Das Ende einer Ära

Am Samstag lief die letzte Wetten Dass Sendung mit Thomas Gottschalk. Es war die einzige Sendung, die mich noch so lange vor den Fernseher fesseln konnte. Man konnte sicher viel über die letzten Sendungen sagen. Die Gespräche wurden flacher. Mehr und mehr ging es um das Präsentieren von neuen Filmen oder CD’s. Die verlorenen Wetten resultierten nicht mehr in wirklichen Herausforderungen für die Wettpaten.

Aber eines ist unumstritten: es war die letzte richtige Samstagabend-Unterhaltungsshow. Es gibt unter meinen Bloglesern ja etliche in meinem Alter. Die können sich sicher noch erinnern, dass früher die Samstagabendshow ein fester Bestandteil des Abends war. EWG, Das laufende Band, Auf Los gehts Los. Heute dominieren Casting Shows, Chart-Shows oder Quiz Shows. Die breite Unterhaltung ist ein Auslaufmodell und ich denke auch Wetten Dass war die letzte Sendung die erfolgreich war. Frank Elsner, von dem die Idee stammt hat ja auch später neue Shows ausgedacht, aber keine hat sich durchgesetzt. (mehr …)

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Vergleichen wir mal….

Vergleiche sind toll. Es gibt ganze Vergleichsportale, wo man Dinge vergleichen kann oder erfahren kann, wo man etwas am günstigsten bekommt. Was man nicht vergleichen kann, sind Kosten in der Raumfahrt. Hier mal ein persönliches Vergleich.

  • Die ISS Beteiligung kostet die ESA jährlich 300 Millionen Euro. (Quelle)
  • Dazu kommt noch ein ATV Start pro Jahr. der letzte kostete 450 Millionen Euro. (Quelle)
  • Dafür darf die ESA alle zwei Jahre einen Astronauten für 180 Tage zur ISS schicken. Dort arbeitet die Crew von sechs Astronauten 160 Stunden pro Woche an Experimenten. (Quelle)
  • Ein kleiner Forschungssatellit, wie Cryosat 2 kostet 140 Millionen Euro. (Quelle)
  • Ein aus dem Ruder gelaufenes ambitioniertes Forschungsprojekt wie Exomars wurde 1 Mrd. Euro teuer. Es ist wahrscheinlich, dass es wegen der hohen Kosten eingestellt wird. (mehr …)

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Die „Roberts“ und „Susans“

Kürzlich hatte ich ein eintägiges Didaktikseminar. Dabei wurde uns dieser Film gezeigt. Er stellt zwei Studententypen vor: Die „Susan“, die am Stoff interessiert ist, die Vorlesung aktiv mit verfolgt, den Stoff nachbereitet und reflektiert und den „Robert“ Typ, dessen wichtigstes Ziel es ist, mit möglichst wenig Aufwand einen Abschluss zu erreichen. Interesse am Studium? Zumindest nicht am Lernen, mehr an dem Studentenleben.

Der Film meint dann, man könnte die „Roberts“ zum Lernen bewegen, indem man sie mit „Susans“ in Gruppen steckt und den Stoff/Klausuren so aufbereitet, das zum Bestehen nicht nur Kennen und Verstehen nötig ist, sondern auch das Anwenden. Ich bin da skeptisch, denn es gibt ja noch eine zweite Richtline, und zwar die, dass der Durchschnitt aller Klausurnoten politisch gewollt 2,5 betragen soll. Das bedeutet, man kann die „Roberts“ nur begrenzt durchfallen lassen, obwohl sie mittlerweile mehr als zwei Drittel aller Studenten stellen. Noch schlimmer: Nach diesem Film nimmt die Anzahl der Roberts laufend zu. Vor 30 Jahren gab es weitaus mehr Susans als Roberts und nun hat sich das Verhältnis umgekehrt. Das ist auch meine Beobachtung. Ich habe ja die Gelegenheit drei verschiedene akademische Systeme kennenzulernen. Beim ersten Studium eine Uni, beim zweiten und der nachfolgenden Berufstätigkeit eine Fachhochschule und nun als Dozent eine Duale Hochschule. Das Niveau ist laufend gesunken. Sowohl was ich an Interesse, Eigeninitiative und Vorbildung bei den Studenten feststelle, wie auch dem Anspruch der Lehre.

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