Was mir an SpaceX gefällt

Die Reaktion einiger zu meinem letzten Blog hat milch zu meinem heutigen Blog bewegt. Einige sind offenbar der Meinung, ich habe etwas generell gegen die Firma. Wie ich schon in den Kommentaren verdeutlicht habe, geht es vor allem um die Informationspolitik. Sie besteht zum einen aus ziemlich großspurigen Statements von Musk und entsprechenden Auftritten die unterschwellig suggerieren, alle anderen Raumfahrtfirmen wären strunzdoof  und geldgeil (auch wenn er es nicht explizit sagt) und dem krassen Gegensatz zwischen Ankündigungen und Erreichtem, insbesondere beim Verschweigen von nicht so positiven Nachrichten. Das macht natürlich auch stutzig bei den positiven Nachrichten ob diese denn nun stimmen. Doch damit kein falscher Eindruck entsteht heute ein Blog in dem ich mal schreibe was mir an SpaceX gefällt.

Doch zuerst mal was grundsätzlichem: ich meine es ist natürlich, dass man sich über die Dinge auslässt die einem nicht gefallen. Über die Dinge, die einem gefallen, kann man wenig schreiben zumindest fällt einem das meist nicht auf, anders als die Dinge die einen stören. So habe ich ja auch andere Themen mehrfach aufgegriffen ohne dass mir jemand deswegen Vorwürfe gemacht hat, ich wäre dagegen so die chaotische Trägerpolitik der ESA bei ariane 5+6+Vega, Europas Schlingerkurs bei der ISS und der Beteiligung. Vielleicht bin ich auch das was man bei uns einen „Bruddler“ oder „Burdeller“ nennt also einer der sich über alles beschwert, zumindest bin ich eher Pessimist als Optimist. Aber zurück zum Thema: was gefällt mir an SpaceX?

Die Entwicklung der Falcon 1 und 9: Sie ist konsequent. Mit der Falcon 1 wurde im Prinzip das Triebwerk flugerprobt und das mit verhältnismäßig geringem Aufwand. Die Verwendung eines Triebwerks in zwei Stufen spart kosten und durch den gleichen Durchmesser sind auch Strukturen preiswert zu fertigen. Das erinnert mich an die Vikings in der Ariane 4, meinem Lieblingsträger, wo das Konzept ja auch kommerzielle erfolgreich war. Sinnvoll wären auch weitere Versionen, die die Firma zumindest bei der Falcon 5 angedacht hat. Für LEO Missionen z.B. eine Falcon mit weniger Triebwerken in der ersten Stufe und nur teilweise gefüllten Tanks wie die Falcon 5, für GTO Missionen Versionen mit weniger Triebwerken als die Falcon heavy die schon wieder zu leistungsstark ist z.B. mit Boostern oder einer Zentralstufe mit weniger Triebwerken.

Das es die Firma überhaupt gibt und sie zumindest die in den USA verkrusteten Strukturen aufbricht ist positiv. Die folgen sehen wir ja auch bei Arianespace, auch wenn man mit der Entwicklung der Ariane 6 meiner Ansicht nach die falschen Schlüsse gezogen hat. Mehr Konkurrenz ist immer gut, vor allem weil in Europa und den USA in den letzten Jahrzehnten die meisten Luft und Raumfahrtkonzerne fusioniert haben und so die Konkurrenz immer kleiner wurde. Auch ULA scheint ja nun durch Preissenkungen zu reagieren.

Ich finde den Ansatz bei der Fertigung vieles „in House“ zu machen zumindest einen Versuch wert. Auf der einen Seite scheint dies die Kosten zu senken (das muss nicht so sein, bedenkt man die kleine Stückzahl in der Raumfahrt, so kann die Alternative etwas zuzukaufen das woanders in größerer Stückzahl produziert wird auch interessant sein). Zum anderen scheint es für die Verzögerungen bei der Produktion mitverantwortlich zu sein, denn die Produktion muss nun viel mehr Teile herstellen können, während man sich sonst auf einen eingespielten Zulieferer verlassen kann.

Der generelle SpaceX Weg scheint es zu sein, zahlreiche „Abkürzungen“ zu nehmen. In der Raumfahrt hat sich ein rigides Qualitätsmanagement etabliert, das alles mehrfach nachkontrolliert, sehr viele Redundanzen vorhält. Beides steigert Kosten. Das zumindest die Redundanzen wichtig sind hat SpaceX bei der Falcon 1 gelernt als man Systeme wegließ die woanders selbstverständlich waren, wie Prallbleche oder Retroraketen. Bei der Qualitätssicherung gilt es wahrscheinlich einen Mittelweg zu finden zwischen übertriebenen Kontrollen, die nur Kosten steigern und Risiko eines Ausfalls durch vergessene Arbeiten oder Teile. SpaceX tendiert eher zu weniger Kontrollen, die sich dann in Problemen vor dem Start oder in zwei Fällen auch Triebwerksausfällen äußern. Wenn sie hier einen tragbaren Mittelweg finden, dann könnten die anderen Raumfahrtfirmen übernehmen und auch ihre Kosten senken.

Der Versuch der Bergung an Land ist ein konsequenter Schritt zur Wiederverwendung. Ich habe meine Zweifel ob es in der derzeitigen Form mit einem Rückflug zum Startplatz wegen des hohen Treibstoffverbrauchs wirtschaftlich sinnvoll ist. Persönlich würde ich eine andere Vorgehensweise wählen, aber es ist der erste echte Versuch dieser Art.

Die Firma scheint nachdem sie die ersten Jahre vor allem auf konventionelle erprobte Technik gesetzt hat nun mehr und mehr neue Technologien zu setzen, die erst entwickelt werden müssen und daher innovativ zu sein (das kann man sich auch erst leisten, wenn man gesicherte Umsätze hat). So der 3D-Druck, die Verwendung von Triebwerken mit flüssigem Treibstoff als LAS oder dem Staged Combustion Verfahren mit LOX/Methan. Hier finde ich die schon an Geheimniskrämerei grenzende Informationspolitik besonders schade, sie schadet meiner Ansicht nach der Firma mehr, die so Sympathie und Bewunderung für diese Leistung verschenkt.

17 thoughts on “Was mir an SpaceX gefällt

  1. @Bernd:
    Wow ich ziehe meinen Hut, wirklich sehr sehr gut!!!
    Und das meine ich sowohl was den Inhalt, die Form, das Abwegen zwischen schlechtem und gutem, und auf jeden Fall das du da sicher über seinen Schatten gesprungen bist.

    Damit hast du mich sehr überrascht, klasse gemacht!!! Und das ohne Hintergedanken.
    Ich denke du hat damit etwas verändert, was deine, in der Sache durchaus berechtigte Kritik, sehr viel glaubwürdiger macht. Da kann dir jetzt keiner mehr so einfach kommen und sagen du bist Blind.

    Mal was von mir persönlich. Ich selbst sehe auch viel zu oft alles was schlecht läuft, sei es auf der Arbeit, die ich gerade (noch) nicht habe, wie daheim.
    Ich versuche aber bewusst, gegen meine unbewusste Natur, auch positive Dinge zu sehen und das auszusprechen. OK, das ist manchmal Hammer hart und ich muss da immer wieder bewusst mich zwingen auch das manchmal wenige positive zu sehen und auszusprechen.
    Ich lass mich vom Gedanken leiten, dass ich zwar selber berechtigte Kritik benötige, damit falsche und schlechte Dinge abstellen kann, ich aber dort, wo ich Dinge schon besser mache mindestens genau soviel ein positives Feedback benötige um zu wissen, ich bin zumindest Teilweise auf dem richtigen Weg.
    Nur Kritik, ist wie ein Regelkreis der nur auf einer von zwei Seiten einen Sensor hat, man weiß zwar jetzt ist der Tank leer, aber nie ob er bis oben voll ist.

    In dem Sinn, herzlichen Dank für die Installation des zweiten Sensors am Regelkreis: SpaceX

    Gruß, U.Klakow

  2. @ Klarkow

    das Ausblenden von Kritik und das Nichtbeachten von negativen Fakten führt aber zu nichts.
    Das ist ein ideologisches Priniep mit dem sozialistische Staaten immer wieder auf die Nase fallen.

    Beispiel:
    In einem Forum gab es mal eine rege Diskusiion zum Thema Weltraumlift mit deiner Beteiligung.
    Du hast damals Laborwerte für Nanotubes genommen und daraus ein Seil berechnet, welches bereits heue mit wenigen Raketenflügen zu bauen sei.
    Die Tatsache das die Systemmreißlänge (Seil, Brücke usw) viel geringer ist als die spez. Materialreislänge hast du einfach ignoriert, damit es passt.
    Auch die Tatsache das das Seil täglich 1 mal den Mond passiert und die Gezeitenkräfte des Gesamtseils an der dünnsen Stelle eine vervielfachung der nöigen Reißfestigkeit bedarf hast du als nebensächlich abgetan.

    Das Prinziep wendest du auch auf SpaceX an. Aber was nützt es?

    Wenn du in einer Geisteswissenschaft die Mehrheit von deiner These überezeugst, bist du im Recht.Aber selbst wenn du 100% aller Menschen davon überzeugst, dass eine Rakete fliegen wird sind die Changsen für einen Erfolg dadurch nicht höher als wenn nur die Hälfte daran glaubt.

    Bernds Prognosen für Eckdaten der Raketen waren niemals zu negativ.
    Wenn er eine Prognose abgab war das geschrei groß.
    Aber er hat immer ins schwarze getroffen, oder seine abschätzung waren sogar immer noch zu positiv. (Nutzlast Falcon 9 u. Starttermine)

  3. Kay (et al),

    das liegt halt auch daran, daß die Unterhaltungen rund um SpaceX aus welchen Gründen auch immer, kaum mehr technischen und fachlichen, sondern religiösen Charakter haben.
    Das sieht man auch sehr schön im Fanboyforum Nr 1; wenn Sachargumente ausgehen, werden „Kritiker“ dann eben auf persönlicher Ebene angegriffen, oder ohne Kenntnisse der jeweiligen Person konstatiert „Du hast ja keine Ahnung“.
    So wie bei Jüngern einer Endzeitreligion die Tatsache, daß die Welt entgegen allen Ankündigungen eben noch nicht untergegangen ist, ignoriert und durch neue Vorhersagen „aber jetzt kommt das Ende der Welt bestimmt“ und Lobpreisungen ersetzt wird, werden in Fankreisen eben auch unbequeme Tatsachen oder gar Zweifel nur sehr selektiv wahrgenommen und ggf. einfach ausgeblendet.
    Nun, die Fanboys sollen sich an ihren Träumen freuen, das ist sehr schön für sie, sie können sich an geeigneter Stelle auch gegenseitig im kleinen Kreis unterhalten und bestätigen wie schön und toll alle Ankündigungen, Konzepte und Ideen sind, ist ja auch nett und manchmal ausgesprochen amüsant zu lesen. Nur, mit einer rationalen und technisch fundierten Diskussion hat das eben nichts mehr zu tun.

    Bernd mag eine verbesserungswürdige Orthographie haben (das haben andere aber auch), aber seinen Beiträgen liegen weitestgehend solide Recherchen zugrunde, und vor allem er denkt erst und schreibt dann.

    Und, Bernd, zum Begriff „Pessimist“ oder „Optimist“: Ich sage immer „Der Optimist hat nur zuwenig Informationen“ 🙂

    Anja

  4. Schön zu sehen, dass das, was dir an SpaceX gefällt, einen ganzen Artikel füllen kann (naja fast)… 😉

    Wie ich schon mal erwähnt hatte: SpaceX ist einfach anders als andere Firmen, ihr Ansatz ist von Ingenieuren dominiert, die einfach mal ausprobieren und etabliertes einfach mal auf den Kopf stellen, um zu sehen, ob mans denn auch wirklich braucht. Ja, man könnte den Ansatz fast spielerisch nennen. Im Kalten Krieg war Raumfahrt eine bierernste Sache, da ging es darum, den ideologischen Gegner zu schlagen – heute geht es nur noch darum, wer mehr Satelliten hochschiessen darf. Diese spielerische Ansatz, kombiniert mit Musk’s Lust an Visionen und am Reden darüber, schlägt sich auf die eher frivole Ankündigungspolitik durch: man kündigt etwas an, macht dann aber was anderes, man inszeniert sich, etc. Ich denke, man bekommt da auch den Lernprozess dieser Firma mit: am Anfang dachten sie, sie könnten tatsächlich alles besser als die anderen machen (so wie du’s ja auch schon angedeutet hast), aber dann merkten sie irgendwann, dass das, was früher war, nicht ausschliesslich dumm und rückständig ist. Aber dieser frische Ansatz sorgt eben auch für echte Innovation, für Ausprobieren, fürs Eingehen von Risiken (technischen, finanziellen, nicht menschlichen – bisher). Und das hat der amerikanischen (bemannten und teilweise auch unbemannten, wobei ich hier die Raumsonden ausdrücklich ausnehmen möchte) Raumfahrt seit 1981 doch sehr gefehlt.

    Denkst du wirklich, es gäbe einen Markt für eine Falcon 5? Die Falcon 9 grast doch jetzt schon fast den ganzen Kleinsatelliten-Markt ab. Was die Heavy angeht, ich denke, der ist keine grosse Zukunft beschieden. Sie ist ein Lückenfüller, bis SpaceX das Konzept für eine Grossrakete mit 9 Raptors unter der (wiederverwendbaren) ersten Stufe vorstellt. Eine solche Rakete hätte wohl bereits mit einem einzigen Kern mehr Nutzlast als die Heavy. Wenn man die erste Stufe wiederverwenden kann (und, zumindest in der Absicht, auch die zweite), spielt es keine grosse Rolle, ob man die Nutzlast ganz ausnutzt oder nicht.

    Betreffend „in house“-Fertigung: offenbar ist das ein Mythos. Die Fertigung der Raketen selbst ist zwar völlig „in house“, aber SpaceX hat – gemäss Shotwell in einem kürzlich geführten Interview – über 3000 Zulieferer für Basisausrüstung (z.B. Kabel), und für jeden ausgegebenen Dollar gehen 62 Cent an diese.

  5. Ja ich denke den gäbe es. Die NASA hat einen bedarf an der Delta II Klasse. Das merkt man wenn man Planetensonden mit der Atlas startet und sie nutzen nur einen teil der Nutzlast aus, inzwischen starten sie sogar von Vandernberg aus Planetensonden, um das Cape bei den Starts zu entlasten, wenn man eh nur die Hälfte der Nutzlast belegt …

    Die NASa hat ja auch nicht umsonst alle noch verfügbaren Delta II aufgekauft. Gerade für eine Firma die so „spilerisch“ wie SpaceX ist sollt einfach das Ausbauen von vier triebwerken und nicht voll Tanken kein Problem sein oder?

    Ob JKunden die Starts gebucht haben auch so begeistert sind wenn ihr träger einfach eingestellt wird mag mal dahingestellt sein.

  6. @kay:

    Vielleicht solltest du mal wirklich lesen was ich geschrieben habe, ich habe das was Bernd an Kritik angebracht habe nicht verneint, ich habe aber gesagt das diese Darstellung einseitig ist.
    Das mit dem SpaceLift ist echt lustig, vor allem das mit dem Mond, hast du den Einfluss durch gerechnet, wenn ja, lass mal die Zahlen rüberwachsen.
    Das mit der Haltbarkeit hast du leider auch nicht kapiert, ich hab von 10-15 Jahren geschrieben. Vielleicht schaust du dir mal an wie sich z.B. Glasfasern entwickelt haben, glaubst du den die hätten anfangs auch nur halbwegs die Längen und Materialeigenschaften gehabt wie heute? Wie kommst du den auf die Idee das es nicht gelingen kann C-Tubes herzustellen die beliebig lang sind? Bist du etwa so weiße das du heute schon alle Verfahren beurteilen kannst die für diese technologischen noch entwickelt werden?
    Falls ja, schlage ich vor du wechselst den Beruf und wirst Orakel, aber bitte schick mit erst die Lottozahlen für die nächste Ziehung, das ist dagegen wohl eine kleine Übung für dich.
    Dein Geschreibe über Geisteswissenschaft kannst du auch in den Müll packen, das hat nur etwas mit der Wahrnehmung von dem zu tun was eine Person sagt und nichts damit ob Aussagen von ihm wahr- oder unwahr sind. Er, in dem Fall Bernd kann mit allen Aussagen 100% richtig liegen und doch wird seine Aussage falsch interpretiert.
    Du kannst locker deiner besseren Hälfte immer nur sagen was sie falsch macht, dabei auch immer recht behalten und doch liegst du dann komplett daneben, die Beziehung wird ziemlich unangenehm werden und du bist irgendwann alleine.
    Du kannst sowas gerne mal Versuchen, aber bitte übernehme die Konsequenzen davon.

  7. Ich denke wenn man einen nahezu voll wiederverwendbaren Träger hat (Falcon XX, mit oder ohne Booster, alles mit 10m Cores, ist das dem Kunden dann auch egal.
    Rechnungsmässig läuft das dann vielleicht so ab:
    Nutzlast 7,15t auf eine Polarbahn von 900km Höhe

    1) 17,5M$ Anteilsmäßiger Wert F9 XX Core 350Millionen$/20(=Wiederverwendungen)
    2) 0,00$ Booster keine
    3) 5,5M$ Starthandling, exklusiver Nutzung
    4) 1,2M$ Treibstoffkosten für benötigte Nutzlast
    5) 0,8M$ Nutzlastintegration
    6) 0,27M$ Abwicklung
    7) 0,00$ Startpriorität, Standart, also ohne Aufpreis
    8) 0,17M$ Startgebür an Bundeskasse (USA)
    9) 0,00 Rückführung nicht gewünscht
    10) 0,00 Keine Netzlastversicherung
    ——————————————————–
    10)25,44M$ Summe

    Das wichtigste wird der auf die maximale Anzahl von Wiederverwendungen umgelegte Herstellungspreis
    sein. Die Starthandlingskosten sind dann der Aufwand um in dem Beispiel nur eine Nutzlast ins ALL zu schießen. Wir mit dem Start mehrere Nutzlasten ins Ich habe hier einfach mal Zahlen genommen die in der Größenordnung passen KÖNNTEN.

  8. Wenn das Wörtchen Wenn nicht wäre …
    Alles ungelegte Eier. Derzeit ist nicht mal sicher ob die Falcon Heavy kommt wenn in Byneaus Glauben schenke. Bisher hat SpaceX ziemlich viel eingestellt: Falcon 1, Faclon 1e, Falcon 5,Falcon 9 v1.0 und eine falcon XX gibt es nur im Gossip.

  9. @Bernd und Hallo erstmal:
    Das ist richtig. Mein Tipp die Heavy kommt eher nicht.
    Weil das Ding kostet viel mehr Geld das man besser gleich in das Raptor Triebwerk und die ganz große Lösung rein steckt. Das wird dann vielleicht so ähnlich wie die Falcon 5.
    Dein Beitrag über die Optionen bei einem Methantriebwerk und den Kraftstoffanteil an den derzeitigen Startkosten macht das doch ganz klar, selbst bei 30 facher Wiederverwendung ist der Treibstoff immer noch der mit kleinste Posten. Was wollte man den dann noch mit einer F9 Heavy wenn eine Falcon XX ohne Booster im selben Bereich arbeiten kann?
    Wie ja schon, (ich glaub du hast da mal was geschrieben?), geschrieben hat, kostet so ein neues Triebwerk sehr viel Geld für die Entwicklung, eine Heavy hätte hier schon deswegen keine Daseinsberechtigung, weil dadurch zwei Triebwerkslinien gebaut werden müssen.
    Mein Tipp ist das sogar die F9 stirbt.
    Aber gut, wenn du das auf die Fakten von heute beziehst macht das keinen Sinn.

  10. @Klakow

    Beim Space Shuttle hatten wir schon mal eine ähnliche Rechnung….
    Da gab es dann auch schon zusätzlich einen Punkt „Revision“ dabei, der relativ schlank sein sollte.

    Es stellte sich dann recht schnell raus, daß er, mit Nebenkosten (Facility, Ressourcen an Mensch und und Material vorhalten, Ersatzteillogistik und und und) der mit weitem Abstand grösste Kostenfaktor war. Wo ist der in deiner Rechnung?

    Und zum Thema „Wiederverwendung mit Punktgenauer Landung“:
    WHY, to the hell?
    Bei einem Passagierflughafen macht das natürlich Sinn. Da hab ich dann den Flieger in minimal 20 Minuten wieder einsatzbereit. Aber beim Raumflug? Die Aufbereitungszeit beläuft sich in jeden Fall auf Wochen. Das wir da in den Stundenbereich (Auftanken, Checkliste, Fertig)kommen ist weit entfernte Zukunftsmusik. Da müssten wir zu ganz anderen Verkehrzahlen kommen.
    Aber so? Auf die Hälfte der Nutzlast verzichten nur damit die Komponenten von einem Spezialbergegerät auf einen Spezialtransporter aufgeladen werden können um diesen Transporter dann in nur 5 Minuten anstatt in 1 – 2 Tagen ins Integrations-Center bringen zu können wo dann da wochenlang dran gearbeitet wird?
    Als Demonstrationsobjekt: ja.
    Als Technikstufe, die jetzt eingeführt werden soll?

    Entschuldigung, das ist einfach nur dumm! Aber Publikumswirksam.

    Der andere Bernd

  11. Der „Punkt“ bei der punktgenauen Landung ist wohl weniger, dass die Rakete an ihren Ausgangspunkt zurückkommen kann, sondern, dass geeignete Landeplätze angesteuert werden müssen. (Auch) die USA sind ja bekanntlich bewohnt. Ich glaube nicht, dass irgendeine Luftfahrtbehörde ein Fluggerät zulassen wird, das zwar weich, aber dann IRGENDWO (z.B. mitten auf dem Highway)landet.

  12. Quatsch.
    Nimmst du z.B. Dryden in Nevada.
    Die Landegenauigkeit wurde schon von Gemini erreicht.

    Überhaupt die Frage, ob nasse oder trockene Landung.
    Die Nasse Landung ist einfacher (Die Udssr hat das aus politischen/strategischen Gründen nicht erwogen), hat aber das Problem mit dem korrosiven Seewasser und möglicherweise heissen Triebwerken. Die Landlandung mit der größeren mechnischen Beanspruchung.

    Die SRB wurden jahrzehntelang gewassert und wiederverwendet.
    Bei einer Oberstufe kommt natürlich noch das Problem der Hitzeschilde dazu.

    Mein Fazit: Solange ein Fahrzeug, das aus dem Schwerkrafttrichter entkommen soll nur eigene, begrenzte Energiemengen mitführen kann, also chemischer Antrieb, ist eine volle Wiederverwendung Ressourcenverschwendung. Und das Startratenunabhängig.

    Bernd

  13. Was mich interessiert, auf welcher Weise erfolgt die Zündung des Treibstoffes bei Falcon, hypergolische Zündung? Werden auch neue Technologien in Erwägung gezogen?

  14. Auf dem neuen Kosmodrom erhalten alle Trägerraketen auch Sojus-2 Laserzündung, dabei handelt sich um etwa 900 Gramm schweres Lasermodul für Kerosin, Methan und H2. Bei interesse kann ich auch technische Daten posten.

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