Die optimale Rakete

Eine Konsequenz der Raketengrundgleichung ist, dass abhängig von der nötigen Endgeschwindigkeit unterschiedliche Stufenverhältnisse herauskommen, wenn die Startmasse minimal sein soll. Bei Trägern mit ungefähr gleichen spezifischen Impulsen, ist die beste Lösung die wenn die einzelnen Stufen jeweils den gleichen Bruchteil der benötigten Geschwindigkeit aufbringen. Bei unterschiedlichen spezifischen Impulsen sollte die mit dem höheren auch einen höheren Anteil erbringen.

Die Trägerrakete mit der niedrigsten Startmasse ist daher zumindest bei gleichen großem spezifischem Impuls leicht zu berechnen: Man teile die Endgeschwindigkeit durch die Anzahl der Stufe und erhält die pro Stufe nötige Endgeschwindigkeit. Aus dieser kann man das Voll/Leermassenverhältnis errechnen. Daraus kann man iterativ ausgehend von der letzten Stufe die Startmasse berechnet werden, indem man eine Schätzung der Voll/Leermasse macht, das Voll/Leermasseverhältnis der letzten Stufe bestimmt, darauf basierend eine bessere Schätzung bis man das ideale Voll/Leermasseverhältnis der letzten Stufe errechnet hat. Dann wiederholt man dies bei der nächsten Stufe usw. (mehr …)

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Heidi hör auf!

Derzeit schaue ich mir die Wiederholung der ersten Staffel von GNTM auf Sixx an. Der Sender ist sehr zu empfehlen, für alle die alte Pro7 Inhalte ansehen wollen – es gibt nur Werbung nach den Sendungen aber keine Unterbrechungen. Ich habe diese Format ja erstmals bei der letzten Staffel angesehen, als eine Arbeitskollegin meinte das wäre Trash Fernsehen vom Feinsten – wenn man es nicht ernst nimmt kann man sich wirklich über die Sendung totlachen. (mehr …)

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Der heutige Musiktipp / Nichts neues im Westen

Nachdem ich in den letzten Tagen recht viel gepostet habe, möchte ich heute mal etwas kürzer treten. Rund ums Haus sollte mal mit dem Hochdruckreiniger sauerb gemacht werden (mit dem Gerät machts echt Spass) und ich möchte auch ein Skript für meine Vorlesung fertigstellen.

Ich habe um mehr Leute auf meine Bücher aufmerksam zu machen jetzt jeweils in den entsprechenden Seiten (über Raketen und Lebensmittelchemie) einen kleinen Text eingeschlossen der auf die Bücher zum Thema hinweist. Was haltet ihr davon? Zu aufdringlich?

An dieser Stelle möchte ich auch alle bisherigen Leser bitten wenn möglich eine Kritik bei Amazon & co abzufasen, da wahrscheinlich sich viele nach den Kritiken richten. Ich lese sie mir zumindest immer vor einem Kauf durch. So schlecht können die Bücher nicht sein. Bislang waren die meisten Kritiken sehr positiv und es scheint auch keinen Gebrauchtmarkt zu geben. Zumindest ist das Buch gebraucht teurer als neu, was etwas seltsam ist (Widmungen von mir können es nicht sein, denn es gibt nur zwei gewidmete Exemplare). Ich würde mich auch über Rückmeldungen per Email freue. Bislang ist das Echo wie bei der Website eher mau. Ich glaube die Mails könnte ich an einer Hand abzählen. (mehr …)

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Nachlese zum Falcon 9 Jungfernflug

Eigentlich hatte ich erwartet, nach dem Jungfernflug gäbe es nun etwas mehr Informationen über die Falcon 9 und den Flug. Aber erst heute taucht ein Statement im typischen SpaceX Stil auf. Dieser SpaceX Stil – keinerlei Daten, gemischt mit falschen oder fragwürdigen Vergleichen, meistens auf Basis falscher Daten finde ich nervig. Kein Wort davon, dass der Orbit falsche Parameter aufweis, kein Wort von dem starken Rollen zum Ende des Betriebs der zweiten Stufe und das gefährliche Rollmanöver direkt nach dem Start.

Eigentlich hätte ich mehr Jubel, stolzes Präsentieren von Performancewerten wie der Nutzlast oder Orbitparametern erwartet. Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Bei Arianespace kann jeder bei den Übertragungen in Realzeit den Plot der Aufstiegsbahn sehen, auch wenn es keine Onboardkamera gibt, was sicher auch da interessant wäre.

Mich macht so was stutzig. Vielleicht ist einiges mehr nicht nach Vorschrift gelaufen. Vielleicht deutet das fehlende Eingehen der Kommentatoren auf die Anormalien darauf hin, dass sie bekannt waren – und man im Zeitdruck startete um wenigstens etwas vorweisen zu können. Elon Musk als Finanzier fällt ja aus. Er ist ja nun pleite und die Firma ist darauf angewiesen dass sie möglichst bald weitere Gelder von der NASA bekommt. (Was ja so gern bei der Diskussion um „private“ Firma vergessen wird: Die Firma hat nach Angaben von Elon Musk bisher 350-400 Millionen Dollar in die Entwicklung der Falcon 1+9 gesteckt. Von der NASA bekam sie bisher 349 Millionen Dollar. Dazu kommen noch die beiden von der Air Force finanzierten ersten beiden Starts der Falcon 9 in Höhe von 14 Millionen Dollar. Investoren haben also den kleinsten Teil der Summe aufgebracht (Elon Musk, der wahrscheinlich den größten Teil beisteuerte, steht für 100 Millionen Dollar. Nur: das ist eine Vorfinanzierung. Dem müssen nun auch Flüge folgen. Es gilt also recht schnell im Zeitplan vorranzukommen. Diese Zahlungen sind auch die Ursache für die drei letzten Jahre mit positiver Bilanz. Man sollte vielleicht als Vergleich mal den Konkurrenten OSC benühen, der vond er NASA weniger Geld für die Taurus II bekommt und nicht so hochgejubelt wird). (mehr …)

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Geschichte ist nicht logisch – auch nicht Technikgeschichte

Ein Argument, dass ich immer wieder hören, wenn Leute verunsichert sind durch die Argumente der Moonhoaxer, ist dass es nicht verständlich ist, warum die NASA die Mondlandungen so plötzlich einstellte – ohne Nachfolgesystem (das Shuttle war erst neun Jahre später flugbereit) ja sogar ohne die Hardware überhaupt zu nutzen, die 1969 fest bestellt wurde. Bis heute stehen zwei unbenutzte Saturn V als Ausstellungstücke herum – es sind keine Mockups, sondern Flugexemplare. Auch Mondfähren und CSM hatte die NASA genug auf Lager.

Das alles geschah ja nicht freiwillig, denn der Kongress kürzte ab 1969 der NASA kräftig die Mittel. Sie hatte keine andere Wahl als sparen. Gelohnt hat es sich nicht: Vor der ersten Mondlandung hatte die NASA 21,3 von rund 25 Milliarden Dollar ausgegeben. Die restlichen vier entfielen auf die verbliebenden sechs Missionen (eine Apollo H Mission kostete rund 350 Millionen Dollar, eine J Mission 420, dazu kamen noch Fixkosten für das KSC und MSC).

Logisch wäre es gewesen zumindest die Missionen zu absolvieren für die schon die Gerätschaften vorhanden waren. (mehr …)

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