Die CSU expandiert

Eigentlich sollte es erst nach der Bundestagswahl bekannt werden, doch nun haben einige CSU-Abgeordnete schon jetzt die Nachricht getwittert: Seehofer will mit der CSU im nächsten Jahr bundesweit antreten. Nach dem sehr guten Landtagswahlergebnis sieht er Chancen für die CSU neben der CDU. Angeblich soll er dies auf der Wahlpartie im nüchternen Zustand angekündigt haben. Die Medien halten sich noch zurück, auch weil es offizielle weder ein Dementi noch einen Kommentar gibt.

Die Betonung auf „nüchtern“ ist wichtig, denn man weiß ja wie in Bayern Wahlparties ablaufen und was da gebechert wird. Der eine oder andere ist auch an die Kontroverse Strauss – Kohl erinnert, wo Kohl immer dann wenn Strauss ihm zu sehr ins Handwerk pfuschte androhte in Bayern auch die CDU antreten zu lassen. Nun eben mit umgekehrten Vorzeichen. Continue reading „Die CSU expandiert“

Bitte liebe CDU …

… gründet einen Landesverband in Bayern. Mir geht die CSU inzwischen so auf den Sack. Sicher die Partei war schon immer etwas „anders“ und hat schon immer eine Politik gegen ihre Schwesterpartei betrieben. Aber das hat sich doch in den letzten Jahren, vor allem seit Seehofer Parteichef ist verselbständigt. Continue reading „Bitte liebe CDU …“

Die Emanzipation und die CSU

Als kürzlich mal wieder eine Reminiszenz an die Achtziger sah, fiel mir die deutsche Musik auf. Etwas was mir auffiel war der Wechsel der Themen. Eines davon war das Aufkommen von Gleichberechtigungsthemen und Emanzipation. Zum einen emanzipatorische Songs wie „Neue Männer braucht das Land“, zum anderen Songs in denen auch Männer Gefühle jenseits von Liebesgeschwafel zeigen dürfen wie Grönemeyers „Männer“ oder Purple Schulz: „Ich will raus“. Das gipfelte dann in den Neunziger in „Mädchen“ von Luci-Elektrik, das man aber auch schon als erstes Lied der Trendwende sehen kann, je nachdem wie man den Text auslegt.

Die Emanzipation damals und heute

In der Zeit ging es nicht nur um politische und gesellschaftliche Themen wie Abtreibung oder Benachteiligung im Beruf. Es drehte sich auch um ein neues oder ein verbessertes Geschlechterverständnis und eine andere Form der Beziehung, Das ist heute kein Thema weil es sich geändert hat. Dazu trägt auch bei, das viel mehr Frauen als damals in einem Beruf sind und dies nicht nur in dem schlecht bezahlten Sektor wie der typische „Frauenberuf“ Arzthelferin oder Friseuse. Heute machen mehr Frauen Abitur und studieren als Männer. Nur noch in der Führungsetage scheint Handlungsbedarf zu bestehen. Seit Jahren wird ja die Quote bei Vorständen in DAX-Konzernen diskutiert. Dafür können inzwischen auch Männer eine Auszeit bei Geburt eines Kinders nehmen. Natürlich ist noch nicht alles erledigt. Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als Männer für die gleiche Arbeit. Doch es scheint so als hätte die Emanzipationsbewegung ihre großen Themen verloren. Continue reading „Die Emanzipation und die CSU“

John Young und die Blutgrätsche der CSU

Heute mal ein anderes Thema. Gestern ist ja John Young gestorben. Ihr wisst ja ich habe es nicht so mit Astronauten. Ich hätte Probleme, auch als auch nur eine Handvoll der Shuttle-Astronauten zu nennen und selbst alle Deutschen bekomme ich nur nach intensivem Nachdenken zusammen.

John Young stammt noch aus einer Zeit, als jeder die Astronauten kannte. Sie waren vom Start weg Helden und er gehört innerhalb der nicht so großen Gruppe noch zum exklusiven Kreis, der sechs die auf dem Mond landen. Selbst in der Gruppe ragt John Young heraus. Er ist zusammen mit Tom Stafford, der einzige der je zwei Gemini und zwei Apollo-Fluge durchführte. Das für mich außergewöhnliche an John Young war, dass er nicht wie die anderen danach die NASA verließ. Als Superhelden hatten die Apollo-Astronauten alle Möglichkeiten ihren Ruhm zu versilbern. Nicht alle haben das getan, prominenteste Ausnahme war Neil Armstrong. Aber selbst wenn man nicht Geld für die Verwendung seines Namens nahm, winkte allen ein gut dotierter Posten in einer Aerospacefirma, die gerne dafür bezahlten, einen Apollo-Astronauten, als Angestellten zu haben. Continue reading „John Young und die Blutgrätsche der CSU“

Der Brief der Woche an Horst Seehofer

Lieber Horst, ich schreibe Dir einen Brief, damit Du dicht freust. Gerade bin ich wieder in meinem Ferienhaus, das zufälligerweise in dem Bundesland liegt, das Du bis vor wenigen Monaten noch regierst hast. (zugegebener Weise in einer Region, die bis Napoleon sie Bayern zugesprochen hat, zu Württemberg gehörte, was auch die sprachliche Kommunikation deutlich erleichtert). Ja in Bayern ist die Welt noch in Ordnung. Die Straßen sind ohne Schlaglöcher und frisch geteert, die Brücke über die Wertach, obwohl noch völlig in Ordnung vor einigen Jahren neu gebaut. Man sieht eben was man bewegen kann wenn die CSU 13 Jahre lang das Verkehrsministerium inne hat und die meisten Mittel nach Bayern abgibt. Auch ohne Ankerzentren sieht man kaum Menschen mit arabischem oder afrikanischem Aussehen auf der Straße. Ja in Bayern herrscht noch Zucht und Ordnung. Continue reading „Der Brief der Woche an Horst Seehofer“