Books on Demand

Ich habe gestern in der ct‘ einen Artikel über Books on Demand gelesen. Das Erstellen dieser ist inzwischen recht preiswert geworden. Die gleichnamige Firma bietet sogar einen „For Fun Tarif“ an, bei dem man die Bücher nur über ihren Versand bestellen kann und der kostet nichts – zumindest einen Monat lang, dann werden 2 Euro pro Monat für die Datenhaltung fällig. Mit ISBN Nummer – Voraussetzung für eine Listung bei Amazon und im Buchhandel – sind es im „Classic“ Tarif dann 40 Euro plus der 2 Euro pro Monat. Das ist erschwinglich, so ungefähr 50 Euro im ersten Jahr pro Buch, dazu kommen noch die Kosten für ein paar eigene Exemplare.

Irgendwie sieht das aus als wird das meine nächste verrückte Idee nach den Lipsync Videos. Ich wollte schon immer mal ein Buch schreiben, und Material habe ich genug – über 700 Webseiten mit einem reinen Textumfang von 21 MByte (Ja ich bin stolz drauf, auch wenn viele Leute nur an der Rechtschreibung rummosern). Wie viel es ist, wurde mir klar, als ich den Europa Artikel in Openoffice lud und das Seitenformat auf ein Buch Standard Format (15.5 x 22 cm) änderte – schwupps waren es 26 Seiten. Tja, das ist schon das Problem. Wenn ich damit mein erstes Buch erstelle (Arbeitstitel: Europäische Trägerraketen , beinhaltend Europa, Ariane 1-4, Ariane 5 und Vega) komme ich spielend auf 150 Seiten. Dafür müsste ich, um in etwa kostendeckend zu sein 25 Euro (Paperback 21) pro Exemplar im Buchhandel verlangen. Der Druck on Demand und die Kleinauflage ist eben teuer. Wer zahlt das für eine gedruckte und redigierte Ausgabe, wenn es die Infos nach wie vor immer noch gratis im Web gibt? (Nebenbei: Der Buchhandel bekommt pro Buch nach der Kalkulation bei BoD etwa doppelt so viel wie der Druck bei einer Kleinauflage kostet, das lässt webnig Spielraum für ein eigenes Honorar)

Billiger werden Bookletts, also Heftchen. Doch die sind auf 48 Seiten beschränkt. Im Großformat (Din A-4) wären diese bei 8 Euro kostendeckend. Ich erwarte nicht dass ich reich werde, doch irgendwie in bisschen sollte doch rausspringen. Aber vielleicht verlege ich mal einfach eines „just for Fun“, und wenn es nur deswegen ist in Amazon nach meinem Namen zu stöbern und das eigene Buch zu finden… Man gönnt sich ja sonst nichts.

Aber wozu habe ich einen Blog mit Kommentarfunktion? Was meint der gemeinte Leser also Du? Würdest Du ein Buch kaufen, welches den gleichen Inhalt wie die Webseite hat (nur natürlich einmal auf Rechtschreibfehler durchgesehen, nicht auf eine Seite beschränkt sondern thematisch zusammengehörendes zusammengefasst, Wiederholungen vermeidend und mit kleinen Kästchen die erklären was der spezifische Impuls ist und was man unter Kryogen versteht (Die Grundlagensektion fehlt ja) Geld ausgeben und ja wie viel für wie viel Seiten?

2 thoughts on “Books on Demand

  1. Davon habe ich noch nie gehört, und ich finde, dass sich das ganz interessant anhört. Ob ich so ein Buch kaufen würde? Das Moonhoaxer Buch hätte ich gern.
    Grundsätzlich würde ich die Bucher wohl aber eher nicht kaufen, wenn ich weiss, dass sie im internet umsonst zu haben sind und ich sie zudem ja bereits gelesen habe (wenn auch noch in der Version mit Rechtschreibfehlern).
    Da das Lesen von Papier aber wesentlich angenehmer ist, als vom Monitor, und das Lesen eines Buches ausserdem wiederrum angenehmer als das einer Loseblattsammlung kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich Käufer finden lassen. Im Übrigen hält Dich ja auch niemand davon ab, die Artikel offline zu nehmen. Wäre nur verständlich.
    Ich würde mit der „Was ist drin“-Reihe beginnen vorher aber noch mehr Kinderartikel genauer unter die Lupe nehmen, und zwar solche die den Eindruck vermitteln irgendwie ihr Geld wert zu sein. Gebildete Eltern die es sich leisten können sparen nämlich nicht, wenn es um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Kleinkinder geht. Und die würden auch Bücher kaufen um die Tips und Antitips eines Lebenmittelchemikers zu hören.
    Mal was anderes: Ich habe eben gerade das erste Mal in meinem Leben Schweinskopfsülze gekauft (eingeweckt, von Aldi), komme nach Hause, mache spiegel-online an und lese, dass in Südniedersachsen Angestellte eines Wurstherstellers diesen angezeigt haben, da er stinkende, verschimmelte und eiternde (!) Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet hat. Schlimm wäre das.

  2. Hallo

    Prinzipiell halte ich die Idee schon für sehr ansprechend. Es müsste aber doch noch Inhalt geben, der hier auf der Website nicht zu finden ist.
    25EUR pro Buch ist halt dann doch schon viel Geld für Infos, die man sowieso schon aus dem Netz kennt.
    Der Moonhoaxer- Artikel war doch früher mal viel länger, oder? Allerdings findet man die gleichen Infos immer wieder, weil ja auch die Moonhoaxer seit Jahren die gleichen Argumente haben

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