Obamas Plan

Wie bekannt hat Obama die NASA angewiesen, Constellation einzustellen und dafür Vorarbeiten für eine spätere bemannte Mission zu Mars und anderen Zielen anzugehen. Obwohl im NASA Budget wenig Konkretes steht und alle Mittel erst für die folgenden Jahre avisiert werden, also 2011 das nun ja genehmigt wird noch kaum etwas von den neuen Plänen enthält, gab es schon Kontroversen um den Plan.

Im US Kongress gibt es eine Front von pro-Konstellation Befürwortern, vor allem Abgeordneten der Staaten, die heute vom Constellation Programm profitieren, indem sie Komponenten fertigen. Doch das ist nichts neues. Eine ähnliche Fraktion ist auch für die Weiterführung der Shuttle Flüge. Auch hier geht es um Arbeitsplätze. Wenn man von dieser Tatsache absieht (die leider in allen Ländern die Weltraumprogramme bestimmt), so gibt es auch andere Gräben.

Einen vorläufigen Höhepunkt wurde vor einigen Wochen erreicht: Bei einer Anhörung sprachen sich Neil Armstrong und Eugene Cernan gegen den neuen Plan aus: Armstrong: (mehr …)

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Vierter Geburtstag

Heute wird der Blog vier. Grund genug wieder einmal Rückschau zu halten. Ich begann ja eigentlich weniger mit einem klassischen Blog, bei dem die Leute über sich und die Welt schreiben als vielmehr mit einer Rubrik aus HTML Seiten in der ich Themen aufnahm, die zu klein waren oder irgendwie nicht ins Raster passten. Nun die HTML Seiten gibt es bis heute (aus dem einfachen Grund, weil die Eingabe in einem HTML Editor komfortabler ist als in WordPress).

Im ersten Jahr waren es noch wenige Blogs, oftmals einige Wochen zwischen zwei Themen, aber noch etwas vielseitiger als heute. Das hat sich mit dem echten WordPress Blog geändert, der etwa 1 Jahr später startete. Durch die Möglichkeit der Kommentierung ändert sich einiges. Zum einen wird es lebhafter, man bekommt mehr Ideen für neue Einträge, aber es verschiebt sich auch die Themenauswahl: Logisch, wenn man bemerkt dass es keine Kommentare zu Themen wie Lebensmittelchemie oder Allgemeines gibt, dann schreibt man über Raumfahrt.

In den folgenden Jahren habe ich sicher fast jedes Raumfahrtthema angesprochen, dass mir wichtig war, viele sogar mehrmals. Ich habe begonnen mehr und mehr auch weniger über konkrete Vorhaben zu schrieben als vielmehr über eigene Ideen, Wünsche oder Weiterentwicklungen. Erstaunlicherweise interessiert selbst das jemand. (mehr …)

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Weitere Gründe gegen die bemannte Marslandung

Ich habe mich mit dem Thema ja schon mal beschäftigt unter verschiedenen Gesichtspunkten. Ich habe dargelegt, dass aus einigen Gründen die Zeit gegen dieses Vorhaben arbeitet. Unbemannte Roboter werden immer leistungsfähiger, wie man leicht an den Ergebnissen von Instrumenten ablesen kann, aber auch an harten Fakten, wie Auflösung, Datenrate, Spektralkanäle etc.

Auch das politische Umfeld wird immer ungünstiger. Mal abgesehen von der derzeitigen Krise: Alle westlichen Staaten machen seit Jahrzehnten Schulden. Leute wie soll das weitergehen? Irgendwann muss gespart werden, und zwar nicht nur wie jetzt, indem man die neuen Schulden reduziert, sondern sogar mal sie abträgt und dann reden wir sowohl in Europa wie auch in Amerika über riesige Summen. Nicht nur kleine Sparpakete wie jetzt. Wenn es aber rapide Einschnitte in allen Bereichen geben soll, wie sind dann die Kosten einer bemannten Marslandung zu vermitteln? „Constellation“, das ja nur zum Mond gehen sollte, das auf den Erfahrungen von Apollo aufbauen konnte, wurde zuletzt auf 120 Milliarden geschätzt. Für eine Marsmission, die etwa 3 Jahre dauern wird, bei der eine permanente Basis errichtet werden muss und bei dem schon der logistische Aufwand (die Fracht die befördert werden muss) mindestens viermal größer ist, werden die Kosten weitaus höher liegen. Ich glaube nicht, dass daher ein Programm durchsetzbar ist – zumindest nicht bis wir eine Zeit erreicht haben, in der die führenden Weltraumnationen wieder ausgeglichene Haushalte haben – ich schreibe „führende Weltraumnationen“, weil sich das ändern kann. (mehr …)

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Vorbilder

Als ich nach Büchern stöberte fiel mir auf, dass Jesco von Puttkamer ein neues geschrieben hat. (Neu eigentlich nicht, ich habe es vorher nur für eine Neuauflage seines Buches von 1969 zur Mondlandung gehalten, er hatte dieses ja schon 2001 neu veröffentlicht). Das erinnert mich daran, dass von ihm einige Bücher in meinem Regal stehen. eigentlich die meisten Bücher eines Autors auf diesem Gebiet (wenn ich von meinen eigenen Büchern absehe). Das hat auch einen Grund und leitet mich zu meinem heutigen Thema: Vorbildern oder Idole.

Ich gehöre zu den wenigen, bei denen als Jugendlicher keine Poster von Promis im Kinderzimmer hingen. Wenn ich zurückdenke fallen mir eher die Bücherregale ein. Später ergänzt durch ein Schaubild des Sonnensystems. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich damals ein Idol hatte oder später irgendwen den ich so toll fand, dass ich ihm nacheifern wöllte.

Das hat sich zumindest beim Bücherschreiben geändert. Ich gebe zu, hier habe ich Vorbilder und zwar mehrere. Das eine ist Werner Büdeler. Sein Buch „Faszinierendes Weltall“ zur gleichnamigen Fernsehserie im ZDF 1980 war eines der ersten beiden die ich mir gekauft habe. Er hat eine Begabung die ich definitiv nicht habe: Etwas einfach zu erklären und stark (auf das wesentlichste) zu reduzieren. Also auf wenigen Seiten die Mondforschung mit Raumsonden zusammenzufassen oder selbst wenn es um Details geht, den Detaillierungsgrad soweit zu beschränken wie man braucht um die Grundlagen des Phänomens zu erklären. (mehr …)

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