Neuigkeiten

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Da es so still geworden ist, will ich mal wieder was kurzweiliges einstreuen. Also erst mal würde ich mich über Rückmeldungen zu den Ernährungsthemen freuen, zumindest zu den Fragen die beantwortet werden. Der der sie gestellt hat kann ja anmerken ob sie ausführlich und richtig (im Sinne der Fragenstellung) beantwortet wurden.

Die Bücher treiben mich derzeit um. Ich bin gerade beim Nachkorrigieren der ersten Rücksendung des ersten Korrektors. Obwohl ich wie das zweimal „erste“ andeutet erstmals seit drei Jahren das Manuskript geteilt habe und parallel bearbeiten lasse, wird es nicht mehr zur Landung des MSL fertig werden. Ich werde noch die Landung hinzunehmen. Schon jetzt habe ich noch einige Details bei der Landung die nun erst bekannt wurden ergänzt und die beiden inzwischen erfolgten TCM hinzugefügt. Zusammen mit einem erweiterten Abkürzungsverzeichnis hat es das Manuskript schon um 9 Seiten verlängert.

Das Diätbuch werde ich danach (so am Wochenende) weiter durchlesen, da bin ich bei der vierten Überarbeitung, da Arne der es als Erstes bekommt derzeit im Urlaub ist. Aber auch beim vierten Mal fangen mir noch doppelte Erwähnungen und umständliche Sätze auf.

Wie die Fragen zeigen arbeite ich parallel an der Rohfassung des nächsten Buchs „Was sie schon immer über Lebensmittel nicht wissen wollten“ (wer einen besseren Titel hat möge sich melden). 130 Seiten habe ich bisher, für mindestens 200 Seiten habe ich Fragen, wahrscheinlich sogar für 250. Als Nebeneffekt ist auch der Lebensmittelbereich auf der Website in dem die beantworteten Fragen auch landen in 6 Wochen um ein Drittel vergrößert,.

Heute morgen würde mir bewusst wie doof ich es doch mache. Ich war beim Frisör und musste warten und da lag „die neue Post“, da ich auch meinen MP3-Player vergessen hatte habe ich drin gelesen. Das Muster das war mir nach zwei bis drei „Artikeln“ klar ist einfach. Man nehme eine kleine Tatsache, eventuell zwei, die man in 1-2 Sätzen sagen könnte, bei einem Artikel über Heidi Klum und Seal wohl die das Seal in Australien mit den Kindern fotografiert wurde und das Sorgerecht noch nicht geregelt ist. Das umkleidet man mit allgemeinen Nachrichten und vielen Fragen (musste Heidi ihre Kinder abgeben? Ist sie deswegen traurig? Wie kann man Kinder auf eine 12.000 km weite Reise mitnehmen?) und füllt das ganze dann noch mit etwas Bla Bla und vielen Bildern, vor allem aus dem Pressearchiv.

Seit ich schreibe und weiß, wie viel Arbeit es ist eine recherchierte Seite im Reinen zu haben, also nicht nur Sachen aus dem Kopf mal schnell runter zu tippen, sondern die ganzen Tatsachen zusammenzutragen, gegenzuchecken und um Details zu ergänzen werde ich bei solchen Artikeln neidisch, zumal wegen der vielen Fotos der Textanteil minimal ist. Also auf dem Niveau könnte ich wahrscheinlich jede Woche den kompletten redaktionellen Teil der neuen Post füllen.

Das schlimme – damit verkauft man nicht nur viel mehr Exemplare, weil die Zahl der potentiellen Käufer viel größer ist, sondern man bekommt auch viel mehr Lob, weil das Publikum unkritischer und weniger vorinformiert ist. Ich sollte Boulevard-Journalist werden. Aber ich kann das nicht. Ich habe ja schon bei meinem Büchern ein schlechtes Gewissen, weil sie systembedingt (Print on Demand) so teuer sind und versuche dem durch kleine Schriftgrößen, kleine Ränder und nur S/W-Abbildungen die ich meistens in halb leere Seiten rein quetsche entgegenzuwirken. Mit einem zu flachen Buch würde ich wahrscheinlich das Gefühl haben meine Leser zu betrügen. Vor allem aber denke ich könnte ich ein bestimmtes Niveau nicht unterscheiden, irgendwann tut das Vereinfachen und Weglassen einfach weh.

So zuletzt noch ein Eintrag bei den schlechtesten Songs aller Zeiten. Es handelt sich um die „House Music“ aus den Achtzigern, die uns monotone Synthesizerlieder mit Samples bescherten, also ich meine so was wie „Theme from S-Express“, „Pump up the Volume“, „The Only Way Is Up“  oder „This is a journey into Sound“. Es gab auch mal einen deutschen Ableger, wie „Okay“, sinnigerweise von der Gruppe Okay. (Oder Electric Salza von Off.

Beim nächsten Mal geht es um die Leider einer deutschen Gruppe, die allesamt Schrott sind. Ihr dürft mal raten welche. Ein Tipp: Die Gruppe löste sich zweimal auf und war auch zweimal kommerziell sehr erfolgreich. Die Musik ist trotzdem würg….

Also für alle, die eine Vorlieber für Synthesizer haben und gerne selbst Musik machen als Vorlage:

[http://www.youtube.com/watch?v=eGPhUr-T6UM]

Pump up the Volume

[http://www.youtube.com/watch?v=OGHMjar1WrA]

Okay

[http://www.youtube.com/watch?v=LK6wglhklKg]

Electric Saca

 

Dürfte heute mit Programmen eher eine Frage von einer Stunde sein, so einen Hit zu machen….

7 thoughts on “Neuigkeiten

  1. Moin,

    leider muss ich sagen: Bernd – von Musik hast Du keine Ahnung.

    „This is a Journey into Sound“ ist eine der geilsten Scheiben, von 1958.

    http://www.youtube.com/watch?v=DEJaqc28eZQ

    *ok* Ich gebe zu: Mainstream Musik aus den 70ern und 80ern wird nicht dadurch besser, dass ein 4 to the Floor drunter gemixed wird. Und wenn Du Musik im Radio hörst ist es unwahrscheinlich gute Musik zu hören (wenn nicht gerade ein Klassik oder Jazz Sender an ist), und fast unmöglich gute elektronische Musik zu hören, weil im Radio zu 99.9% nur Musik von 5 (*aehm* inzwischen nur noch 3) Plattenlabels läuft. Das macht die GEMA/ASCAP Abrechnung einfacher.

    Gute elektronische Musik ist leider nicht radiotauglich. Zum einen da in elektronischer Musik keine 3 Minuten Lieder normal sind, sondern eher durchlaufende Mixes von einer Stunde und länger. Zum andern würde die GEMA/ASCAP Abrechnung eines solches Mixes mehrere duzend Seiten Papier umfassen. (Es gab da mal nen Spasskeks/Künstler, der seine Abrechnung per Lastwagen bei der GEMA abgeliefert hat 😉

    ciao,Michael

  2. Moin,

    > Dürfte heute mit Programmen eher eine Frage von einer Stunde sein, so einen Hit zu machen….

    Ich habe 1986 eingesehen, dass meine Künste auf dem Bass gerade mal für eine Punk Band reicht, und mache seitdem Konzertmanagement, Tourbegleitung, Promotion und Produktion. In diesen 26 Jahren habe ich drei Bands in die Charts gepushed: eine Englische Agit-Pop Band, eine Krefelder Irish-Punk Band, und eine Hamburger Hands-Up Band. Alle drei Bands hatten damals unerhörte Musik gemacht, und waren vor allem in ihrer Live Performance unvergleichlich.

    Wenn Du nicht gerade Pusher eines der drei Major Labels bist, ist es sehr schwer Musik in den Charts unterzubringen. Vorher brauchste meist drei Touren mit vollen Konzertsälen, um überhaupt im Radio in die Rotation zu kommen.

    Wenn Du jedoch Promoter einer der drei Majors bist, ist es möglich jeden Scheiß in die Rotation zu bekommen. Aber die drei Majors und die Radio Sender basieren ja auch auf der Idee „Esst mehr Scheiße, Millionen Fliegen können nicht irren“, die insbesondere bei Musik sehr gut funktioniert, weil Hörgewohnheiten und Ohrwürmer, die einfache Musik bevorzugt.

    ciao,Michael

  3. Alternativer Titel für’s Lebensmittelbuch: „Was Sie über Lebensmittel eigentlich nie wissen wollten… – Oder doch?“ Das „eigentlich“ könnte man auch weg lassen.

    Niveau von Büchern: Es ist ja nicht so, dass alle Leute mehr oder weniger niveauloses Zeugs erwarten. Nur ist die Zielgruppe der Neuen Post und ähnlichen Druckwerken wahrscheinlich auch gar nicht an tiefgründiger Information interessiert, weshalb das ganze recht Oberflächlich bleiben kann. Und ansonsten liesst man ja immer wieder, das Journalisten heut zu Tage auch eher Unterbezahlt sind und für vernünftige Recherche meisst keine Zeit haben. Oder, wenn es um Politik geht, haben sie oft die Meinung ihrer Vorgesetzten zu verbreiten, weil sie (bzw. ihre Arbeitgeber) in „Meinungsbildene Kampangen“ (auch zur gezielten Desinformation oder Ablenkung von bestimmten Themen) eingebunden sind. Da beissen sich also prinzipiell verschiedene Ansprüche.

    Was die Musik angeht: Von „Electrica Salza“ von Off hab ich mir damals sogar die Single gekauft und den Titel von „Okay“ finde ich auch genau das. („Also das allerschönste was Füsse tun können…“) Und Modern Talking? – Nun ja, daran scheiden sich die Geister. Es gibt da zwei oder drei Lieder, die kann ich mir öfter anhören. Aber wenn wir schon bei Bands sind, wo fast alles gleich klingt: wie wäre es denn mal mit „X-PERIENCE“?

  4. @Michael K.
    Ich beziehe mich auf die Version aus den achtzigern. Leider habe ich sie nicht bei youtube gefunden bzw, die GEMA verhindert das abspielen.

    Über Musikgeschmack kann man streiten. So lasse ich gerne auch Hans Vorlieben gelten. Mit den Musikrichtungen die Du aufzählst kann ich zumindest nichts anfangen. Was einem gefällt ist eben subjektiv und so auch die Liste der schlechtesten Songs.

    An diesem Blog kann jeder mitarbeiten. Auch Arne hat ja schon einiges zur technischen Seite der Musikproduktion geschrieben. Warum schreibst Du dann nicht einen oder mehrere Gastbeiträge über Produktion und Promotion?

  5. @Michael K: Interessant, hier noch so jemanden zu treffen.

    Also bist Du vermutlich auch di.fm-Hoerer? Denn das ist ja wohl die internationale Referenz fuer „Musik, die zwar gut ist, aber die wirklich NIEMAND auf der Welt hoert“ 😉 Ich bevorzuge da den Progressive-Channel, und wenn da mal Muell laeuft, schalt ich auf Trance, wobei da leider oft auch Kirmes-Musik kommt…

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