Ein Lobesartikel

Ingolf meinte ich sollte mal einen Artikel ohne Gehässigkeit schreiben. Zugegeben: ich schreibe über das was mich bewegt und das ist meistens der Fall, wenn es nicht so läuft wie es sollte. Das ist ja auch bei anderen Dingen der Fall. Über eine gelungene Premiere kann man weniger schreiben als über eine missglückte. Positive Bewertungen bei Amazon sind meist deutlich kürzer als negative. Ich merke das auch wenn ich mal selbst einen Testartikel schreibe. Aber bitte, heute mal einen nur positiven Blog um gerade diesen Fakt zu verdeutlichen. Ich habe mir überlegt, welche Mission mir wirklich gut gefallen hat. Mir sind einige eingefallen. Einige wie Voyager habe ich hier schon erwähnt. Ich schwankte am Schluss zwischen Mars Express, SOHO und New Horizons. Weil New Horizons die aktuellste ist habe ich mich für sie entschieden. (mehr …)

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„Grüne“ Treibstoffe

Die Bemerkungen, das SpassX den Umweltfaktor ihrer Raketen so herausheben würde (ist an mir komplett vorbeigegangen) bringt mich auf das heutige Thema: grüne Treibstoffe. Die Bezeichnung kennen wir ja schon Treibstoff für Autos. Da sind es Ester von Fettsäuren, die man aus Pflanzenölen gewinnt. Dieselfahrzeuge, zumindest nicht die hochgezüchteten, kommen auch mit Pflanzenöl aus. Mancher Besitzer klappert alte Imbissbuden ab und filtriert das Altfett. Zumindest war Pflanzenfett vom Supermarkt einige Zeit lang sogar billiger als das Diesel von der Tankstelle.

In der Raumfahrt versteht man unter „Green Propellants“ etwas anderes. Es haben sich zwei Interpretationen durchgesetzt:

  • Der Treibstoff selbst ist für die Umwelt weniger giftig als den, den er ersetzt.
  • Die Verbrennungsprodukte sind weniger giftig, als die des Treibstoffs, den er ersetzt.

Die beiden Deutungen sind nicht deckungsgleich, wie ich noch zeigen werde. So richtig ungefährlich ist von den heutigen Treibstoffen nur die Kombination Wasserstoff und Sauerstoff. Wird der Treibstoff freigesetzt so verdampft er. Wasserstoff ist zwar brennbar, aber nicht giftig. Das Verbrennungsprodukt ist Wasser mit Resten an Wasserstoff. (mehr …)

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Die Sonntagsradler

Es ist Frühling, die Sonne scheint und es wird wieder warm. Die Natur erwacht und das sieht man auch beim Menschen, denn nun sind vermehrt die Sonntagsradler unterwegs. Sonntagsradler nenne ich so, weil sie vermehrt am Wochenende ausschwärmen, oft in kleinen Gruppen.

Neben der Häufung zum Wochenende hin gibt es einige Gemeinsamkeiten. Zum einen sind sie voll ausgerüstet: Zum Fahrradfahren reicht ja ein Fahrrad. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt noch einen Fahrradhelm. Aber die Sonntagsradler haben das volle Programm: Fahrradhandschuhe mit freien Fingerspitzen (Handschuhe trage ich nur im Winter und da werden gerade die Fingerspitzen am schnellsten kalt), Fahrradshirt und Fahrradhose. Die Fahrradjacke fehlt meistens, weil man die ja nur bei Regen braucht. Dafür die obligate Fahrradflasche, damit man nicht dehydriert. Besonders wichtig ist auch das Fahrrad. Es ist, sofern man das vom Hingucken beurteilen kann, hochpreisig und meist ein All Terrain Bike (ATB), der Nachfolger des Mountainbikes.

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Mit Geld haushalten – ein Problem für Raumfahrtagenturen

Ich bin für Raumfahrt, aber auch eine Raumfahrt der Vernunft. Das gilt nicht nur für die bemannte, sondern auch unbemannte Raumfahrt. Ein Großteil der heutigen Forschungssatelliten hat Zielsetzungen, die aus der Astronomie stammen. Zum einen die Planetensonden, die im Sonnensystem Planeten viel näher kommen und so mehr Details sehen, als jedes Teleskop. Zum anderen die zahlreichen Beobachtungssatelliten. Sie nutzen Wellenlängenbereiche, welche die Atmosphäre ausfiltert (IR, UV, Röntgen, Gamma) oder eine Sicht ohne Trübung (Sonnenobservationen, Weltraumteleskope). Fasst man beide Budgets zusammen so kommt man auf ziemliche Summen von der die irdische Astronomie nur träumen kann. Bei der NASA geht das sehr gut, weil sie als einzelne Posten ausgewiesen sind, dann kommt man selbst in schlechten Jahren auf über 2 Milliarden Dollar pro Jahr. Von solchen Budgets kann die erdgebundene Astronomie nur träumen. Ein Großteleskop kostet so viel wie ein billiger Forschungssatellit, Das Gran Telescopio Canrias z.B. 130 Millionen Euro. Es ist das zweitgrößte Teleskop weltweit. Selbst das EELT, ein Teleskopneubau von 39 m Durchmesser wird gerade mal die kosten von OSIRIS-REx erreichen (1,1 Milliarden Euro). Ich würde gerne mehr Mittel in der irdischen Astronomie sehen, anstatt in solchen relativ sinnlosen Raumfahrtprojekten. Die irdische Astronomie ist nicht nur billiger, sie ist auch langlebiger und braucht weniger Unterhalt. Teleskope die 100 Jahre alt sind kann man heute noch nutzen. Wenn sie nicht genutzt werden dann weil neuere viel größer sind oder man sie vor 100 Jahren nahe von Städten errichtet hat, die heute durch Lichtverschmutzung sie unbrauchbar machen. Man kann sie aber aktualisieren. Vor 30 Jahren nahm man den Himmel mit Fotoplatten auf, dann kamen als Ersatz für die Fotokathoden die ersten CCD, damals noch mit 320 x 512 Pixel. Heute gibt es an die Teleskope angeschlossen Kameras mit Pixelzahlen im Gigapixelbereich. Ein 30 Jahre alter Astronomiesatellit hätte immer noch seine 512 x 320 Pixel Kamera oder es würde 10 Milliarden Dollar kosten ihn laufend zu aktualisieren, so viel kostete das Hubble Weltraumteleskop während seiner Betriebszeit. Das ist ein Vielfaches der Summe, die man in der gleichen Zeit in alle neu gebauten Teleskope weltweit investiert hat, inklusive der neuen 8 bis 10 m Riesen wie Keck I+II oder das VLT. (mehr …)

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OSIRIS-REx: eine überflüssige Mission

Letzte Woche habe ich den Artikel über OSIRIS-REx fertiggestellt. Obwohl die Raumsonde schon letzten Oktober startete, zog sich das hin. Zum einen, weil für mich die Webseite an Bedeutung verloren hat. Ich schreibe auch noch Bücher, blogge und programmieren tu ich auch noch. Allgemein trete ich mit der Arbeit in der letzten Zeit etwas kürzer. Aber es gibt auch einen zweiten Grund. Ich halte die Mission für überflüssig und da bin ich bei meinem heutigen Thema. (mehr …)

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