Die schlechtesten Songs aller Zeiten: IXI: Knutschfleck

Ja bei der neuen Deutschen Welle darf man ab 1982 keine großen Ansprüche mehr an den Text stellen und auch die Musik wird mehr und mehr austauschbar. aber dieses Lied ist doch ein Tiefpunkt: eine eingängige Melodie aus ein paar Akkorden und ein Text der auf das Zielpublikum, pickelige Teenager vor der Pubertät mit zu viel Taschengeld angepasst ist. Es wirklich fast nicht mehr schlimmer.

Trotzdem kam das Lied bis auf Platz 8 bei der Hitparade und hielt sich 16 wochen lang in den Charts. Wer es nicht kennt: Hier zum reinhören. Vorsicht, kann dauerhafte Hirnschäden anrichten!


Morgen geht es dann um Latinomusik, oder zumindest was zumindest deutsche Produzenten dafür halten. Wenn ich noch verrate, dass der Titel bis heute in Stadien als Stimmungsmacher gespielt wird, dann könnt ihr schon ahnen warum es geht.

6 thoughts on “Die schlechtesten Songs aller Zeiten: IXI: Knutschfleck

  1. Ach ich weis nicht, aber ich fand das Lied damals schon lustig und finde es immer noch lustig. Und was spricht eigentlich dagegen, dass es auf ein spezielles Zielpublikum zugeschnitten ist?

  2. Nix gegen die Neue Deutsche Welle.
    in eine zeit wo Schlager und Volksmusik Dominierte
    rollte Trio, Falco, Ideal, UKW, Rheingold und co. Wie ein tsunami durch deutsche Musikszene !

    obwohl „Knutschfleck“ mehr von „Trittbrettfahrer“ verbrochen wurde…

  3. @Hans: Nichts gegen Zielgruppen. Doch das müssen mehr gekauft haben als nur die Zielgruppe. Es gibt ja auch Musik für andere Zielgruppen wie „Join me in Death“ (HIM) für Selbstmörder oder die ganze Volksmusik, nur landet die eben nicht so weit oben in den Charts.

  4. Wer mal richtig interessante NDW-Musik kennenlernen will, dem empfehle ich Zara-Thustra aus München! Stellt euch neudeutsch gewellten Wagner-Pop (!) mit deutschen Texten vor… weit und breit keine E-Gitarre, dafür Waldhorn, Viola, Saxophon, Orchester-Schlagwerk (teilweise mit drei Percussionisten!) und Berge von Synthesizern!

    Drei Alben gab es von Zara-Thustra:
    Eiskalt (1982)
    Psychopoly (1983)
    Ritter der neuen Zeit (1985)

    und NDW zum Abgewöhnen: Neuland! Die üblichen coolen Synthis, ziemlich dünne Arrangements, aber vor allem eine groteske Fehlbesetzung als Sänger, ein leicht bekifft klingender Backgroundchor und dazu Texte, bei denen man fast schon Mitleid hat… und der kreative Kopf der Combo nennt sich allen Ernstes Amadeus Gösebrecht!

  5. Ich war damalsz 16 und habe mir Bands wie Wire, Dead Kennedys, The Wirtschaftswunder, The Del-Byzanteens, Ideal, Radio Free Europe und andere obskure und nach-wie-vor interessante Bands mit den Ohren angeschaut. Und ja, mein deutscher Froind Bernd, auch die Pladde von Neuland hat damals zwischen all dem gut gezeckt. Ich finde sie immer noch nett anzuhören. Wie wär’s denn mit der nicht allzu gewagten Hypothese, Amadeus Gösebrecht sei ein ironisch gemeinter Kühnsdtlernahme gewesen? Da kommste nich von selba drauf, jloob ick.

  6. Oki Bernd, ich sehe zu spät, Du schreibst allein über den grauenhaften Spitzensupidupisong „Knutschfleck“. Der allerdings ist auch m.M.n. fast so schlimm wie die Person“Dieter Thomas Heck“.
    Insoweit bezieht sich mein Beitrag ebend allein auf den Kommentar von Yadgar, dessen Musikgeschmack ich hiermit als dringend überprüfungswürdig anmelde („Wagner-Pop mit deutschen Texten“… ojemine… das klingt wie der Ring der Nibelungen als Stummfilm aus den 20ern… ganz schön komisch in der Nachschau).
    Sorry also pführ das Miszvährstähniss meinerseits.

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