Eine Ohrfeige für Elon Musk

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Wenige Tage, nachdem Elon Musk seinen Abschied von DOGE und der Trump-Truppe genommen hat, gibt es die nächste Nachricht: Jared Isaacman, privater Astronaut wird nicht neuer NASA-Chef. Trump hat die Nominierung zurückgezogen. Das ist deswegen verwunderlich, weil der Chef dieser Behörde nicht so einfach ernannt wird, sondern durch etliche Fragerunden im Kongress gehen muss und die hat Isaacman absolviert und wäre wohl in einigen Tagen bestätigt worden.

Einen kurzen Augenblick lang habe ich gedacht, dass es Elon Musik selbst machen will. Aber zum einen hat sein Abschied ja durchaus gute Gründe. Der Absatz von Tesla bricht, seit er bei DOGE ist, weltweit ein. In der ganzen EU hat Tesla im April nur 4.265 Fahrzeuge verkauft, 52,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, im ersten Quartal waren es EU-weit 42,7 % mit steigender Tendenz. Entsprechend gibt auch der Kurs der Tesla Aktie nach, was ihn am meisten ärgern wird, denn in den Aktien steckt das meiste seines Vermögens. Zudem: warum sollte Musk den Job einer Behörde, die sich in die Angelegenheiten aller anderen Regierungsbehörden und -ministerien einmischen kann und damit mehr Macht als das Finanzministerium hat, gegen einen Job tauschen, bei dem er nur die Herrschaft über weniger Beamte hat, als DOGE alleine bisher entlassen hat. Deren Zahl (in der NASA) soll auch von über 17.000 auf rund 11.000 sinken. Continue reading „Eine Ohrfeige für Elon Musk“

Ukraine und USA im Faktencheck

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So, so, nach Trump ist Selenskyj also ein Diktator und nicht demokratisch gewählt. Da durch die Lügengebäude von Trump, Afd, FPÖ und Co inzwischen bei den Medien Faktenchecks eingeführt wurden machen wir mal einen Faktencheck der demokratischen Wahlen in den USA und der Ukraine.

Das in Kriegszeiten nicht gewählt wird, mag für US-Amerikaner die während des Bürgerkriegs, Ersten Weltkriegs und Zweiten Weltkriegs gewählt haben normal sein, aber es ist international nicht üblich. Zum Beispiel wurde in England während des Zweiten Weltkriegs auch nicht gewählt und bei uns auch, in Artikel 115H des Grundgesetzes. Continue reading „Ukraine und USA im Faktencheck“

Auf dem Weg zur Diktatur und Chaos

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… sind die vereinigten Kolonien von Europa. Vereinigte Staaten von Amerika kann man ja nicht mehr sagen, seit Donald Trump meint völkerrechtlich akzeptierte Grenzen und Unabhängigkeit von Ländern gelten nicht mehr und er Gaza und Grönland okkupieren kann und der Ukraine vorschreiben kann, Gebiete abzutreten.

Da erinnern wir uns, dass die meisten Bundesstaaten der USA mal europäische Kolonien waren. England würde die Ostküste wieder bekommen, Spanien Florida und die Westküste. Selbst Frankreich hatte mal da Kolonien wie Louisiana ja und da wäre noch Neu-Amsterdam als holländische Kolonie. Und hätten wir Deutsche nicht Anrecht auf alle gebiete die von Deutschen gegründet wurden? Alleine Orte mit dem Namen „Berlin“ gibt es 40-mal in dem Land des unendlichen Irrsinns. Verrückt? Ich meine nicht verrückter als Grönland und Kanada zu okkupieren und den Golf von Mexiko in „Golf von America“ umzubenennen. By the Way: „America“ ist heute der Name für den ganzen Kontinent und als „America“ erstmals auf einer Karte verwendet wurde, woraus sich diese Benennung ja stützt, war sogar Südamerika gemeint. Nur wirklich provinzielle Bewohner eines Landes, welche die ursprünglichen Bewohner zum größten Teil massakriert haben meinen es wäre die Bezichung ihres Landes. Dabei ist es nur der Vorname eines spanischen Entdeckers: Amerigo Vespucci. Continue reading „Auf dem Weg zur Diktatur und Chaos“

Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen

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Dieses Zitat stammt von Helmut Schmidt, 1980 über Willi Brands Visionen. Das heißt, er war damals Bundeskanzler und musste natürlich Realpolitik betreiben. Auf den heutigen Artikel kam ich durch den Kommentar von Dirk beim letzten Artikel, in dem er schreibt: „Ich würde es mal so sagen. Musk ist für die Visionen da, Gwyn Shotwell zum Geld verdienen.“.

Ich denke wie man zu dem Zitat oder allgemein zu Visionen steht, hängt davon ab, was man unter einer „Vision“ versteht. Helmut Schmidt hat natürlich die vielseitige Bedeutung von „Vision“ so interpretiert das man Dinge sieht, die es nicht gibt, also eine Krankheit. Das muss nicht mal so was wie eine Fata Morgana sein, also etwas was man sieht, aber was es in der Realität (zumindest an dem Ort wo man es sieht) nicht gibt. Viele Leute haben Visionen in diesem Sinn, als das sie Tatsachen anders wahrnehmen als andere. Es gibt Leute, die müssen sich dauernd die Hände waschen und wagen nicht anderen die Hand zu geben, weil sie Angst vor Keimen haben. Andere sehen in Kondensstreifen von Flugzeugen „Chemtrails“. Continue reading „Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen“

Die Mainachlese 2023 von SpaceX – zweiter Teil

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So, heute geht es mit dem zweiten Teil der Mainachlese weiter. In diesem Teil geht es um den HLS wo es einen Konkurrenten gibt, dem Fortschritt beim Lunar Starship und den Gefahren die daraus für den Kontrakt entstehen, Spekulationen um einen Starlink Börsengang und allgemein schlechte Nachrichten von Musks Firmenkonglomerat.

Die letzte Neuigkeit kommt vom HLS. Also für alle die nicht akronymfit sind, das steht für Human Landing System und ist der Mondlander des Artemisprogramms. Die NASA hat am 19.5.2023 angekündigt, dass das Team um Blue Origin einen zweiten Auftrag für einen Mondlander zu bauen bekommt, der bei ihnen „Blue Moon“ heißt, ein Wortspiel, in dem zum einen die Firmenbezeichnung „Blue Origin“ wie auch ein besonderer Vollmond, eben der „Blue Moon“ gemeint ist. Die NASA wird diesen zweiten Mondlander mit 3,4 Milliarden Dollar finanzieren. Ein Sprecher von Blue Origin sagte, man werde „signifikant mehr“ selbst investieren. Origin arbeitet an dem Blue Moon seit 2016 nach eigenen Angaben. Sie bewarben sich auch um den HLS-Vertrag und offerierten das Integrated Lander Vehicle (ILV) mit dem „National Team“, bei dem auch Lockheed-Martin, Grumman-Nrothrop und Draper beteiligt waren. Als SpaceX den HLS Kontrakt am 16.4.2021 bekam, protestierte Blue Origin zuerst bei der GAO, dem Gegenstück zu unserem Finanzrechnungshof. Das weis den Protest am 30.7.2021 ab, danach prozessierte man gegen die NASA direkt, weil die Bewertung nicht korrekt war, also man bei ihrem Lander Risiken sah, aber die Risiken bei SpaceX herunterspielte. Jeder der das Konzept von SpaceX kennt weiß, das dem auch so ist. Der Teststart am 20.4.2023 bestätigte dies. Jeff Bezons bot dann an, eigenes Geld in die entwickeln zu stecken. Die NASA, das bestätigte Administrator Nelson, würde ja gerne zwei Entwicklungen finanzieren, aber das Budget gibt dies nicht her. Continue reading „Die Mainachlese 2023 von SpaceX – zweiter Teil“