Neue Ausrüstung für die Bundeswehr

Vor wenigen Tagen hat „Flintenuschi“ von der Leyen den letzten Statusbericht („Weissbuch„) über die Bundeswehr veröffentlicht, der ihrer Ansicht nach voll positiv ist. Journalisten halten die Bundeswehr aufgrund diverser Vorfälle und Negativmeldungen nicht mehr für einsatzbereit. Die Bundeswehr hat tatsächlich eine Reihe von Problemen. Die Ausrüstung ist noch größtenteils auf den im Kalten Krieg erwarteten Konflikt ausgelegt: Um feindliche Panzerarmeen und Luftstreitkräfte abzufangen, die geballt einen Angriff starten. Das letzte Jahrzehnt, die Konflikte in Afghanistan, Lybien, Syrien und nun der Kampf gegen die IS zeigen, aber das man heute eine andere Armee braucht, die fertig wird mit hoch mobilen, leicht bewaffneten oder mit gekaperten Waffen ausgerüsteten Milizen oder auf See Piraten mit Infanztrewaffen. Da nützen Leopard II gar nichts und Eurofighter nur wenig (er ist vorwiegend als Jagdflugzeug ausgelegt). Die benötigte Ausrüstung, vor allem mehr leichte und bewegliche Mannschaftstransporter, Hubschrauber ist zwar bestellt, kommt aber kaum zur Truppe. Stattdessen hat man noch nach dem Mauerfall Rüstungsprojekte angeschoben, die noch im kalten Krieg geplant wurden wie den Eurofighter, die U-Boot Klasse 212A oder Airbus 400 und deren Nutzen bei den heutigen Konflikten fraglich ist. (mehr …)

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Gedanken zu GoogleSpaceX und OneWeb

Ich bekam eine Mail, in der ich aufgefordert wurde mich mit den sogenannten „Nanosatelliten“ zu beschäftigen. Darunter versteht der Schreiber die Konzepte von OneWorld und GoogleSpaceX. (steht hier in diesem Artikel für den Plan von Google mit SpaceX als Auftragnehmer ein Satellitensystem aufzubauen). Mal abgesehen davon dass Bezeichnungen wie „Nanosatelliten“ sich auf eine Gewichtsklasse beziehen und nicht auf eine Missionsauslegung (es gibt mit derselben Masse auch Erdbeobachtungssatelliten und Forschungssatelliten) heißt die Klasse von über 50 bis 300 kg eigentlich Mikosatelliten. Zumindest definiert Arianespace das in ihren Usermanual so. (mehr …)

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Ein Vorschlag für USAF, NASA und ESA

Der Prozess von SpaceX gegen die Air Force hat ja ein Thema wieder in den Fokus gebracht: die steigenden Startpreise. ULA hat ja schon darauf reagiert, als Elon Musk sich polemisch auf sie eingeschossen hat und verwiesen darauf, dass ihre Träger gar nicht so teuer sind, nur die Starts sind es. Auch SpaceX hat schon die Erfahrungen gemacht: Während man eine Falcon 9 auf der Website für 61,2 Millionen Dollar anbietet, zahlt die NASA für den Start von JASON-3 83 Millionen Dollar (noch abgeschlossen als die Falcon 9 noch 54 Millionen kostete), dieses Jahr kam TESS dazu für 87 Millionen Dollar. Bei der Air Force ist es noch teurer, der Start von DSCOVR kostet 97 Millionen Dollar. (mehr …)

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Krimis im Wandel der Zeiten

Seit Anfang des Jahres wiederholt ZDF Neo Columbo, Gelegenheit für mich die Folgen nochmals anzuschauen. Columbo ist keine typische Fernsehserie, das zeigt schon das es 68 Folgen in dreißig Jahren gab. Mir gefällt vieles daran. Die Figur des Inspektors, die ja zumindest kleidungsmäßig auf Schimanski abfärbte, aber eben auch dass es nicht um das übliche Action-Spektakel mit Schießereien und Verfolgungsjagden handelt, das damals in US-Krimis üblich war. Die Filme sind auch sehr ruhig, während man heute ja wie ein Schießhund aufpassen muss, weil Action gefordert ist. Was mir auffiel ist das Columbo im klassischen Sinne niemals den Täter überführt. Er kann ihm nicht den Mord beweisen, es läuft meistens darauf hinaus, das er ihm Widersprüche aufzeigt oder Beweise findet, die ihn mit der Tat zusammenbringen. Der damit konfrontierte gibt auf, anstatt dass er es auf einen Indizienprozess ankommen lässt, denn er vielleicht sogar gewinnt, weil die Beweise oft sehr dünn sind. In einem Fall „Wein ist dicker als Blut“ fragt Columbo den Täter sogar „Werden sie gestehen?“ denn den Mord kann er ihm nicht nachweisen. (mehr …)

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Der wohl wichtigste Falcon 9 Start

– zumindest meiner Meinung nach – findet morgen statt. Von Vandenberg aus wird eine Falcon 9 die Raumsonde DSCOVR starten. An diesem Start ist einiges außergewöhnlich. DSCOVR wurde als Tirana schon 1998 geplant. Ausgangspunkt der Initiative war die Vorstellung des damaligen Vizepräsidenten Al Gore, das ein dauerndes Lifebild der Vollerde den Umweltschutzgedanken fördern könnte. Er war beeindruckt von den Aufnahmen von Apollo 17, die erstmals die Vollerde als „Blue Marble“ zeigten. Die NASA sollte eine Raumsonde entwickeln, die genau dies macht. Damit dies geht, muss sie im Librationspunkt L1 positioniert sein. Das Projekt wurde jedoch zu teuer und bald gab es auch Kritik an der Konzeption als „enorm teuren Bildschirmschoner“. Die NASA lagerte die Raumsonde dann 2002 ein. Einige Jahre später überprüfte man die Systeme und suchte nach einem Weg sie trotzdem noch zu starten. Es traf sich gut das eines der Instrumente die solare Partikelstrahlung überwachte. Die NOAA nutzte seit 1997 den ACE Satelliten um Frühwarnungen im Falle eines Sonnensturms abzugeben. DSCOVR versprach hier eine preiswerte Ablösung des alternden Satelliten, denn es fehlte nur noch ein Start. Die USAF wiederum suchte einen Weg, dem politischen Druck nachzugeben SpaceX Aufträge zu erteilen, ohne dass man das Risiko hatte eine wertvolle Nutzlast zu verlieren. Da traf es sich gut, das DSCOVR eigentlich fertig war, aber man bei der NASA nicht das Geld für einen Start hatte. So hat die Raumsonde drei Väter: Die NASA hat die Raumsonde gebaut, die USAF führt den Start aus und finanziert ihn und die NOAA betreibt die Sonde und finanziert den laufenden Betrieb. (mehr …)

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