Geht zur Wahl!

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Am Freitag kamn nach der Heute Show noch eine Diskussion von Log.in, das sonst nur auf ZDF Neo kam. Es ging darum ob man zur Wahl gehen sollte oder als Protest nicht wählen sollte. Da gab es auch eine Zuschauerabstimmung und mit 84% gewann die Befürworterin des Wählens. Ich kann ihr nur zustimmen: Nichtwählen ist kein Protest. Sie argumentierte aber falsch, sie meinte die Nichtwähler würden auf die anderen Parteien verteilt, nein die Nichtwähler gibt es überhaupt nicht!. Wenn in ganz Deutschland nur einer Wählen würde, dann hätte die Partei 1005 und alle anderen Parteien wären nicht im Parlament. Das ist genauso wie in früherer Zeit als Frauen nicht wählen dürften (noch vor 100 Jahren so), ohne nur Wohlhabende oder nur Männer mit Bürgerrecht (Antike). Im Extremfall hatten da 90% der Bevölkerung keine Stimme.

Wer seinen Protest ausdrücken will, und dem fällt gar keine Partei ein mit der er konform geht, bzw. er will keine radikale Splittergruppe stärken, der kann auch „die Partei“ wählen. Das ganze wurde von Titanic Redeakteuren gegründet und sieht sich als Realsatire, wie auch ihr Fernsehspot beweist.

Also geht zur Wahl!

 

 

3 thoughts on “Geht zur Wahl!

  1. Moin,

    es sieht so aus als wäre Schwarzgeld am Ende. Der Absturz der FDP ist doch recht extrem. Zugelegt hat nur die große Koalition, alle kleinen haben Federn gelassen, und vermutlich sind 17.5% der Stimmen für die Tonne gewesen, dank der 5% Hürde.

    Die 17.5% sollten dann eigentlich zu den Nichtwählern, wenn auch unfreiwillig, dazugerechnet werden.

    ciao,Michael

  2. Extrem ist es schon, dass gleich zwei Parteien so knapp an der 5-Prozent-Hürde scheitern. Mal schauen, was das amtliche Endergebnis sagt, und ob es eine Nachzählung gibt.

    Ansonsten zeigt das Ergebnis, dass die Bürger anspruchsvoller geworden sind. Wenn eine Partei „mehr Wettbewerb“ und „weniger Steuern“ verspricht, dann aber selektiv nur Hoteliers (MwSt-Senkung) und Ärzte (u.a. Nicht-Senkung der Krankenkassenbeiträge, während aufgrund der besseren Beschäftigungslage die Beiträge für Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung gesenkt werden konnten) fördert, dann stürzt sie auch zu Recht in der Wählergunst ab. Einbrüche gab es auch bei den „Grünen“, die ihr Kernthema zugunsten von Steuerpolitik (u.a. Reduktion des Ehegattensplittings) und Bürgergängelung („Veggie Day“ in Kantinen) aufgegeben haben.

    Kai

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