Die Welt ist ungerecht!

Heute mal wieder mal ein paar Sachen, die nicht einen einzigen Themenblog ergeben, aber in letzter Zeit habe ich so ein paar Dinge entdeckt die ich mal in einem Blog zusammenfassen will.

Da ist erst mal die Page von Michael Palomino. Ich bin drauf gestoßen weil ich für das Skylab Buch nach von Brauns Raumstationsprojekt gesucht habe. Die Seiten von ihm sind voller abschätziger Adjektive oder Betitelungen. Besonders häufig findet man auf seiner Website das Wort „kriminell“. Jeder der gegen ihn ist ist kriminell. Die Justiz, die Geheimdienste (die ihn observieren!), die Schule, ja auch Wikipedia!

Ich habe dann mal im Netz nach dem Namen gesucht, weil solche Leute ja öfters auffallen. In einem Forum sagte einer „der hängt nun ja jeder Verschwörungstheorie“ an. Denn er hat nicht nur zum Holocaust was zu sagen, auch zu 911 und Moonhoaxern, je eben zu allem. Aber das trifft es nicht. Man muss nur mal seinen Lebenslauf ansehen. Dann wird man feststellen, das der Mann ein ganz anderes Problem hat – die Welt ist gegen ihn! Egal wo man hinschaut Elternhaus, Schule, Ausbildung, Beruf, Aktivitäten, überall stößt er auf Ablehnung. Vielleicht weil er andere Vorstellung von Begriffen hat. So ist es kriminell, wenn er weil er Graffiti anbringt um gegen etwas zu demonstrieren erwischt wird und zu 700 Franken Bußgeld verurteilt wird. Da ist die Schweizer Justiz kriminell. Nein die Schweizer Justiz hält sich nur an die Gesetze und es gibt eben kein Gesetz das politische Graffitis straffrei ansieht und nicht politische als Sachbeschädigung. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 6

SMM ReperaturDie Lösung des letzten Rätsel war etwas schwieriger, da ich diesmal kein Startdatum gewählt habe, also etwas was man in Startkatalogen so einfach nachschlagen kann. Am 11.4.1984 fand ein Ereignis statt, dass die NASA damals frenetisch feierte: Die Astronauten der Mission STS-41C reparierten den Satelliten SMM (Solar Maximum Mission). Zum Hintergrund: SMM wurde am 14.2.1980 gestartet. Schon weniger als ein Jahr später fiel eine Sicherung aus und der Satellit verlor die Möglichkeit die Instrumente präzise auf die Sonne auszurichten.

SMM war der erste Satellit der mit einem einheitlichen Servicemodul ausgestattet wurde, das später über ein Jahrzehnt auch bei anderen Missionen eingesetzt wurde und bei seiner Konstruktion wurde erstmals darauf geachtet, dass er im All repariert werden konnte. Das wurde nun erstmals durchgeführt. Vorher wurde der Orbit mit dem noch verfügbaren Treibstoff um 100 km auf 408 km Höhe abgesenkt. Sonst wäre für die Challenger die Mission nicht möglich gewesen, da sie vorher den 9,7 t schweren Satelliten LDEF aussetzte.

In einem mehrstündigen Außeneinsatz reparierten die Astronauten am 11.4. Solarmax. Das war nicht ohne Probleme. Die Astronauten sollten zuerst den Satelliten mit der MU und eine spezielle Fangvorrichtung einfangen bevor er in die Reichweite des Canadaarms kam. Doch das klappte nicht und der Satellit fing an zu taumeln erst bei einem weiteren versuch klappte das Einfangen und danach das Auswechseln der Elektronikmodule. Der Satellit wurde wieder entlassen.

Die NASA feierte das als die erste gelungene Reparatur im Weltall. Sie sei zu einem Viertel der Kosten eines neuen Satelliten möglich gewesen. Sie hat es auch lange Zeit vorher angekündigt. Ich finde sie schon im 1982 erschienenen Raumfahrtlexikon. Dort war auch zu finden, dass ursprünglich geplant war den Satelliten Mitte 1985 ganz zu bergen. Dazu kam es nicht mehr. (mehr …)

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Stephen Baxter’s „Voyage“

Wieder auch einmal von mir ein Beitrag, dass es in der Zeit nicht mehr geworden sind, liegt leider daran, dass mein Laptop einen Totalschaden hatte, und ich verschiedene Dinge für die Uni an einem anderen PC, der nicht immer frei ist, schreiben musste.

Nun aber nach dem Artikel über den real existierenden „Apollo zur Venus“-Plan etwas aus Stephen Baxters Buch Voyage. In dem Buch geht es um eine bemannte Mission zum Mars, die Apollo-Technologie verwendet. Ich wollte deswegen darüber schreiben, weil sich jemand die Mühe gemacht hat, diese Mission im Simulator Orbiter nachzustellen und zu filmen.

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Raumfahrträtsel 5

Am 26.1.1978 startete der Satellit IUE (International Ultraviolett Explorer). IUE ist eines der Projekte die irgendwie vergessen werden und er hat es nicht verdient. IUE entstand als Gemeinschaftsprojekt zwischen der ESA und NASA im Jahre 1974. Schon weniger als vier Jahre später wurde er gestartet. Er war nach dem ESRO Satelliten TD-1 der erste Satellit der speziell für die Beobachtung von UV-Quellen ausgelegt war. Ursprünglich für eine Betriebszeit von 3 Jahren, verlängerbar auf 5 ausgelegt arbeitete IUE bis zum 30.9.1996 bis er kurz vor dem verbrauch des Treibstoffs abgeschaltet wurde. Das letzte Jahr wurde er exklusiv von der ESA betrieben während sich die NASDA auf den Ausbau eines Datenarchiv konzentrierte. Dabei waren schon 1985 vier der sechs Gyros ausgefallen und die beiden Backupkameras für die visuelle Kontrolle der Spektren waren schon beim Start nicht funktionsfähig wie sich aber erst nach Erreichen des Orbits herausstellte. Die letzten 10 Jahre wurde der Satellit vom Feinausrichtungssensor und einer Softwarelösung auf die Ziele ausgerichtet: Davon hat IUE insgesamt über 9.600 untersucht und dabei 104.468 Spektren produziert.

IUE ist weitgehend unbekannt, auch weil der Satellit Spektren produzierte. Es fehlen eben die „hübschen Bilder“. Allerdings gaben sich weder ESA noch NASA die Mühe den Nutzen der Spektren und zum Beispiel die Ergebnisse die der Satellit lieferte zu erklären. Selbst als Hubble gestartet wurde war der Satellit wichtig – nicht nur hatte er die Möglichkeit tiefer ins UV vorzudringen (bis 115 nm Wellenlänge), er hatte auch ein größeres Gesichtsfeld und konnte Vorerkundungen für Hubble anstellen. Zwischen 2000 und 2003 also nach dem Abschalten listeten noch 15% der Hubbleveröffentlichungen IUE Beobachtungen als Quelle. (mehr …)

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Die Sache mit dem Chimborazo

Ich beantworte heute mal kurz die Frage von „Verkehrsvision“. Bzw. eigentlich nur die erste Teilfrage, weil ich zur Logistik nichts sagen kann. Also bringt es etwas von einem erhöhten Punkt aus zu starten?

Eine Rakete muss einen Orbit erreichen. Das heißt erst mal die Orbitalgeschwindigkeit, z.B. 7786 m/s in einem 200 km hohen Orbit. Doch das reicht nicht. Die erreichte Endgeschwindigkeit einer Rakete ist je nach Typ höher und liegt bei dieser Bahn zwischen 9.200 und 10.000 m/s, wobei am unteren Ende Raketen mit Feststoff als Treibstoff liegen und am oberen Ende Ariane 5 und das Space Shuttle. Die Differenz ist nötig weil wir leider erst mal die Rakete auf 200 km Höhe bringen müssen und es verschiedene Verluste gibt die dazu kommen. Hier mal die Aufschlüsselung: (mehr …)

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