die Sonde gar nicht stören konnte, weil die ersten beiden Flüge nicht Alaska streifen, war es dann ein NASA-Radar auf den Marschallinseln. Selbst wenn – das Radar wird auch sonst nicht abgestellt, wenn Satelliten es überfliegen. Warum fallen dann andere Satelliten nicht aus? (mehr …)

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Pixelmannia

Zum wiederholten Male (ich hatte mich schon mal damit beschäftigt) heute mal wieder mein Hauptaugenmerk auf Digitalkameras, genauer gesagt ihre CCD/CMOS-Sensoren. Die Problematik ist recht einfach erklärt: Seit es die Sensoren gibt, packt man immer mehr Pixel drauf, auch wenn das nun seit zwei Jahren anscheinend zum Stillstand gekommen ist. Analog, wie der Computer über immer mehr Speicher verfügen muss, hat eine Digitalkamera immer mehr Pixel.

Doch anders, als bei einem RAM-Baustein, kommt es nicht nur darauf an, eine Ladung zu speichern, sondern in endlicher Zeit möglichst viele Photonen, die dann Elektronen aus dem Halbleitermaterial herausschlagen. Je mehr Pixel drauf sind, desto kleiner ist die Fläche jedes Pixels, desto weniger Photonen fallen pro Zeiteinheit drauf und desto weniger Elektronen werden herausgeschlagen. Die Folgen sind drastisch: (mehr …)

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Die Vega: ich freu mich drauf

Am 13.2.2012 steht nun endlich der Erststart der Vega an. Er hat sich ziemlich verzögert, ich habe nochmal in mein Buch Europäische Trägerraketen Band 2 reingeschaut und stand mal ein Datum nach den ersten Planungen von Mitte 2006 …. Entsprechend haben sich auch die Entwicklungskosten verdoppelt. Nun soll er am 13.2. stattfinden. Damit löst sich auch die Frage von gestern auf: Ich bezog mich auf den Namen der Sängerin, die just genauso wie die neue Trägerrakete heist.

Nun über die Vega könnte man viel meckern. Als erstes natürlich dass wir überhaupt keine Rakete brauchen: Als sie endgültig 2003 beschlossen wurde, war klar, dass der Hype mit kleinen Satelliten ja schon vorbei war. Dann wurde sie deutlich teurer als geplant. Anstatt 20 Millionen Dollar sind es nun 32 Millionen Euro, also ungefähr das doppelte. Dann war das Verhalten Italiens, dass praktisch die anderen Staaten erpresste (Austritt aus dem Ariane Weiterentwicklungprogramm, wenn niemand anders die Vega mitfinanziert) auch nicht die feine Art. (mehr …)

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