Der Fehler im System

Ich habe in der letzten Woche nach längerer Überlegung wieder einen neuen Aufsatz in der Reihe „technische Spinnereien“ fertiggestellt, diesmal über ein neues Konzept für eine modulare Rakete. Es ist etwas zu lang für den Blog, daher der Link zur Website für alle die es interessiert. Als nächstes wollte ich mir mal Gedanken machen über eine unbemannte Raumstation. An und für sich ist das ja schon ein Widerspruch in sich. Wenn man die medizinische Forschung am Menschen ausnimmt, bleibt noch die Erforschung von Pflanzen und Bakterien, die heute auf der ISS keine große Rolle spielt und die Materialforschungssparte, die heute das zweitwichtigste Forschungsgebiet auf der ISS ist.

Für einen effektiven Betrieb müssen in beiden Fällen vorbereitete Probenbehälter ausgetauscht werden. Mir fiel dann ein, dass ein Roboter es in der Schwerelosigkeit viel einfach hätte als auf der Erde. Er ist auf der Erde nur beschränkt mobil, könnte in der Schwerelosigkeit aber sich z.B. mit Druckgas durch den dreidimensionalen Raum bewegen. Damit wären Proben austauschbar und in einem unbemannten Versorger wie der Dragon zur Erde zurückzubringen bzw. neue von dort zu holen. Die Überwachung ginge über Kameras und 24-Stunden-Bodenpersonal sogar effektiver als heute auf der ISS. Dann kam ich auf die Frage die Reparatur, die sich immer wieder stellt und die ja auch immer als Vorteil einer bemannten Station gepriesen wird. Zuggegeben ist hier der Mensch einem Roboter noch überlegen. Ich dachte dann zuerst an modulare Einheiten die man komplett auswechselt, anstatt Einzelteile zu reparieren. Da fiel mir was ein:

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Intelligentes Leben auf dem Mars – Teil 2

Mariner 4 AufnahmeNachdem von 1960 bis 1964 schon zwei Generationen von Raumsonden verloren gingen, schaffte es 1964 die siebte zum Mars gestartete Sonde auch am Mars anzukommen. Mariner 4 hatte eigentlich nur ein marsspezifisches  Experiment, eine TV-Kamera. Alle anderen Experimente maßen Strahlung, Teilchen, Stäube und Magnetfelder. Die Kamera wurde in rund 15.000 km Entfernung aktiviert und übermittelte 22 Bilder. So viele passten nicht auf das Magnetband, sodass es vom 22.sten Bild nur 22 Zeilen gab. Die Bilder wurden dann langsam übertragen – das NASA DSN schaffte damals nur eine Datenübertragungsrate von 8,33 Bit/s. Obwohl die Bilder weder hochauflösend , noch besonders scharf waren, zeigten sie doch etliche Krater, aber keine Kanäle, dabei hatte die Bildserie einen Streifen quer vom Nordpol bis nahe des Südpols gezogen und dabei zahlreiche „Canali“ überquert.

Damit war die Vorstellung von intelligentem Leben auf dem Mars endgültig gestorben. Mehr noch. Da die Aufnahmen nur Krater zeigten, machte sich die Vorstellung breit, der Mars wäre ähnlich öde und mit Kratern übersät wie de Mond. Mariner 4 hatte kein Spektrometer an Bord um die Zusammensetzung der Atmosphäre zu bestimmen. So gab es Informationen über die Atmosphäre nur auf indirektem Wege. Der Atmosphärendruck wurde auf 30 mb geschätzt. Je nach Wissenschaftler war Stickstoff oder Kohlendioxid der Hauptbestandteil der Atmosphäre. Ein Magnetfeld konnte nicht festgestellt werden. (mehr …)

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Intelligentes Leben auf dem Mars?

Der Mars hat schon immer die Menschen fasziniert. Als die ersten Fernrohre aufkamen, konnte man auf seiner Oberfläche farbliche Nuancen ausmachen, die sich auch zeitlich leicht änderten. Sehr bald erkannte man, das der Mars zwar kleiner als die Erde war. aber in anderen physikalischen Parametern der Erde ähnelte. So konnte schon 1719 seine Rotationsperiode von Maraldi auf 24 Stunden 40 Minuten bestimmt werden und die Rotationsachse war 23,5 Grad geneigt – beides ähnliche Werte wie bei der Erde.

Sehr schwierig war zuerst die Anfertigung von Karten. Wer einmal selbst den Mars durch das bloße Auge beobachtet hat, weiß, das er fast konturlos ist, es dauert mehrere Minuten bis man sich an den Anblick gewöhnt hat und nur kurz sieht man dann Details, weil auch die Luftunruhe diese gerne verschmiert.

Aufsehen erregte eine Karte die 1878 von Schiaparelli gezeichnet wurde, Sie zeigte erstmals lange gerade Linien, die Schiaparelli  “Canali“ nannte. Der Begriff selbst ist ein Kunstwort. Im Italienischen gibt es nur „Canale“, das sowohl künstliche Wasserstraße wie auch Flusskanal bezeichnet. Schiaparelli sah sie als Verbindungsweg zwischen den dunklen Gebieten an die man als Meere interpretierte. Er hat sich jedoch Zeit seines Lebens nicht über künstliche Wasserläufe geäußert sondern auf einen natürlichen Ursprung bestanden. (mehr …)

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Berechtigte Erwartungen

Ich möchte heute wieder ein aktuelles Thema aufgreifen. Ich habe ja kürzlich erst Sven Pipers Buch kritisiert und da kam mir die Idee für diesen Blogeintrag. Mir fiel es recht schwer das Buch zu kritisieren. Ich schreibe ja auch erst seit drei Jahren. Ich weiß auch, das meine ersten beiden Bücher nicht stilistisch so gut waren und eigentlich lerne ich bei jedem Buch noch was hinzu. Inzwischen ziehe ich, wo es nur geht, Daten in Tabellen. Die sind nun auch immer so breit wie die Seite und werden nicht umflossen. Bei Bildern versuche ich das auch, klappt aber nicht immer, wenn das Ausgangsmaterial keine starke Vergrößerung zulässt. Es gibt mittlerweile in jedem Buch ein Abkürzungsverzeichnis mit Erklärung und einführende Kapitel.

Wenn jemand gerade erst anfängt, sollte man daher nachsichtig sein. Auch das Schreiben muss man erst lernen. Schlussendlich trifft eine negative Kritik immer auch den Autor. Besonders gilt das, wenn man beim Lesen merkt, dass das Buch zwar handwerkliche Mängel hat, man aber erkennt, dass er den Stoff nicht einfach hinschreibt, sondern es ihm wichtig ist, gerade das Buch zu schreiben und nicht irgendeines um Geld zu verdienen. (mehr …)

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