Red Dragon

Bei der Routinerecherche der üblichen Raumfahrtnews bin ich über folgenden Vorschlag einer unbemannten Mission gestoßen, genannt „Red Dragon“. Der SpaceX Artikel hat leider keine Details was diese eigentlich forschen soll und was sie mitführen soll. Aber versuchen wir, es mal zu diskutieren.

Teil 1: Kann eine heutige Dragon (2) als Red Dragon auf dem Mars landen?

Klar Antwort: Nein! Sie ist ausgelegt für Erdorbit Missionen mit kurzer Dauer und einer Wasserung. Wenn sie als Red Dragon zum Mars fliegen soll, muss sie zum einen für eine viel längere Reisedauer qualifiziert sein, was ich jedoch voraussetze. Heute ist jeder Satellit für einen Betrieb über einige Jahre ausgelegt. Ich wüsste nicht was es an Gründen geben sollte, warum dies bei einer Dragon nicht so sein sollte. Das schwierigere ist, dass die Bedingungen andere sind. Die Dragon heute muss aus einem niedrigen Erdorbit entweder direkt oder über einen TDRSS Satelliten mit der Erde kommunizieren. Die Bestimmung der Position im Raum kann mittels GPS erfolgen, was auch verwendet wird, soweit ich informiert bin. Für Marsmissionen ist eine Hochgewinnantenne nötig, die der Erde nachgeführt wird. Es sind eigene Navigationseinrichtungen wie Starmapperkameras nötig. Die Lageregelung wird bestimmt nicht mehr durch Triebstoff geschehen, weil das über Monate einen enorm hohen Verbrauch bedeutet und die Solarzellen reichen für die Stromversorgung nicht mehr aus, denn beim Mars muss mehr geheizt werden und ihre Leistung sinkt auf weniger als die Hälfte durch den größeren Abstand von der Sonne ab. (mehr …)

WeiterlesenRed Dragon

Vermischtes

Heute mal wieder ein Kurzweilliger Blog, mit ein paar Schnipseln, die mir so einfielen, und zu denen ich eure Meinung wissen möchte, die aber für einen Blog wohl zu kurz sind. Für alle Raumfahrtfans gibt es heute noch ein extra Raumfahrträtsel.

Das erste betrifft das Wasser. Wasser ist was wunderbares. Es erquickt nicht nur beim Trinken, sondern Wasser ist auch toll zum Baden, Plantschen Schwimmen. Kein Wunder, besteht doch der Körper zu 70% aus Wasser. So ist es keine Überraschung wenn Wasser sich auch auf der Haut gut anfüllt. Es gibt eine Ausnahme: Die Nase. Jeder kennt dass: wenn flüssiges Wasser in die Nase kommt brennt sie, man muss husten. Wasserdampf ist kein Problem und das wird ja auch bei Erkältungen genutzt (Dampfbad). Ich bin drauf aufmerksam geworden, seit ich bei GNTM und dem „Sommermädchen 2011“ drauf gekommen bin, dass es in Deutschland noch Frauen mit 20-30 gibt die nicht tauchen können, ohne sich die Nase zuzuhalten. Also ich gehe ja dreimal in der Woche Schwimmen und da können eigentlich alle Kinder jenseits von 7 Jahren tauchen, ohne sich die Nase zuzuhalten. Es ist ja ganz einfach. Wasser dringt nicht ein, wenn die Nasenöffnung nach unten schaut, wenn man zur Wasseroberfläche blickt, die Öffnung also nach oben schaut muss man eben leicht ausatmen. Gefahr droht mehr von Spritzern oder kleinen Wellen, wenn jemand mit viel Schmackes an einem vorbeischwimmt. Warum reagiert die Nase so empfindlich? Meine Vermutung: so soll verhindert werden, dass Wasser in die Lunge gelangt. (mehr …)

WeiterlesenVermischtes

Die NK-33 Triebwerke – Teil 3

So, heute der letzte Teil des Aufsatz über die NK-33 Triebwerke.

Kistler K-1

Kistler K-1Da traf es gut, dass Russland durch das eingestellte N-1 Mondlandeprogramm über überzählige Triebwerke der Mondrakete N-1 „Herkules“ verfügte. Kistler sicherte sich die Vorkaufsrechte an 58 Triebwerken des Typs NK-33 (verwendet in der ersten Stufe der Mondrakete) und 18 des Typs NK-43 (verwendet in der zweiten Stufe der Mondrakete).

Aerojet, ein bekannter amerikanischer Entwickler von Triebwerken (unter anderem für die Titan und Delta) bekam den Auftrag diese zu testen und modernen Anforderungen anzupassen. Aerojet kaufte 36 Triebwerke und bezahlte für einen einen Betrag von 1,1 Millionen Dollar. Am 12.3.1998 fand der erste Test eines NK-33 Triebwerks bei Aerojet statt. Über 145 Sekunden wurde der Schub zwischen 803 und 1607 kN variiert.

(mehr …)

WeiterlesenDie NK-33 Triebwerke – Teil 3

Die NK-33Triebwerke – Teil 2

Heute geht es bei den NK-33 Triebwerken, weiter mit Teil 2: Plänen sie in russischen Trägern einzusetzen

Nach dem Zusammenbruch des N-1 Programmes

1974 wurden alle Arbeiten an der N-1 eingestellt. Während viele Teile der Raketen sehr praktisch verwendet wurden (als Garagendächer, für Sandkästen etc.) oder verschrottet wurden, entging der Großteil der NK-33 Triebwerke diesem Schicksal. Sie wurden in einem Warenlager eingelagert. Wie viele Triebwerke überlebten, darüber gibt es keine zuverlässigen Zahlen. Es wird die Zahl 150 genannt. Heute (2011) existieren mit Sicherheit noch 66 Triebwerke (36 in den USA, 30 in Samara) die einsatzbereit sind. Ob es noch weitere gibt und in welchem Zustand sich diese befinden ist ungeklärt. Es gab in der Folge zahlreiche Ideen, die Triebwerke auch in russischen Raketen zu verwenden. Keiner dieser Vorschläge wurde jedoch umgesetzt, obwohl einige recht jung sind (Angara 5-SLK, Sojus 1, 2-3). Wie bei anderen Trägerprojekten Russlands fehlte das Geld für die dafür notwendigen Entwicklungsarbeiten. So kam Bewegung erst als sich die amerikanische Firma Kistler für die Triebwerke für ihre Kistler K-1 interessierte.

(mehr …)

WeiterlesenDie NK-33Triebwerke – Teil 2