Fehler

Als ich vor zwei Tagen den Link zu Matthias Gründers Buch SOS im All einfügte, fiel mein Blick auch auf die Kritik die nur einen Stern hatten. In beidem monieren die Autoren fehlende Sachkenntnis. Nun ja fünf Sterne würde ich dem Buch auch nicht geben, aber mehr als einen bestimmt. Die Frage ist: Kann man ein fehlerfreies Buch schreiben, oder wahlweise einen fehlerfreien Web-Aufsatz. Und was sind Fehler?

Fangen wir mal mit der ersten Frage an: Ich meine nicht das es von einem einzelnen möglich ein größeres Dokument fehlerfrei zu erstellen. Selbst in Lexika mit größeren Redaktionen, in denen Beiträge später nochmals gesichtet werden finden sich welche, wie schon die ct vor Jahren mal beim Vergleich von verschiedenen Online Enzyklopädien feststellte. Bei einem größeren Buch ist es noch schwieriger. Es ist ja nun mal nicht so, dass man jeden Satz den man schreibt nachrecheriert. Sonst würde man selbst für kurze Dokumente Ewigkeiten brauchen. Vieles schreibt man aus dem Gedächtnis, weil man meint so wäre es richtig oder man greift auf eigene Unterlagen und Zusammenfassungen zurück. Das eigene Gedächtnis kann aber trügen und nicht jeder kann wie Gene Kranz auf Mitschnitte alles Gesagten in Mission Control zurückgreifen um seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Ich glaube gegen solche Fehler ist man fast machtlos, weil man sie selbst nicht bemerkt. Da kann man nur hoffen, dass man gute Korrekturleser oder Lektoren hat. Bei einigen Dingen, wie z.B. Zahlenangaben / technische Werte ist zumindest es recht einfach sie nachzuprüfen. Bei Umschreibungen oder Beschreibungen ist das sehr viel schwieriger. (mehr …)

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Die Sternstunde der NASA

Am Sonntag kam auf 3sat die Weiderholung von Apollo 13, die ich mir immer wieder gerne anschaue obwohl ich sie schon gut kenne. Berücksichtigt man die künstlerischen Freiheiten so orientiert sie sich ziemlich gut an Jim Lovells gleichnamigen Buch. Da fiel mir ein Spruch von Gene Kranz auf (Nein nicht das berühmte „Failure is not an option“, das auch seine Autobiographie ziert) sondern, als andere NASA Verantwortliche darüber debattieren wie die Mission gescheitert ist und welche Auswirkungen das auf das Apollo Programm hat. Da sagt der Schauspieler: „Meine Herren mit Verlaub, das ist eine der Sternstunden der NASA“.

Es ist in der Tat kein Zufall, dass Apollo 13 die bisher (in der Besetzung) hochkarätigste und erfolgreichste Verfilmung des Apolloprogrammes ist, oder wie schon während des Fluges von Apollo 13 eine Laufschrift auf dem Times Square lautete: „Moonshot life and Death Drama“. Die NASA konnte die Astronauten retten, auch wenn die Mission scheiterte. (mehr …)

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Hätte man Skylab retten können?

Beim Suchen über Material über Skylab lese ich gerade auch in Matthias Gründers Buch „SOS im All„. Dort schreibt er das die NASA eine technisch mögliche Rettung von Skylab durch eine Sojus aus politischen Gründen abgelehnt haben. Mich wunderte nur, dass ich niemals sonst was davon gehört habe. Das verwundert auch nicht, denn anders als Gründer schreibt war es nicht technisch möglich.

Ich habe mich ja mit der Sojus schon für das ATV Buch beschäftigt und ein Problem der ersten Generation, die damals noch eingesetzt wurde, war der begrenzte Treibstoffvorrat. Bei Apollo-Sojus machte die Apollo fast alle Kurskorrekturen und später gab es noch im Saljut Programm das Problem, dass wenn eine Ankopplung nicht beim ersten oder zweiten Versuch klappte die Besatzung wegen Treibstoffmangel zur Erde zurückkehren hätte müssen. Nun wäre die Sojus durch den für das Apollo Sojus Testprojekt entwickelten Kopplungsadapter noch schwerer gewesen – da wäre schon das Ankoppeln schwierig, geschweige denn das viel Treibstoff für das Anheben der Station übrig geblieben wäre. (mehr …)

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Private Raumfahrtfirmen bringen es nicht!

Gestern stieß ich auf diesen Artikel beim Space Review, der wiederum eine Antwort auf diesen Artikel, eine Woche zuvor ist. Beide Artikel zeigen recht gut wie man Zahlenmaterial missbrauchen kann je nachdem wie es einem in den Kram passt. Der erste Autor nimmt z.B. von Daten die SpaceX veröffentlichte gerade mal die die ihm in den Kram passen und der zweite Autor rückt diese ins rechte Licht indem er ein paar Fragen dazu stellt. Ich empfehle die Lektüre, bevor sie hier weiterlesen.

Das ist übrigens recht symptomatisch für die Befürworter irgend einer These. Sei suchen sich das Zahlenmaterial aus, das ihre Meinung unterstützt oder sie vergleichen schon mal Äpfel mit Birnen. In diesem Falle die Computerindustrie mit der Raumfahrtindustrie oder eine Rakete für bemannte Einsätze mit einer für unbemannte. (mehr …)

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