Die Spende, Fahrradfahrer unerwünscht und ein überflüssiges Danke

Heute wieder ein kurzweilliger Blog mit nichts anderem als meiner Meinung (okay, die findet sich auch in den anderen Blogs, aber dort meistens noch in Mischung mit einem Sachthema), Es sind drei Splitter die mir auffielen und wenn mir was auffällt dann negativ.

Das Erste war eine Aktion, die ich zuerst bei Lidl gesehen habe und nun auch bei ALDI. Da soll man einen Gutschein kaufen und für das Geld gehen dann Lebensmittel an die Tafel. Ich habe mich schon bei Lidl gefragt „was soll das?“ aber da nun ALDI auf den Zug aufspringt, denke ich, ist es Zeit zu kommentieren. Bei uns wird viel weggeschmissen. Es sind 85,3 kg im Jahr pro Person, 12,7 Millionen Tonnen insgesamt. Der größte Teil entfällt auf die Verbraucher, der Handel – und dazu gehören ALDI und Lidl – macht nur 5 % aus. Klar, dort wird nicht auf Vorrat gekauft und wenn etwas länger herumliegt, der Preis gesenkt. Doch immerhin sind das auch 600.000 t pro Jahr und ALDI und Lidl haben als größte Handelsketten in Deutschland gewiss einen großen Anteil. Aber das ich nun als Verbraucher Gutscheine erwerben soll, damit ALDI die Lebensmittel an die Tafel abgibt? Sorry, aber das ist unverschämt. Wenn ich die Tafel unterstützen will, dann kann ich das direkt tun und die können mit dem Geld machen, was ihnen sinnvoll erscheint, nicht nur die Lebensmittel kaufen wie wirklich benötigt werden und nicht das was der Gutscheinkäufer festlegt, sondern auch andere Ausgaben für Einrichtung etc. tätigen.

Konsequenter fände ich es, wenn die Ketten alles was sie sonst in den Müll schmeißen, an die Tafel abgeben würden, sofern es noch okay ist. Das Kriterium dafür ist relativ einfach: Steht ein Verbauchdatum drauf, dann muss es in den Müll, bei einem Mindesthaltbarkeitsdatum kann es zur Tafel, bzw. wenn es offen ist, dann kann man auch riechen oder draufsehen, auf die Sinne kann man sich da verlassen. Sehr oft werden Obst und Gemüsepackungen weggeworfen, wo eine Frucht von vielen schlecht ist oder eben Brot, das zu viel gebacken wurde. Allerdings wird das auch optimiert, in meinem ALDI, der bis 21 Uhr offen hat, gibt es um 19:00 kaum noch Backwaren. Für eine Spende an die Tafel ist die Lösung, die Lidl an ihren Getränkeflaschenrücknahmeautomaten hat, die bessere – da gibt es auch einen Spendenknopf. Ist wenig Aufwand und die Hemmschwelle ist, weil es um Centbeträge geht, klein, aber viele kleine Spenden machen auch einen größeren Betrag aus.

Auch in anderer Hinsicht hat zumindest ALDI ein Problem mit Lebensmittel die nicht in Ordnung sind. Als ich mal an der Kasse war fiel der Kassiererin auf dass einer von sieben doer acht Pfirsichen nicht in Ordnung war. Sie fragte dann ob ich mir eine neue Packung holen will. Wollte ich aber nicht, aber diese Packung dürfte sie mir so nicht verkaufen. Die müsste man entsorgen. Auch nicht schenken, ich hätte sie problemlos genommen. So produziert man unnötigen Lebensmittelmüll.

Ich denke hier ist der Gesetzgeber gefordert, der sich ja bei uns schwer tut völlig unsinnige Gesetze abzuschaffen. Ich muss nur mal an die Affäre Böhmermann. Da wurde er ja wegen §103 StGB angeklagt, der die Beleidigung ausländischer Staatsoberhäupter unter Strafe stellt. Erst nach der Affäre wurde der Paragraf 103 abgeschafft. Der Paragraph 90 ist aber noch in Kraft, wer den Bundespräsidenten oder sein Amt beleidigt kann damit bis zu 5 Jahre in Haft kommen. Nun meine ich nicht, dass man Staatsorgane beleidigen darf, aber es gibt schon einen Schutz, der dazu führt, das wenn man Polizisten beleidigt, eine höhere Strafe erwarten kann als bei einer Privatperson (noch dazu vom Staat von Amts wegen verfolgt, bei einer Privatperson müsste diese selbst Klage erheben) und ich denke Politiker gehören auch zu den Staatsdienern und benötigen keinen besonderen Schutz vor Beleidigungen. Der Paragraph 90 ist aber noch gültig. Der einzige Vorteil, den ich in ihm sehe, wäre, dass man mal systemisch alle Reden die AFD Politiker gehalten haben, mal auf Verstöße gegen diesen Paragrafen abklopfen könnte und ich wage für den Fall zu prognostizieren, die Parteispitze ginge geschlossen ins Gefängnis.

Aber ich schweife ab. Es geht ja um den überflüssigen Lebemittelmüll. Auch das Entnehmen dessen aus der Mülltonne ist strafbar. Der „Müll“ ist solange Eigentum des Händlers, bis ihn die Müllabfuhr abholt, erst dann ist, er Müll. So gesehen ist das das gleiche wie Ladendiebstahl. Das ist einer dieser Dinge, die ich im Recht nicht verstehe, schlussendlich hat mit dem Wegwerfen er Händler sein Eigentumsrecht ja schon aufgegeben. Das deutsche Recht kennt zahlreiche solche Sprünge. So ist, wenn man bei einem Grab nur den Grabstein umschmeißt, das Störung der Totenruhe, vom Ausbuddeln der Überreste gar nicht zu reden. Sind die 25 Jahre um, für die man bei uns in de Regel eine Grabstätte mieten kann, dann ist das gleiche legal und der Tote kann in seiner Ruhe dann wohl nicht mehr gestört werden selbst wen die Knochen dann entsorgt werden, was ich persönlich viel schlimmer finde als einen umgeschmissenen Grabstein. Also stirbt er nach 25 Jahren ein weites Mal. Es gibt genug andere Ungereimteiten. So kann man für Schwarzfahren ins Gefängnis kommen, denn auch das ist eine Straftat und keine Ordnungswidrigkeit. Und 7.000 Leute sitzen deswegen auch im Gefängnis. Die Frage für mich ist es: Wem nützt das, das Müll entnehmen oder Schwarzfahren strafbar ist? Niemanden. Es wäre zeit das Erste zu legalisieren und das Zweite auf den Status herabzustufen den es darstellt, eine Ordnungswidrigkeit. Für die wird man auch bestraft aber muss eben nicht ins Gefängnis.

In Frankreich ist es gerade umgekehrt: dort sind die Händler verpflichtet, die Lebensmittel, die sie nicht mehr verkaufen, wollen an gemeinnützige Organisationen abzugeben – das wäre doch ein Modell auch für uns.

Das zweite was mir auffällt hat auch mit den Discountern zu tun. Auch die haben die Klimawende verschlafen. Unser Aldi hat im April/Mai umgebaut. Eine Änderung: die Fahrradstellplätze und die Stellplätze, die für die Einkaufswagen da waren, sind von der Wandseite an der Kasse auf den Parkplatz gewandert, wofür vier Parkplätze geopfert wurden – zwei für die Einkaufswagen und zwei für die Fahrradständer. Übriges nur die Einkaufswagen sind überdacht, eine deutlicher Verschlechterung gegenüber vorher, wo sie unterhalb des darüber ragenden Stockwerks regensicher waren. Ich denke neben mehr Platz für Pflanzen und sperrige Aktionsware war auch ein Grund, das viele Autofahrer direkt an den Einkaufswagen geparkt haben, was nicht nur für Fahrradfahrer lästig war, sondern weil die LKW durch diese (sonst freie) Spur durchfahren mussten, auch diese blockiert wurden. Nun ist da ein dickes „Parken verboten“ auf den Streifen aufgemalt.

Was mich ärgert: es sind nach wie vor acht Fahrradparkplätze, die außer im Winter immer voll sind. Ähnliches beim Lidl , auch dort nur sechs Stellplätze für Fahrräder und sie sind immer voll, egal wann ich komme. Beide Discounter haben aber ein riesiges Areal mit Parkplätzen. Ich habe es bei meinem Aldi mal abgezählt: es sind 58 Parkplätze für Autos und 8 Stellplätze für Fahrräder. Wollt ihr keine Kunden die Fahrräder haben? Meint ihr nur, weil jemand ein Auto hat, kauft er automatisch mehr ein? Meiner Ansicht nach, würdet ihr eher mehr Umsatz machen, wenn ihr zwei oder vier weitere Parkplätze opfert und so die Zahl der Stellplätze verdoppelt oder verdreifacht, denn die acht Stellplätze belegen zwei Parkplätze für Autos, auf der gleichen Fläche, in der man ein Auto unterbringt, haben vier Fahrräder Platz. Es kann doch nicht im Sinne des Unternehmens sein, das der halbe Parkplatz leer ist und alle Stellplätze belegt und die Leute dann ihr Fahrrad an der Hauswand parken – so behindern sie auch die Autos beim Rangieren, erst recht wenn jemand dann in Gemütsruhe seinen Einkaufswagen gemütlich in Fahrradtaschen umräumt. Wenn man schon dabei ist: Bei ALDI läuft nun hinter der Kasse ein Monitor. Neben Angeboten kommt da auch ein Trickfilm, in dem jemand ohne Einkaufswagen einkauft und ihm an der Kasse, was runterfällt und er dann mit Einkaufswagen glücklicher ist (erinnert mich irgendwie an das HB-Männchen). Ich gehöre auch zu denen die bei wenigen Dingen ohne Einkaufswagen unterwegs sind. Das hat aber auch einen Grund. Die sind so groß und so sperrig das mir der Aufwand für die Sachen, die ich in der Hand halten kann, zu groß ist. Lidl hat auch kleine Einkaufwagen im Angebot (übrigens waren die früher die normale Größe) und die sind sehr gefragt. Nebenbei bemerkt, wenn es hinter der Kasse eine nennenswerte Stellfläche gäbe, dann würde auch weniger herunterfallen. Das habe ich schon öfters gesehen und auch mit Einkaufswagen fällt manches auf den Boden oder überlebt den Fall in den Einkaufwagen nicht, wenn von der Kassiererin vorne laufend Dinge nach hinten geschoben werden und der Kunde nicht nachkommt mit dem Einräumen.

Das letzte was mir noch auffiel war ein Trend in der Webung. Ich habe mich ja schon abgefunden, das ich wohl zu der Gruppe von Personen gehöre, die nahe am Abkratzen sind, denn sowohl im Radio, wie auch im Fernsehen kommt bei den Sendern, die ich regelmäßig anschaue, und höre vorwiegend Werbung für freiverkäufliche Medikamente. Seien es Schmerzmittel, Mittel gegen Verstopfung oder gegen Vergesslichkeit. Eines viel mir auf vor einiger Zeit fing eine Firma damit an das sie den Werbespot damit beendete, das die Frau sich für das Schmerzmittel bedankte. „Danke Doc“ (Doc ist der Markenname). Das mag wegen der Doppeldeutigkeit da noch lustig gewesen sein, aber inzwischen machen das viele so. „Danke Neuralgin“ (ein Kombinationspräparat aus ASS, Paraacetamol und Coffein. Häää? Was soll das? Von einer Schmerztablette erwarte ich das Sie wirkt, das sollte eigentlich normal sein, dafür muss ich mich nicht bedanken. Vor allem nicht bei Medikamenten, die Wirkstoffe einsetzen, die uralt sind wie Ass, Ibuprufen oder Paracetamol. Bedanken müsste ich mich höchstens, wenn die Mittel verschenkt würden, dann aber nicht beim Präparat, sondern dem, der sie abgibt. Aber es wird immer mehr Medizinwerbung. Inzwischen gibt es im Radio schon Werbung für extrem seltene Krankheiten, so „Non24“ eine Krankheit die offenbar Blinde betreffen sollte oder Werbung für einen Patiententag für seltene Blutkrebserkrankungen. Geworben wird da nicht für ein Produkt, sondern man soll sich „informieren“ sprich. Ein Pharmaunternehmen hat wohl ein Mittel entwickelt, von dem es meint, das es bei diesen Krankheiten wirkt, und will so Patienten mobilisieren, die es von ihren Ärzten verschrieben haben wollen. Mich nerven diese Spots nur. Sie sind auch so öde gemacht. Beim Spot für „Non24“ fängt er z.B. so an „Du siehst mich nicht, weil ich im Radio bin, ich sehe dich nicht, weil ich völlig blind bin“. Aha, aber sonst sieht jeder, der im Radio moderiert, dann jeden einzelnen Zuhörer? Ich glaube ich mache zukünftig das Radio aus, wenn ich dusche, aufs Klo gehe oder Sex habe ….

8 thoughts on “Die Spende, Fahrradfahrer unerwünscht und ein überflüssiges Danke

  1. Diese Non24-Werbung nervt mich auch tierisch. Da wird versucht blinden Leuten irgendeine Krankheit anzudichten und sie dann abzukassieren. Die Symptome sind Alltagsprobleme (schlecht einschlafen) und bewusst oberflächlich beschrieben damit sich auch jeder wiederfindet.

    Ich frage mich allerdings ob sich die Werbung lohnt. Denn absolute Blindheit ist eigentlich relativ selten – die meisten können zumindest noch Helligkeit wahrnehmen – und die müssen dann auch noch auf diese Masche reinfallen. Die Zielgruppe ist also ziemlich begrenzt.

  2. „Konsequenter fände ich es, wenn die Ketten alles was sie sonst in den Müll schmeißen, an die Tafel abgeben würden, sofern es noch okay ist. Das Kriterium dafür ist relativ einfach: Steht ein Verbauchdatum drauf, dann muss es in den Müll, bei einem Mindesthaltbarkeitsdatum kann es zur Tafel, bzw. wenn es offen ist, dann kann man auch riechen oder draufsehen, auf die Sinne kann man sich da verlassen.“

    Da gibt es allerdings ein riesiges Problem: Die Tafeln wollen das Zeug oft nicht. Die nehmen nichts an, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen oder sehr kurz vor dem Ablauf ist, die nehmen nichts, was „nicht beliebt“ ist, die wollen eigentlich keine Reste mehr, sondern normale, noch verkaufsfähige Ware. Der Shopblogger hat häufiger mal dazu geschrieben. Diese Aktion jetzt bringt den Tafeln das, was sie wollen: keine Reste. Es sind nicht die bösen Händler, die einfach lieber was wegfeuern, als es für Bedürftige zu spenden, die Hilfsorganisationen sind sehr wählerisch (geworden) und sortieren selbst stark aus.

  3. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist sowiso der größte Witz überhaupt. Z.B. hat Honig ein Mindesthaltbarkeitsdatum von ein paar Jahren dabei war sogar der Honig den Forscher in Ägyptischen Gräbern gefunden haben noch genießbar.
    Genau so gerade bei Knabbersach Keksen. Mit Freunden in der Gruppe haben wir eine „Mhd-Kiste“ da bringt Jeder das mit was abgelaufen ist. Was noch nicht die „natürliche MHD-Reife“ erreicht hat wird auch noch nicht gegessen. Unser Persönlicher Rekord Liegt bei einer 3 jährigen MHD Reife und es war alles noch einwandfrei genießbar.

    1. Sehr amüsant waren die Salzmühlen die eine Zeitlang bei uns in der Kantine standen. Da stand schön drauf (sinngemäß): „Steinsalz, Millionen Jahre alt“ und dann ein MHD von Dezember 2019.

    2. Natürlich ist das MHD mit Sicherheit das Datum das am meisten missinterpretiert wird. Aber das es nicht bedeutet „ab dem Datum ist das Lebensmittel ungenießbar“ wissen eben die wenigsten, nicht umsonst wird das Thema in Verbraucher- und sogar Wissenschaftssendungen dauernd hochgekocht, man sollte sich auch mal die Kommentare bei meinem Artikel dazu ansehen.
      https://www.bernd-leitenberger.de/blog/2011/12/22/die-sache-mit-den-haltbarkeitsdaten/

      Das dürfte auch die Ursache für das sein was Klopfer erwähnt: wenn es stimmt das Tafeln keine „Reste“ mehr haben wollen – und dazu werden die Lebensmittel ja nur durch Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums dann liegt das eben auch daran, dass zumindest ihre Kundschaft nicht weiß, das dies nur eine Garantie ist. Genauso wie aber Gebrauchsgegenstände (hoffentlich) länger als die Garantie nutzbar sind ist das bei Lebensmitteln.

  4. ALDI vs LIDL

    Es sind ja beides Discounter mit all ihren Vor- und Nachteilen. Ich kann nur von meiner kleinen, lokalen Ecke hier berichten, aber ich finde LIDL etwas fortschrittlicher als den Feinkost Albrecht. So gibt es bei LIDL Obst und Gemüse z.B. teilweise ohne Plastikumverpackungen; die Brotauswahl ist auch deutlich besser und attraktiver. Die Leergutautomaten und Einkaufswagen hat Bernd ja schon erwähnt.

    Ladestationen habe ich dagegen zumindest hier im Speckgürtel bei keinem der Läden sehen können. (Ich frage mich sowieso wieviel das bringt, während meinen 10 bis max. 20 Minuten Einkauf ein E-Auto ans Ladegerät zu hängen)

  5. Schmerzmittel-Kombipräparate sind ohnehin mit Vorsicht zu „geniessen“:
    Die Techniker Krankenkasse schreibt dazu:

    „Gut zu wissen: Sogenannte Mischpräparate, die mehrere Wirkstoffe enthalten, können zwar effektiv bei Kopfschmerzen helfen, führen aber besonders häufig zum Medikamentenkopfschmerz, auch Entzugskopfschmerz genannt. Dieser entsteht allgemein bei einem zu häufigen Gebrauch von Schmerzmitteln. Um nicht in einen Teufelskreis aus Schmerzen, Schmerzmitteln und noch stärkeren Schmerzen zu geraten, sollten Sie Schmerzmedikamente und ganz besonders Mischpräparate stets diszipliniert einnehmen, das heißt, nur wenn unbedingt nötig.“

    https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/kopfschmerzen-und-migraene/medikamente-bei-kopfschmerzen-was-hilft-wann-2017292

    Diese Mittel helfen sowieso eher den Herstellern. Deswegen wird so penetrant Reklame gemacht.

    Besonders perfide finde ich die Werbung, bei der Leute über ihre Blähungen lamentieren. Da wird den Zuschauern mittels schauspielerischer Meisterleistungen als Diagnose „Reizdarm“ suggeriert. Und dann Pille einwerfen und gut is.
    Dabei sind in den meisten Fällen ganz bestimmte Lebensmittel für die Blähungen verantwortlich (Bohnen, Sauerkraut etc.) also erstmal weglassen und schauen ob´s besser wird. Ob es tatsächlich Reizdarm ist, sollte immer ein Arzt diagnostizieren, könnte auch was Schlimmeres dahinterstecken.

    „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Arzt oder Apotheker“

    Die Hersteller wissen genau,
    diesen Hinweis liest keine Sau.

    (Göhte, oder war´s Chiller?)

  6. Die Discounter spenden nur ungern an die Tafeln, da die ärmeren neben den Kosten für Wohnen, Kleidung und Telefon ihr restliches Geld zu den Discountern tragen, für Lebensmittel, Alkohol und Zigaretten. Wenn man jetzt an die Zielgruppe Lebensmittel spendet, dann könnte das Freigewordene Geld eben nicht mehr zum Discounter getragen werden sondern ins Kino, Restaurant oder Möbelhaus. Daher wird es ohne eine Abgabepflicht hier nichts passieren.
    Die Ablagefläche bei Aldi und Lidl ist deshalb so kurz, damit man schneller einräumt.

    Bei meinem Aldi sind die Fahrradstellplätze auch ständig belegt, allerdings sind das fast alles Langzeitparker, keine Kunden.

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