DerALDI Effekt

Vielleicht seid ihr überrascht, hatte ich doch angekündigt diese Woche nicht zu bloggen. Ich schaue zweimal im Jahr nach dem Rechten bei unserem Ferienhaus in Nesselwang. Doch da mir mein Fuß immer noch weh tut, ich Schuhe nur kurzzeitig anziehen kann ist es wenig sinnvoll dorthin zu fahren, wo schon der nächste Ort 2,5 km entfernt ist. Zudem habe ich seit heute morgen auch noch einen Schmerz auf der Brust. Ich vergaß Kevin darüber zu informieren, so seid ihr zu einem Gastbeitrag gekommen. Ich hoffe aber es kommen auch ohne Anlass mehr. Das gilt übrigens auch für alle anderen Dauerleser. Es gibt hier so ein halbes Dutzend Leute die regelmäßig kommentieren. Wenn jeder nur einen Blog pro Monat hinbekommen würde, dann müsste ich nur jeden zweiten Tag schreiben, was eine deutliche Erleichterung wäre und es kämen auch mal neue Perspektiven, Themen und Ideen in den Blog. Jeden Tag gibt es rund 400-500 Seitenabrufe, also das Publikum ist vorhanden….

Kompetente Leute haben wir ja: Die Weltraum- und Computerrätsel werden so schnell gelöst, selbst wenn sie schwer sind. Also warum nicht mehr Gastbeiträge?

Da ich mir heute wieder einen Jogging Anzug bei ALDI gekauft habe möchte ich heute mal auf ein Phänomen eingehen dass ich als ALDI Effekt bezeichne: wie man auf die kurzfristig verfügbaren Angebote reagiert, also der typische Non-Food Bereich der meist in einer Woche verkauft ist. Continue reading „DerALDI Effekt“

ALDI

Die letzten Tage hat meine Website einen ungeheuren Besucherandrang bekommen weil ALDI wieder die Traveller FX-5 im Programm hat. Ich habe mir die Kamera letzten Mai gekauft, inzwischen aber weil ich mit der Bildqualität nicht zufrieden war an meine Nichte weitergeschenkt. Doch das liefert mir eine Vorlage für meinen heutigen Blog: ALDI. Es ist ja recht modern geworden auf ALDI und LIDL zu schimpfen. Die Bediensteten würden ausgenutzt, sie wären der Ruin des Einzelhandels und ignorierten gesetzliche Bestimmungen über Arbeitnehmerrechte und bespitzeln die Angestellten. Wobei das meiste was ich gehört habe auch mehr auf LIDL abzielt.

Ich sehe das anders und zwar aus Sicht eines Kunden. Und als Kunde kaufe ich gerne bei ALDI ein. Die Leute sind dort sehr freundlich und hilfsbreit: Als es vor 2 Jahren ein Fahrrad in der Aktion gab und ich es verpasste hat der Filialleiter herumtelefoniert und eines von den Nachbarmärkten organisiert. Das Sortiment an Aktionswaren ist durchweg brauchbarer als bei LIDL wo ich mich manchmal frage, wer das Zeug kauft So gabs mal Produkte fürs Pferd – wie viele Pferdebesitzer mag es wohl in Deutschland geben und gehen die alle zu LIDL?. Inzwischen hängt auch in meinem Kleiderschrank etwas von ALDI und wenn es nicht passt, dann kann man es einfach zurückgeben.

Dazu ist der Laden übersichtlich und nicht so verstellt wie unsere LIDL Filiale. Das Hauptproblem ist das Sortiment: Es ist schon ziemlich eingeschränkt. Geschirrmaschinenreiniger gibt es in Tabs und als Pulver. Aber Klarspüler und Salz nur ein paar mal pro Jahr als Aktion. Normalen Haushaltsreiniger habe ich kürzlich vergeblich gesucht. So gesehen lässt das noch genügend Platz für den Einzelhandel, eben weil man vieles nicht bekommt. Bei Gewürzen beschränkt es sich auf die 5-6 gängigsten, beim EDEKA gibt es a ein ganzes Regal. Auch der Metzger dürfte sich freuen: So was einfaches wie einen Schweine- oder Rinderbraten sucht man vergeblich. Dafür tonnenweise Puten- und Hühnerfleisch. Continue reading „ALDI“

Die ALDI Digitalkamera Traveller FX 5

Heute ist eine 5.0 Megapixelkamera von Traveller im ALDI Sortiment (Traveller FX 5). Da ich schon seit längerem auf der Suche nach einer kompakten Kamera zum Mitnehmen bin, habe ich gleich zugeschlagen. Dass es „nur“ 5 MP sind, ist mir egal, mir hätten auch 3 MP gereicht. Zum Hintergrund: Ich habe eine Canon Powershot S1 IS als Hauptkamera: Ein sogenanntes „Bridge“ Modell, zwar nur mit 3 MP Sensor, aber zahlreichen Features und sie macht wirklich gute Bilder. Das reicht mir vollkommen und sie könnte wohl nur vom Nachfolgemodell S2 IS ersetzt werden, dass in den Tests noch etwas besser abschnitt.

Nur: Sie ist nicht wirklich klein. Zwar nicht so klobig wie eine Spiegelreflex aber eben nicht kompakt. Sie ist keine Kamera zum Mitnehmen jeden Tag für Schnappschüsse, den Regenbogen nach dem Gewitter oder dem Sonnenuntergang. Für diese Funktion habe ich mir erst eine gebrauchte Ixus 300 gekauft – ich schwöre beim Bedienungskonzept auf Canon – doch sie hat dann doch ein paar Mängel. Sie fokussiert träge und bei Nahbereichfotos meistens nicht richtig. Die Lithium-Ionenakkus halten nicht lange und haben eine hohe Selbstentladung und 2 MP sind mir dann doch zu wenig. 3 waren ganz in Ordnung aber den Unterschied zu 2 merkt man dann schon deutlich.

So schaute ich bei EBay eine Zeitlang nach gebrauchten Ixus und Powershots der 3-4 MP Klasse, doch bekam keine für das Geld das ich ausgeben wollte. Nun kam eine Kamera bei ALDI und da habe ich zugeschlagen- wenn sie nichts taugt kann man ja bei ALDI kommentarlos umtauschen. Nach 2 Stunden Tests hier mein Urteil:

Die Kamera ist für die 50 Euro in Ordnung. die Fotos bei Tageslicht sind scharf. Wunder darf man nicht erwarten: Die Bilder haben keine größere Schärfe als die 3 MP meiner Canon S1 und auch die Bildgröße von maximal 1.5 MB ist kleiner als bei der höchsten Qualitätsstufe meiner Canon (1.5-2.0 MB). Auffällig ist selbst bei Freilichtaufnahmen ein feines Farbrauschen, dass bei Innenaufnahmen ohne Blitz recht deutlich sichtbar ist.

Die Kamera hat einen (zu lichtschwachen, aber großen) LCD Bildschirm, leider keinen echten Sucher, der einem gute Dienste tut wenn man auf einem Schirm nichts mehr erkennt. Obwohl es heute bewölkt war, überstrahlte die Sonne das LCD, dass natürlich nicht entspiegelt ist.

Die Kamera ist nicht die schnellste: Drückt man auf den Auslöser, so vergehen 2 Sekunden bis das Bild erscheint. Eine „Schnellauslöser“ Funktion im Menü schaltet nur jeglichen Autofokus ab, aber es bleibt immer noch 2 Sekunden lang der Bildschirm schwarz. Folgerichtig gibt es keine Serienbildaufnahmen, auch keine mit der von mir gerne bei der Canon benutzten Belichtungskorrektur (ein Bild etwas zu dunkel, eines normal und eines hell belichten – am PC daheim dann das beste auswählen). Dafür gibt es 21! Motivprogramme. Neben den üblichen wie Bewegung und Nachtaufnahme und Portrait liegt der Unterschied im Detail – Es gibt eine Portrait Funktion „Frau“ und eine „Mann“. Ach ja natürlich auch noch eine Portrait Funktion „Tiere“ – das muss eine echte Kamera mit künstlicher Intelligenz sein.

Das Hauptkriterium für mich war: Eine kompakte, leichte Kamera im handlichen Format: Das leistet sie, wie die Größenvergleiche zur Canon S1 und Ixus 300 zeigen – sie ist auch leicht (134 g ohne Batterien) und kommt mit 2 normalen AA Akkus aus. Bei 50 Euro muss man mit den Nachteilen leben – ich denke dass kann man wenn man sie als Schnappschusskamera sieht und nicht als die Kamera mit der man dauerhafte Erinnerungsfotos macht. Für die 60 Euro gibt es sie immerhin mit Tasche und 1 GB Speicherkarte, Videos kann man auch machen Höchste Qualität ist 640 x 480 Pixel mit 24 fps. In höchster Qualität gehen etwa 16 Minuten auf eine 1 GB Karte. Das Format ist Motion-JPEG wie bei meiner alten Canon, doch das kann man leicht mit VirtualDub in MPEG-4 konvertieren, wodurch die Dateigrößen wesentlich kleiner sind. Die Videos sind in etwa so scharf wie mit meiner alten Canon, deutlich besser als das was sie von YouTube kennen. Der Ton ist dumpf drauf und wird beim VLC nicht richtig wiedergegeben (abgehackt und nachziehend), beim Windows Media Player ist er korrekt wiedergegeben. Allerdings wirkt bei der Kamera der Bildstabilisator nicht und Freihand Videos sind bei einer so langen Kamera dann leicht verwackelt. Alle anderen Kontrollen sind bei der Videofunktion blockiert – Das Zoomen wäre hier sinnvoll gewesen.

Mein Urteil: Eine Schnappschusskamera mit zwei Mängeln: Kein Sucher bei einem nicht besonders leuchtkräftigen Display und langsame Reaktion (und damit keine serienaufnahmen). Mit dem Farbrauschen kann man bei Außenaufnahmen leben. Innen ist es zu stark. Der Blitz ist hier dann auch keine große Hilfe, denn er reicht maximal 2.6 m weit. Wenn man damit leben kann sollte man zugreifen. Sie neigt auch dazu zu überzeichnen, also bei hellem Licht sieht man an den Rändern starke Aufhellungen und helle Teile sind dann unisono weiß.

Ach ja: Technische Daten der Kamera wie Sensorgröße etc. sucht man auch in der Bedienungsanleitung vergebens. Von der Brennweite ableitbar ist aber eine Sensorgröße von etwa 1/2.5 Zoll in CMOS Technik. Anbei einige Fotos der Kamera (in Blau) zusammen mit meiner Canon Powershot 1 und der Canon Ixus, die ja schon kompakt ist. Sie ist noch leichter und noch kompakter als diese..

Zum Selbst Nachschauen:

Hier 4 Bilder desselben Motivs:

Canon Ixus 300 (2003: 2 MP Kamera)

Canon Powershot S1 IS (2004, 3 MP Kamera)

Traveller FX 5 im 5 MP Modus

Traveller FX 5 im 3 MP Modus

Am besten sieht man die unterschiede wenn man Details in allen 3 Kameras vergrößert betrachtet. Dazu eignet sich z.B. das Fenster, weil dort der Putz rissig ist. Die Traveller FX 5 ist meiner Meinung nach minimal schärfer als die Powershot, verschenkt dies aber weitgehend durch ihre starke Artefaktbildung und ihre Neigung zum Überstrahlen. Auch die Farbe ist nicht echt (Das dach ist wie bei den Powershots zu erkennen braun und nicht rötlich gefärbt). Damit sie eine Vorstellung haben wie der Putz richtig aussieht, hier noch eine 10 x Zoom Aufnahme mit der Powershot S1