75 Jahre Explorer II und anderes

Am 11. November 1935 stieg ein riesiger Ballon aus einer Schlucht nahe Rapid City, South Dakota, auf. Es war um 7:01 Mountain Standard Time, als Capt. Albert W. Stevens und Capt. Orvil A. Anderson ihren Aufstieg auf 22.066 Meter Höhe begannen. Und das ist nun 75 Jahre her. Der Ballon hieß deswegen Explorer, weil Stevens der erste war, der einen Ballon als eine weitreichende Forschungsplattform benutzte. Die früheren Aufstiege (z.B. die von Piccard) hatten sich hauptsächlich auf die kosmische Strahlung konzentriert. Nun wurden aber neben der Strahlung auch die Ozonschicht, die elektrische Leitfähigkeit, die chemische Zusammensetzung , die Helligkeit von Sonne, Erde und Himmel, die Existenz von Bakterien, die Widerstandsfähigkeit von Pilzen und die Mutationsrate von Fruchtfliegen untersucht. Insgesamt wogen die wissenschaftlichen Geräte in der Ballonkapsel allein 1.000 kg.

Mein Ballon wird zwar pro Aufstieg nicht so viel erreichen können, aber trotzdem sind in der möglichen Nutzlast von 2 kg schon eine Reihe von gleichzeitigen Messungen möglich, die ohne moderne Elektronik (und der dadurch möglichen Gewichtseinspartung) nicht möglich wären. Dazu gehören natürlich die „Grundmessungen“, die jeder Wetterballon durchführt: Druck, Temperatur, Luftfeuchte, Wind (über die Bahn, mit Hilfe der GPS-Daten). Dazu könnten dann auch ein Luxmeter, Gassensoren, o.ä. kommen.

Und noch etwas zur Gesellschaft, nachdem ich letztes Mal über übervorsichtige Mütter geschrieben habe. Momentan läuft ja wieder „Bauer sucht Frau“ und davor lief „Schwiegertochter Gesucht“ bei einem bekannten Sender mit drei Buchstaben. Bei Fernsehkritik.tv wurde in der vorletzten Folge ein Ausschnitt gezeigt, bei dem der TV-Koch Tim Mälzer in einer Talkshow im NDR kritisch über solche Sendungen sprach, hier wird das gezeigt: http://www.fernsehkritik.tv/folge-56/1490/

Ich finde, er hat nicht unrecht, vor allem, weil in den genannten Sendungen ja auch Personen vorkommen, die aufgrund ihres Aussehen oder Behinderung (es kam u.a. in SG ein Kleinwüchsiger vor, und einer der Bauern in der nun laufenden Sendung wackelt ständig mit dem Kopf) für das Publikum vor den Fernsehern wohl als besonders lustig dargestellt werden sollen (Im FKTV-Beitrag sieht man ja wie die Moderatorin erzählt, dass man einem Stotterer wohl nahegelegt hatte, nicht an der Sendung teilzunehmen, ich persönlich bezweifle das aber.).

Was denkt ihr dazu?

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