Ein Vorschlag für Google Glases

Eigentlich wollte ich das heutige Thema über eine aufgebohrte Google Glases als Glosse in die Kolumne „Münchhausen“ einfügen, doch beim überlegen dachte ich mir „eigentlich müsste es technisch möglich sein“. Die Idee war das Google, das ja auch in Nicht-Computerbereichen forscht und investierte, darunter auch im Medizin/Pharmabereich eine Google Glases für alle, die nicht gut sehen auf den Markt bringt. Das grundlegende Prinzip:

Eine kleine hochauflösende Kamera neben jedem Auge nimmt auf was der Mensch gerade sieht. Dies wird in die Brille projiziert. Das könnte man dann noch durch Informationen anreichern, doch schon diese Grundfunktion würde vielen helfen. Denn was gezeigt wird, das entscheidet der Benutzer selbst, indem eine zweite Kamera auf die Pupille schaut und sie verfolgt. (mehr …)

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Mal zu Ende gedacht

Ich setze mal den Blog von gestern über die neuen Pläne für die Oberstufenbergung fort, sonst wäre er zu lange geworden und zäume das Pferd mal von hinten auf. Nämlich den Folgen für die Produktion der Falcon 9 bei SpaceX. An und für sich hört es sich bei der Erststufe schon gut an (auf diese will ich mich auch beschränken, weil es bei ihr ja klappt). Sie soll 70 % (andere Angabe: 80%) der Kosten ausmachen und so kann man natürlich durch eine Bergung auch enorm viel sparen.

Aber nur auf den ersten Blick. Ich gehe davon aus, und Musk hat das früher ja auch betont, das die heutigen Preise, die für nicht wiederverwendbare Raketen sind und die Produktion auch auf die dazu benötigte Kapazität abgestellt sei. Dann hat Wiederverwendung doch einige Folgen auf die Preispolitik und nicht nur positive. (mehr …)

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Wenn ein Vorhaben zum Dogma wird

Hand aufs Herz, woran haben Sie gedacht als sie die Überschrift lasen? Also mir fallen da so Dinge ein wie der Kommunismus, aka „Real existierender Sozialismus“, der ausging die Arbeiter aus der „Knute des Kapitals“ zu befreien und alles wird besser und damit endete das am Schluss es hieß „Die Partei hat immer recht“. Wobei „die Partei“ ja nun nicht alle Parteimitglieder sind, die demokratisch die Meinung zusammen bilden, sondern nur ein kleiner Führungszirkel oder oft auch nur eine Person.

Ich muss auch an die Inquisition denken, die mal startete die Reformation zu bremsen und „Ketzer“ in die Kirche zurückführen sollte. Sie wandelte sich zu einer Verfolgung von allen „Andersartigen“ aus und förderte das Denunziantentum. Schließlich ging es gar nicht mehr um Ketzer sondern darum „Seelen zu reinigen“ die vom Teufel  besessen oder zumindest vergiftet waren. Das führte zur Hexenverfolgung. Den Teufel hat niemand habhaft werden können, doch alle wussten, das es ihn gibt und der eine oder andere hat ihn auch gesehen. Eine Historikerin verglich das mal mit unserem Wlan – wir können es auch nicht sehen, aber wir wissen das es es gibt.

Kurzum: wenn man etwas verbissen betreibt, selbst wenn es mal gut ist, dann wird es oft zum Dogma und meistens schlecht. (mehr …)

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Die Emanzipation und die CSU

Als kürzlich mal wieder eine Reminiszenz an die Achtziger sah, fiel mir die deutsche Musik auf. Etwas was mir auffiel war der Wechsel der Themen. Eines davon war das Aufkommen von Gleichberechtigungsthemen und Emanzipation. Zum einen emanzipatorische Songs wie „Neue Männer braucht das Land“, zum anderen Songs in denen auch Männer Gefühle jenseits von Liebesgeschwafel zeigen dürfen wie Grönemeyers „Männer“ oder Purple Schulz: „Ich will raus“. Das gipfelte dann in den Neunziger in „Mädchen“ von Luci-Elektrik, das man aber auch schon als erstes Lied der Trendwende sehen kann, je nachdem wie man den Text auslegt.

Die Emanzipation damals und heute

In der Zeit ging es nicht nur um politische und gesellschaftliche Themen wie Abtreibung oder Benachteiligung im Beruf. Es drehte sich auch um ein neues oder ein verbessertes Geschlechterverständnis und eine andere Form der Beziehung, Das ist heute kein Thema weil es sich geändert hat. Dazu trägt auch bei, das viel mehr Frauen als damals in einem Beruf sind und dies nicht nur in dem schlecht bezahlten Sektor wie der typische „Frauenberuf“ Arzthelferin oder Friseuse. Heute machen mehr Frauen Abitur und studieren als Männer. Nur noch in der Führungsetage scheint Handlungsbedarf zu bestehen. Seit Jahren wird ja die Quote bei Vorständen in DAX-Konzernen diskutiert. Dafür können inzwischen auch Männer eine Auszeit bei Geburt eines Kinders nehmen. Natürlich ist noch nicht alles erledigt. Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als Männer für die gleiche Arbeit. Doch es scheint so als hätte die Emanzipationsbewegung ihre großen Themen verloren. (mehr …)

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Die Ionentriebwerke bei BepiColombo

Derzeit widme ich der Raumsonde BepiColombo. Zum Glück für faule Autoren wie mich hat die ESA den Start ja regelmäßig verschoben, von ursprünglich August 2013 auf Oktober 2018 – zumindest derzeit. Gewisse Ähnlichkeiten zu Nauka und der Falcon Heavy sind nicht zu leugnen.

BepiColombo wird Ionentriebwerke einsetzen. Es sind zwei T6 Triebwerke, die mehrere Schublevel haben. Der minimale Schub beträgt 75 mN, der maximal 145 mN. Mit zwei Triebwerken ergibt sich so ein Stromverbrauch von 2,533 bis 9,256 kW. Die Benutzung von solarelektrischen Ionentriebwerken (SEP) war schon geplant als die Mission 2001 aufgelegt wurde. Damals ging man davon aus, das dadurch die Reisedauer von 6 auf 2,6 bis 3,6 Jahren je nach Träger sinken würde. Davon ist heute nicht mehr die Rede. Obwohl die Raumsonde inzwischen mit einer Ariane 5 anstatt einer Sojus gestartet wird – mit entsprechenden Reserven, da es wohl ein Einzelstart wird, wird die Sonde 7,5 Jahre unterwegs sein. Das ist länger als bei MESSENGER die 6 Jahre unterwegs war. Ebenso sind fünf Vorbeiflüge an Merkur geplant. Bei MESSENGER waren es nur drei. (mehr …)

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