Auflösung Computerrätsel 12

Tja nun ist es doch auf Anhieb richtig geraten worden. auf der einen Seite erratet ihr nicht den IMSAI 8080, aber eine S-100 Karte für einen IMSAI 8080 erkennt ihr auf Anhieb. komisches Völkchen meine Blogleser – lauter Profis die leider viel zu wenige Gastbeiträge schreiben und damit auch andere von ihrem Profiwissen teilnehmen lassen. Immerhin rafft sich ja Alexander auf. Morgen gibt es einen neuen Gastbeitrag von ihm.

Es war eine Karte mit phänomenalen 8 KByte RAM, gespeichert auf 64 Chips des Typs 2102, also statischen RAM’s mit jeweils 2048 Bit. Ich bin drauf gekommen als ich für mein Buch recherchierte. MITS hatte enorme Probleme die ersten Speicherkarten fertigzustellen. Sie wollten Karten mit 4 KByte dynamischen RAM veröffentlichen, doch viele funktionierten, nicht obwohl sie mehrmals den Hersteller der Chips wechselten. Was so genau schief lief habe ich nicht rausbekommen. Doch der 8080 Prozessor hatte, das ist bekannt Probleme den Refresh von dynamischen RAM’s zu erzeugen. Später brachte Intel die beiden Bausteine 8224 und 8228 heraus, die das Problem lösten. Sie fanden sich auf der „B“ Version des Altair 8800, die mit dynamischen RAM’s funktionierte.

Doch andere Hersteller waren schneller und Prozessor Technologies brachte vor MIS eine Speicherkarte mit 4 KByte statischem RAM heraus – etwas teurer, aber sie funktionierte. So gab es als Verkaufsargument für die Karte von MITS nur das BASIC das es mit Karte für 60 Dollar gab, ohne dagegen kostete es 200.  (Mit Sicherheit bei 3,2 KByte Größe, also rund 1.600 Zeilen, die teuerste Software im Consumerbereich die es je gab). Ed Roberts hielt nichts von Konkurrenten und sprach von „Parasiten“, „Schmarotzern“ und 2004 noch von „Dieben“. Doch der mit dem Altair eingeführte Bus mit genau 100 Pins, denn dann zahlreiche 8080 und Z80 Systeme übernahmen ermöglichte etwas was auch noch einige Jahre später bei Heimcomputern noch nicht selbstverständlich war: Man konnte eine Karte mit einem S-100 Bus Anschluss kaufen und einfach in seinem System einsetzen!

Ich meinte jemand hätte auch ohne Kenntnis der Karte in die Nähe der Speichergröße kommen können. Das Design der Karte, der Bus mit viel weniger Pins als heute üblich, vor allem aber die Anzahl der Pins pro Chip gaben Hinweise, die man zur Recherche nutzen könnte.

5 thoughts on “Auflösung Computerrätsel 12

  1. Ich hab ja auf ’ne 512KB Karte für die Schneider CPC Serie getippt, weil ich von 4164-Chips ausgegangen bin, die auch 16 Anschlüsse haben. Dummerweise funktionierte die Übertragung gestern Abend aus einem mir nicht erklärlichen Grund nicht mehr… – Ich bekam auf einmal nur noch die Meldung, das der Server zu lange braucht, um zu antworten.

  2. Das Erkennen der Karte hat wirklich nichts mit Profitum zu tun. Schließlich ist der Name des Herstellers auf der Platine zu lesen und eine S-100 Karte lag nach den vorhergehenden Beiträgen ja auch nahe. Der Rest war also bloß ein paar Klicks übliche Internetrecherche. Das Finden von Hinweisen war wohl nicht so gemeint, aber manchmal führt auch der einfache Weg zum Ziel.

    Gruß

    JAstro

  3. Nein. Das Netzteil war zwar ein Problem bei den Altairs (es lieferte 8A Spannung und keine Karte sollte mehr als 0,5 A verbrauchen), aber die funktionierenden SRAM Karten von Processors Technologies arbeiteten ja in den Altairs obwohl sie sich nicht an das 0,5A hielten (es gab Karten die bis zu 2,5 A zogen).

    Das Netzteil war aber der Grund dafür, dass MITS keine Karte mit statischen RAM’s entwickelte, weil eine mit dynamischen RAMS einen kleinen Stromverbrauch hatte und die 0,5 A Grenze nur knapp sprengte. Vielleicht hast Du das verwechselt.

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