Die Steuerreform von FDP und den Linken

Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, wird es bald einen neuen Vorschlag für die Vereinfachung des Steuersystems. Erstaunlicherweise konnten sich dabei die sonst so verfeindeten Parteien "Die Linke "und die FDP sich einigen.

Das neue Konzept sieht so aus:

Es gibt ein garantiertes Grundeinkommen von 9.000 Euro. Hat jemand ein geringeres Einkommen, so gibt es einen staatlichen Zuschuss bis zu 9.000 Euro (750 Euro/Monat). Damit werden alle anderen staatlichen Leistungen (ALG-II, Rentenzuschuss) abgelöst.

Jeder Euro der mehr verdient wird, muss anfangs mit 35% versteuert, wobei der Satz linear absinkt um bei 50.000 Euro 0 % zu erreichen. Alle darüber gehenden Einnahmen sind dann steuerfrei.

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Steve Jobs oder Bill Gates?

Nein, es geht nicht darum, wer der bessere Programmierer oder Geschäftsmann ist. Bei meinen Recherchen für mein nächstes Buch "Computergeschichten" ist mir eine andere Frage gekommen – wer von beiden ist der bessere Chef? Oder mit wem wollen sie befreundet sein?

Nun unstrittig ist, dass Bill Gates sicher nicht jemand ist, denn man als Konkurrenten haben will. Die von ihm initiierten Praktiken sind berüchtigt: Produkte ankündigen die erst in Jahren erscheinen, Demos von Produkten zeigen die nie erscheinen oder wenn nichts hilft dann eben die Software verschenken und Milliarden Verlust machen (IE) bis der Konkurrent pleite ist. Auf der anderen Seite ist zwar die Bezahlung bei Microsoft mies (oder sie war es mal), aber es gab wenigstens die Aktienoptionen als Ausgleich.

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Auflösung Raumfahrträtsel 39

Also mit vielen Tipps hats doch geklappt….

Aber eine Erklärung sollte auch noch folgen.

Uranus hat eine Rotationsachse die um 98 Grad zur Senkechten der Bahnebene geneigt ist, also da die Senkrechte 90 Grad hat, liegt die Rotationsachse praktisch in der Bahnebene.

Das hat zur Folge, dass die Begriffe von „Jahr“ und „Tag“ bei Uranus praktisch identisch sind. Jede Hemisphäre erhält ein halbes Jahr lang Licht und ist ein halbes Jahr permanent im Schatten. und ein Jahr dauert bei Uranus 84 Jahre.

Eine Besonderheit ist die Tag und Nachtgleiche. Zu diesem Zeitpunkt ist tatsächlich die ganze Oberfläche einzusehen, weil nur zu diesem Zeitpunkt die Rotationsachse für kurze Zeit in der Bahnebene steht. Am besten sieht man das auf der Abbildung unten.

Als Voyager 1 1986 an Uranus vorbeiflog war die Stellung so, dass gerade die Sonne senkrecht auf den Südpol schien, also man nur die Südhalbkugel einsehen konnte.

Vorgeschlagen wurde diese Gelegenheit mit einem Nachbau von New Horizons zu nutzen, doch der NASA war die Raumsonde zu teuer. Also wenn man nicht irgendwann mal einen leistungsfähigen Orbiter mit einem RADAR Gerät baut wird man wohl bis 2049 warten müssen – oder eben zwei Sonden im Abstand von 21 Jahren vorbeischicken – begnügt man sich mit den Aufnahmen von Voyager 2 für eine Hemisphäre, dann könnte man 2028 mit einer Raumsonde die andere Hemisphäre beobachten.

Lebensmittelüberwachung – der Fehler liegt im System

Nach dem Dioxinfund kam als zweiter Skandal heraus, dass die Firma dies schon seit 10 Monaten wusste und nichts dagegen getan hat.Wie üblich treten dann Politiker betroffen vor die Presse und kündigen Konsequenzen an. Bis zum nächsten Skandal…

Ich will mal die Situation in Baden Württemberg beschrieben, soweit wie ich das noch von meiner Tätigkeit als Lebensmittelchemiker kenne. Allerdings hat sich seitdem nichts verändert, auch wenn die Untersuchungsämter fusioniert haben. Damals gab es vier Landesuntersuchungsämter für die chemischen Analysen. In jedem arbeiteten etwa 30 Chemiker, dazu ein deutlich kleines Städtisches in Stuttgart. Die Untersuchungen auf Krankheitskeime erfolgten im medizinischen Untersuchungsamt (neben anderen Gesundheitsuntersuchungen) und für Tiere und tierische Erzeugnisse gab es noch das veterinärische Untersuchungsamt. Continue reading „Lebensmittelüberwachung – der Fehler liegt im System“

Juno – die verpasste Chance

Wenn im August die Jupitersonde Juno startet, dann ist diese aus vielerlei Hinsicht etwas besonderes. Das für viele außergewöhnlichste ist es, dass sie die erste Sonde ist, die bei Jupiter noch mit Solarzellen auskommt – dort kommt im Mittel nur ein 27-stel des Lichtes an das im Erdabstand Solarzellen antreibet. Rosetta erreicht zwar auch fast diese Distanz, doch ist sie dann nur im Schlafmodus, während Juno aktiv sein wird.

Für mich außergewöhnlich ist, dass es die erste Raumsonde in dieser Preisklasse ohne leistungsfähiges Kamerasystem seitens der USA ist. Es gab schon vorher Raumsonden der NASA ohne Kamera, doch waren diese welche, die entweder den interplanetaren Raum erforschten (wie die Pioneers), oder es waren preiswerte Raumsonden und technische Gründe verhinderten die Verwendung leistungsfähiger Kameras wie bei Lunar Prospektor durch die Rotation und das kleine Budget. Continue reading „Juno – die verpasste Chance“