Was im Bestand hat: Codebasen

Der letzte Artikel über Veränderungen im PC brachte mich recht schnell auf die gegenteilige Frage: was hat den Bestand oder besser gesagt, was hat am längsten Bestand? Nun die Hardware veraltet. Sie wird (in der Regel) immer leistungsfähiger oder eben nicht und stirbt dann aus wie Floppylaufwerke oder CD-ROMs, zumindest muss sie sich aber anpassen. Jeder, der mal sich Gedanken gemacht hat, wie er Dateien auf einer 5,25-Zoll-Floppy in einen heutigen PC zu bekommen weiß das. Als eingebautes Laufwerk ist es schon seit den Neunzigern nicht mehr dabei. Als externes Laufwerk gibt es ein 5,25-Zöller heute nicht mehr zu kaufen. Selbst wenn man ein altes Laufwerk noch hat, fehlt der Floppykontroller mit seinem 40-poligen Flachbandkabel um es anzuschließen. Ähnliches gilt für vieles. Seien es ISA Karten (der Bus wurde 1993 durch PCI ersetzt) oder digitale Monitor mit ihren Anschlüssen (heute sind Monitore auch wieder digital, aber haben HDMI, DVI oder Displayportstecker anstatt der alten sechspoligen Rundstecker. Continue reading „Was im Bestand hat: Codebasen“

35 Jahre PC – Verkleinern, Leistungssteigerung und Preisverfall

Auf mein heutiges Thema kam ich durch einen Test in der ct‘ für M.2 SSD. Für alle, die wie ich einen einige Jahre alten Rechner haben: SSD sind inzwischen so klein, dass es neben dem alten Standard SATA, den auch Festplatten haben, einen neuen gibt. M-2 SATA sind kleine Platinchen, 22 m hoch, 42 bis 80 mm lang, vergleichbar den DIMM von RAM-Riegeln. Neuere Rechner haben so einen Steckplatz und es ist auch folgerichtig, denn SATA wurde als Schnittstelle nur genutzt, damit man SSD in alte Rechner einbauen konnte. Praktisch keine SSD benötigte auch nur den Platz, den ein 2,5 Zoll Laufwerksgehäuse bot. Dabei benötigte man für den Einbau dieser Größe in einen Desktop noch Winkel, weil hier der Laufwerksschacht für 3,5 Zoll ausgelegt war. Trotzdem gibt es die M.2-SSD in Kapazitäten bis 8 Terabyte zu kaufen – fast so viel wie die größten Desktop Festplatten. Kein Wunder. Passen doch schon auf eine Mikro-SD Karte, einige Quadratmillimeter groß, bis zu 512 GByte und für 8 Terabyte braucht man dann nur 16 dieser kleinen Plättchen. Continue reading „35 Jahre PC – Verkleinern, Leistungssteigerung und Preisverfall“

Demokratie à la CDU und Coronachaospolitik

Ich weiß, der Blog kommt etwas spät, aber mir fielen nachdem ich ihn angefangen haben neue Themen ein. Doch der Kern, um den es geht, ist nicht tagesaktuell.

Letzte Woche wurde Laschet online zum CDU-Parteichef gewählt, doch aufgrund der Vorschriften musste er noch durch Briefwahl bestätigt werden. Da gab es ein überraschendes Ergebnis. Bekam er bei der Stichwahl noch 52,6 Prozent, so waren es nun 81 Prozent. Hmmmm… Wie das? Continue reading „Demokratie à la CDU und Coronachaospolitik“

Wenn schon Suborbitaltourismus, dann mit Wumms!

Ich habe einen Artikel für die Februar Nachlese für SpaceX erstellt. Der Hauptpunkt: Damit das Starship wirklich billiger wird als die bisherigen Träger von SpaceX muss es viel häufiger fliegen. Also suchte ich mal nach Einsatzmöglichkeiten für das Starship.

Eine war, nachdem nun Blue Origin zum ersten Mal ihre Passagierkabine getestet haben, der Suborbitaltourismus. Wenn man kurz darüber nachdenkt, ist das sogar für SpaceX eine gute Gelegenheit ihr Starship bei geringerem Risiko als bei einem Orbitaleinsatz zu testen, die abzubauende Geschwindigkeit ist kleiner und es kommt in jedem Falle zurück. Aber ich wollte das einmal durchrechnen und habe das getan. Zuerst habe ich mal im Kopf die Endgeschwindigkeit überschlagen und kam auf ein erfreuliches Resultat. Bei linearer Beschleunigung berechnet sich (ebenfalls noch im Kopf gerechnet) eine Gipfelhöhe von etwa 1.600 km. Doch dann ging ich ans Simulieren. Continue reading „Wenn schon Suborbitaltourismus, dann mit Wumms!“

Zu Mars in wenigen Wochen?

Gestern habe ich einen Beitrag von Eugen Reichelt in der vorletzten SuW gelesen. Ich hatte ihn mir extra aufgehoben, weil ich mich über die Beiträge des Plagiators – so nenne ich ihn, weil ich in seinen Büchern massenweise fand, dass er von mir abgeschrieben hat – immer aufrege. So auch diesmal. Neben einer extrem optimistischen Zukunftsaussicht, die im Jahr 2030 von vier bis fünf Weltraumstationen ausgeht, sinnlosen Vorschlägen (Platzieren der ISS in 1.200 km Höhe, also der Höhe der OneWeb Satelliten als Menschheitsmonument (oder eben Ziel für Kollisionen mit Oneweb) und einseitiger Berichterstattung (mehrfache Seitenhiebe auf Boeing, aber Loben von SpaceX, obwohl er ja weiß, das SuW Leser als Hobbyastronomen von den Starlinkplänen nicht begeistert sind) glänzt er wieder durch Nichtwissen oder oberflächiges Wissen. Continue reading „Zu Mars in wenigen Wochen?“