Die Antwort an die Blogleser

Für mich war interessant mal zu erfahren wer so alles den Blog liest und was er erwartet bzw. was er für Interessen hat. Dafür vielen Dank. Vielleicht meldet sich auch noch der eine oder andere. Also erstaunlich war für mich, dass die meisten die sich mit dem Alter geoutet haben, in meinem Alter sind, also so um die Vierzig. (abgerundet). Aufgrund der Tatsache, dass um so mehr Leute Computer regelmäßig benutzen je jünger sie sind (zumindest bis zu einem bestimmten Alter) ist das verwunderlich. Aber vielleicht ist mein Blog ja auch zu anspruchsvoll oder die junge Generation interessiert sich kaum noch für Raumfahrt. Was ich allerdings imemr noch nicht weiss ist warum viele alte Blogkommentatoren nun so still geworden sind und einige die anscheinend schon seit Jahren Leser waren nun plötzlich erst aktiv wurden.

Zu den Interessen: Ich würde nicht mal sagen, dass ich so vielseitig interessiert bin. So viel mache ich nicht: Häufigste Freizeit-Aktivität ist drei bis viermal in der Woche Schwimmen gehen. Aber ich bin ein mehr geistig orientierter Mensch. Neben Raumfahrt programmiere ich auch und unterrichte das seit knapp zwei Jahren auch an der DHBW in Stuttgart. Das war es aber auch mit tiefgehenden Interessen. Ich schaue zwar regelmäßig (populär)wissenschaftliches Fernsehen, auch hier gerne andere Naturwissenschaften  Aber das würde ich nicht als tiefergehende Interessen bezeichnen. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 4

Pioneer 4 Start

Wie schon korrekt erraten, startete am 3.3.1959 die amerikanische Raumsonde Pioneer 4 zum Mond. Sie passierte ihn einen Tag später und erreichte als erste US-Raumsonde das interplanetare Medium. Die erste erfolgreiche Mondsonde stammt von den Sowjets – Luna 1 passierte schon am 2.1.1959 den Mond und Luna 2 schlug am 14.9.1959 auf dem Mond auf, was auch das Ziel von Luna 1 war, aber durch einen Fehler in der Ausrichtung der Flugbahn passierte sie den Mond in 5955 km Entfernung. Die Sowjets dichteten schnell um und nannten die Sonde „Meschta“ – „Traum“, da sie einen Menschheitstraum, das Erde-Mondsystem zu verlassen erfüllte.

Wieder einmal waren die Amerikaner die zweiten gewesen. Und zum zweiten Mal: Sie hätten erster sein können. Die Jupiter-C, welche von Braun für Explorer 1 einsetzte, war ursprünglich für Hochgeschwindigkeitsversuche gedacht: Ausgemusterte Redstones sollten verschiedene Materialproben für Wiedereintrittsköpfe auf Orbitalgeschwindigkeit beschleunigen. Erprobungsflüge gab es schon 1956 und bei einem musste sogar Ballast mitgeführt werden, damit die letzte Stufe nur ja keinen Orbit erreichte. Das sollte der Vanguard vorbehalten sein, einer Rakete die aus zivilen Stufen hervorging, vor allem aber nicht von Deutschen entwickelt wurde. Der Rest ist weitgehend bekannt: Die Vanguard explodierte am 6.12.1957 auf der Startrampe, erst danach dürfte von Braun den Satelliten starten – der Versuch gelang auf Anhieb.

Weitgehend unbekannt ist, das sich ein Jahr später das ganze wiederholte – nun wollte die Air Force die ersten Mondsonden mit Thor-Able Trägern starten. Keine gute Idee, denn die Able Oberstufe (aus der sich später die Delta Oberstufe entwickeln sollte) war bei der Vanguard nicht sehr zuverlässig. Sie war es auch nicht auf der Thor und später auch nicht auf der Atlas. Bei der ersten Sonde, versuchte die USAF noch den Misserfolg zu kaschieren, indem sie die Nummer „0“ erhielt. Doch auch Pioneer 1 und 2 waren nicht erfolgreich. Erst danach dürfte von Braun Trams ran. Pioneer 3 erreichte zwar nur einen erdfernsten Punkt von 102.000 km, aber Pioneer 4 brachte dann das Erfolgserlebnis für die Amerikaner. Die Juno II war eine von Braun entwickelte Jupiter-Mittelstreckenrakete, ergänzt um die Oberstufen der Jupiter-C – keine elegante Lösung aber eine die im Gegensatz zur Thor-Able auch funktionierte. (mehr …)

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Hatte Lamarck doch recht?

Heute kennt jeder Darwins Evolutionstheorie. Etwas älter und lange Zeit genauso populär, war La Jean-Baptiste de Lamarck’s Theorie der Anpassung an veränderte Lebensumstände. Vereinfacht gesagt, besagte die Theorie aus, dass sich Lebewesen an die Umgebung anpassen und diese Anpassungen zu Veränderungen führen. Das klingt heute wir Unsinn, aber wie die Evolutionstheorie geht sie nicht von sprunghaften Änderungen aus. Ein beliebtes Beispiel war die Giraffe – wie kam sie zu ihrem langen Hals? Vielleicht war sie mal eine Antilope mit einem langen Hals. Diejenigen die ihren Hals etwas länger strecken konnten, kamen besser an das Futter in den unteren Ästen und bekamen mehr Nachkommen – mit schon etwas längeren Hälsen. Von diesen überlebten dann auch die mit noch etwas gestreckten Hälsen usw. Bei nur 1 mm pro Generation, die man bei Antilopen vielleicht auf 10 Jahre ansetzen kann, ergibt sich so in schon 2000 Jahren der lange Hals der Giraffe. (Lamarck schrieb viel mehr über Vererbung, aber die Diskussion konzentrierte sich meist auf einen kleinen Teil, den man später als Lamarckismus bezeichnete).

In der Tat kann man damit viele Anpassungen genauso wie bei Darwins Theorie erklären. Sie war sogar zeitweise beliebter, weil sie kein zufälliges Element hatte, sondern eine zielgerichtete Anpassung, die viel eher akzeptabel bei vielen Leuten war. Lange Zeit gab es nur die Biologie der heutigen Lebewesen und die Fossilienfunde. Aufgrund dieser kann man nicht entscheiden ob Darwin oder Lamarck recht hat. Im Gegenteil: Gegen die kontinuierliche Evolution spricht bei Darwin das Problem der „Missing Links“. Viele Arten erscheinen „plötzlich“ ohne große Zwischenglieder aus anderen Arten sich entwickelt zu haben. Lamarck könnte mit der gezielten Anpassung das eher erklären. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 3

Wie korrekt erraten, startete am 20.8.1977 Voyager 2 zu einer Mission, die heute – 33 Jahre später – noch immer andauert. Nun natürlich ist das Voyager Programm nicht eines, sondern DAS erfolgreichste Weltraumprogramm überhaupt. Dank einer günstigen Himmelskonstellation konnten die Raumsonden alle fünf äußeren Planeten besuchen. Pluto wurde ausgelassen und nur eine wurde weiter als zu Saturn geschickt doch selbst diese hat unsere Erkenntnisse über das äußere Sonnensystem revolutioniert. Vielleicht schreibe ich mal ein Buch über die Sonden, aber es gibt schon zwei recht gute englische.

Aber ich habe Voyager 2 aus persönlichen Gründen gewählt. Der eine oder andere mag sich ja gefragt haben, wie ich überhaupt zur Raumfahrt kam. Anders als viele haben mich weder herumspazierende Astronauten beeindruckt noch (zumindest damals) Raketenstarts. Ich habe mich als Jugendlicher für einiges interessiert: Paläontologie, antike Kulturen, Astronomie und da speziell für die Planeten. Als ich dann die Hauptschule 1980 abschloss, bekam ich einen Preis – einen Gutschein in einem Buchladen. Also schaute ich mich um und wollte ein Buch kaufen. Und da fiel mir von Bruno Stanek das Planetenlexikon auf – genauer gesagt der Einband den dieses links wiedergegebene Bild zierte. Ich habe es aufgeschlagen und stolperte über Aufnahmen von Mariner 10, Viking und den Voyagers, die zu diesem Zeitpunkt (Juli 1980) gerade Jupiter passiert hatten. (mehr …)

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Was ist nur mit den Bloglesern los?

Ja ich frage das mal in die Runde, weil ich in den letzten Monaten einige Änderungen gesehen habe.

Fangen wir mal mit dem Publikum am. Ich sehe neue Namen, zumindest was die Häufigkeit der Einträge angeht. Andere alte Namen, darunter frühere Gastblogautoren wie Thomas, Kevin Glinka oder Michel Van scheinen verschwunden zu sein. Andere wie Overlord, der K. oder tp1024 sind noch da, aber äußerst zurückhaltend geworden (zumindest was das Kommentieren angeht, mehr bekomme ich von einem Besuch des Blogs nicht mit).

Also frage an die Neuen: Wie seid ihr auf den Blog gekommen, was interessiert euch, warum besucht ihr ihn regelmäßig? (Gerade das letztere ist für mich interessant, weil ich keinen Blog regelmäßig besuche. Ich stolpere meist nur über einzelne Einträge über Google). (mehr …)

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