Die neue Politik der NASA

Wie vielleicht schon allseits bekannt, hat Obama der NASA einen neuen Kurs verordnet. Das Constellationprogramm wird ohne Wenn und Aber eingestellt. Nun was ist davon zu halten? Wenn ich nur meine persönlichen Wunschvorstellungen betrachte könnte ich es mir ganz einfach machen: Dann würde ich wohl sagen: „Der Beschluss ist scheiße!“. Nicht weil ich so viel vom Constellationprogramm halte, sondern weil ich gerade beim ersten Korrekturlesen des kombinierten ATV/ISS Buches bin. Da steht der momentane Stand drin: Die ISS wird bis 2016 betrieben, ab 2015 soll die Orion die Mannschaften transportieren, Orion soweit Daten bekannt sind, wird auf einigen Seiten besprochen. Das alles kann ich nun umschreiben, das bedeutet sicher eine Woche Mehrarbeit.

Aber ich gehöre ja nicht zu denen die eine Lösung nur deswegen gut oder schlecht finden, weil sie den persönlichen Wünschen oder Vorlieben entspricht. Um die Entscheidung von Obama zu verstehen sollte man sich klar sein, wie es vorher aussieht. Das Constellation Programm von Bush sollte zwar zum Mond führen, aber ohne wesentliche zusätzliche Finanzmittel. Es sollte durch Einsparungen finanziert werden: Aufgabe der Space Shuttles bis 2010, der ISS bis 2016. Wer sich vergegenwärtigt, das in den 60 ern zur Zeit von Apollo das NASA Budget rund 3 % des US-Haushaltes ausmacht und heute nur noch 0,6 % dann dürfte klar sein, dass dies so nicht geht. (mehr …)

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Empfehlenswerte Fernsehsendungen

So nach zwei Raumfahrttagen wirds Zeit für ein anderes Thema. Ich habe ja auf meiner Website die Rubrik „Wissenschaft im Fernsehen“. An der habe ich seit Jahren nichts gemacht. Also dachte ich mal stelle ich mal zusammen, was ich für empfehlenswert halte und regelmäßig ansehe. Dabei möchte ich auch einige nicht Wissenschaft/Dokumentationssendungen aufführen.

Quarks & Co: Meine absolute Lieblingssendung. Die Sendung behandelt ein Thema in 45 Minuten recht komplett und auch für heutige Verhältnisse recht tief. Trotzdem ist sie noch gut verständlich und versucht durch Trickfilmen oder Spielfilmszenen einiges zu verdeutlichen, auch wenn ich davon nicht so viel halte. WDR, dienstags 21:00-21:45

Abenteuer Forschung & Abenteuer Wissen. Zwei Sendungen auf dem selben Sendeplatz im vierzehntägigen Wechsel. Auch hier wird ein Thema behandelt. Abenteuer Wissen ist ein Dokumentationsformat, Abenteuer Forschung so eine Mischung zwischen Wissenschaft und Dokumentation. Es fehlt gegenüber Quarks & Co etwas Tiefe und die Beiträge sind nicht so sehr aus einem Guss. ZDF, Mittwoch 22:15-22:45

Extra 3: Das Pflichtprogramm in Sache Satire mit zahlreichen Kultteilen wie die Sendung mit dem Klaus oder Johannes Schlüter. Ein Muss! NDR Sonntags 22:30.

Heute Show: Das ZDF Gegenstück in Sachen Satire. Ich war überrascht dass sich das ZDF so was noch erlaubt wo dort doch kritische Redakteure gefeuert werden. Freitags: 22:30. (mehr …)

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Ein Rätsel um Apollo 10?

Bei meiner Recherche zum Gemini Buch habe ich mal wieder in der Wikipedia nachgeschaut und bin über folgenden Passus in der Biographie Eugene Cernans gestolpert:

“In einem Interview, das in einer mehrteiligen Dokumentation namens “When We Left Earth” gezeigt wurde, sagte Cernan über Apollo 10, dass die Aufstiegsstufe “short fueled” war, das heißt dass man sie nicht vollständig aufgetankt hatte. Als Begründung führte er an, dass man seitens der NASA den Astronauten aufgrund ihrer kompetenten Persönlichkeit, nach der sie unter anderem ausgewählt worden waren, nicht ganz traute, sich an die Missionsvorgaben zu halten. “Wenn wir also gelandet wären, hätten wir nicht mehr vom Mond weg kommen können”, schloss er den Kommentar.” (mehr …)

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Der Verlust der Columbia und die Folgen

Am 1.2.2003 verglühte die Raumfähre Columbia beim Wiedereintritt von der Mission STS-107 in die Erdatmosphäre über dem US-Bundessaat Texas. Dies wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, auch weil die Columbia die letzte Forschungsmission vor Inbetriebnahme der ISS absolvierte. Bei den ISS Missionen passieren die Raumfähren nicht die USA beim Wiedereintritt und so wollten viele Beobachter ein letztes Mal die Raumfähre beobachten.

Trümmer der Fähre regneten auf drei US-Bundesstaaten nieder. Zuerst war die Missionskontrolle ratlos, was die Ursache des Verlustes anbetraf. Angesichts des Terroranschlags vom 11.9.2001 gingen manche sogar von einem terroristischen Akt aus (aus demselben Grunde wurde auch der Startzeitpunkt nur auf 15-19 Uhr eingegrenzt). An Bord von Columbia war auch der israelische Staatsbürger Ilan Ramon, der erste israelische Astronaut, weshalb dieses Szenario nicht von der Hand zu weisen war.

Direkt nach dem Verlust gab es nur wenige Daten über die mögliche Ursache. Beim Wiedereintritt umgibt die Raumfähren eine Hülle mit ionisiertem Gas, gebildet durch die Reibungswärme. Sie verhindert den Funkkontakt zu dem Shuttle und damit auch das Abrufen von Telemetrie. Der Eintritt in das Funkloch begann planmäßig um 13:59 in 63 km Höhe. 16 Minuten später sollte die Fähre auf dem Kennedy Space Center landen. (mehr …)

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