Welche Katastrophe….

… dass unser Bundespräsident zurückgetreten ist. So suggerierten es gestern zahlreiche Sondersendungen. Ich verstehs nicht. Zum einen warum jemand wegen so einer Kelinigkeikeitzurücktritt. Vor allem aber das Echo. Hallo? Hat jemand vergessen wofür man den Bundespräsidenten braucht? Das ist jemand der einmal im Jahr eine Weihnachtsansparache hält und ab und zu mal neutral die Politik kommentiert ohne sie schönzureden oder egal was es ist die regierung anzugreifen.

Das war auch die Aufgabe von Hort Köhler, bei dem nun alle seinen Sachverstand in wirtschaftlichen Dingen so gelobt haben. Davon habe ich nicht viel gemerkt. Wir haben seit zwei Jahren eine Krise nach der anderen inzwischen sumieren sich Rettungsfonds, Neuverschuldung schon zu vierstelligen Milliardenbeträgen, aber was hat man dazu von Köhler gehört? Nichts! Absolut gar nichts. So unauffällig und still wie in den letzten zwei Jahren war er dei vier Jahre vorher nicht.

Beliebt war er, klar wernichtssagt, macht auch nichts falsch. Aber man vermisst ihn auch nicht. Ich zumindest vermisse Köhler nicht. Aber man hat nun die Chance auf ein Amt jemanden zu setzen den man los haben will. Mir fällt da nur einer ein: Westerwelle! Liebe CDU/FDP wählt Westerwelle zum neuen Bundespräsidenten. Alternativ Brüderle, den versteht sowieso keiner wenn er redet. Ich vermute aber es wird ein Job für gerade abgewählte Ministerpräsidenten wie Koch oder Rüttger….

Die ominösen sp2 und sp3 Konfigurationen

Da ich wahrscheinlich in meinen Aufsätzen noch ein paar mal mit Fachbegriffen um mich werfe, an dieser Stelle eine Erklärung von zweien. Fangen wir mal ganz elementar an. Elektronen halten sich nach den Atommodellen der Physiker in Orbitalen auf. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das sind keine definierten Bahnen und sie haben keine Ähnlichkeit zu den Orbits von Planeten und Satelliten. Man kann sie dann noch nach den Energieniveaus in verschiedenen Schalen anordnen. Daher kommen die Buchstaben: Eine s-Schale ist besetzt mit zwei Elektronen. Es kommt dann die p-Schale mit sechs Elektronen. (Zur Vervollständigung: Es gibt noch die d-Schale mit 18 Elektronen und die f-Schale mit 32 Elektronen (Gesetzmäßigkeit: 2*n)).

Wenn man in Büchern nachschaut, findet man dann Abbildungen dieser Schalen, wobei diese die Aufenthaltswahrscheinlichkeit angeben. Vereinfacht gesagt, den Raumbereich in dem sich ein Elektron am häufigsten aufhält. Eine s-Schale ist kugelförmig. Eine p-Schale hantelförmig. Jede Schale nimmt maximal zwei Elektronen auf. So gibt es drei p-Schalen die in den drei Raumachsen angeordnet sind (px, py und pz).

Wichtig ist: Für Bindungen stehen nur die äußeren Schalen zur Verfügung, die nicht vollständig besetzt sind. Alle anderen Schalen beteiligen sich nicht an chemischen Bindungen. Continue reading „Die ominösen sp2 und sp3 Konfigurationen“

Lenamannie und Köhlers Rücktritt

Inzwischen bin auch ich angesteckt von der Lenamannie. Wurde sie ja schon im Vorfeld als Favoritin bei den Buchmachern genannt, kam mit ihrer Art sehr gut an und wurde von Talkshow zu Talkshow weitergereicht, so hielt ich erst mal den Ball flach: Wie oft hatten wir schon in den letzten Jahren gute Lieder und sie fielen durch. egal ob von Max Mutzke, Texas Lighning oder Roger Cicero. Das ganze Brimborium um die „Nationalaufgabe Eurovision“ oder „Unser Star für Oslo“ kam mir da etwas suspekt vor. Sicher das Lied ist gut, es gefällt mir und Lena macht einen sehr sympathischen Eindruck, aber was passiert wenn es wieder durchfällt? Den Wettbewerb nicht ernst nehmen wenn wir verlieren und sich freuen wenn wir gewinnen. Dasi ist mein Motto. (So halte ich es auch im Sport)

Aber Lenas Auftritt als Siegerin („Ich quatsch einfach mal weiter“ – „Must i sing now?“) hat mich dann doch überzeugt. Und es war schön mal wieder die Worte „Germany douze points“ zu hören. Das habe ich auch zusammengeschnitten (siehe Video). Nun werden schon Rufe laut, sie soll den Titel verteidigen. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Zum einen ist es noch ein Jahr hin und da kann viel passieren. Zum andern weiss ich nicht ob es so intelligent ist. Sie kann ja nun nur noch verlieren – sie ist schon ESC Gewinnerin und ich glaube nicht dass wir zweimal hintereinander gewinnen. Aber auf der anderen Seite macht sie einen so entspannten Eindruck und so unbeeindruckt von dem Trubel, dass sie wahrscheinlich das nicht juckt wenn sie nächstes Jahr nicht so gut abschneidet. Wenn sie in einem Jahr noch so ist wie heute, sympathisch, nett ein bisschen verrückt – warum nicht?

Dann ist noch Horst Köhler zurückgetreten. Ich war ganz baff. Ich habe nicht mal im Vorfeld etwas gehört von irgendwelchen Äußerungen und einer Kritik daran. Ich kann auch nicht glauben dass dies der Grund ist. Vielleicht will er auch nur den Bettel hinschmeißen und nicht verknüpft werden mit einer Regierung die mit vollen Händen das Geld zum fenster rausschmeißt. Es ist doch immer das gleiche: Die Leute die noch Ehrgefühl und Gewissen haben treten wegen irgendwelchen Kleinigkeiten zurück. Die Unfähigen und Polemischen bleiben im Amt. Ob es Oettinger mit seiner Titulation von Filbinger als Nazigegner ist, oder die unqualifizierten Äußerungen von Westerwelle sind (der könnte meiner Meinung nach wegen dem Stuss den er redet alle paar Wochen zurücktreten) oder die Hetze von Koch war (der ja nun Ausschau hält nach einem Job wo man sich mit lächerlichen 14.000 Euro pro Monat zufrieden geben muss) – keiner dieser Politiker ist zurückgetreten.

Man sollte das regeln. Wie ein Zwangsrücktritt aufgrund mangelnder Nachdenkfähigkeit. Aber wahrscheinlich läuft es dann ja eh auf eine Abstimmung raus bei der alle die an der Regierung sind alles tun, damit ein Repräsentant nicht zurücktritt.

Das Video heute: Von mir zusammengeschnitten alle 8+ Punktwertungen beim ESC.

Der Musiktipp für heute: „Murder on the dancefloor“

Damit ihr nicht meint, ich hören nur Leider aus den siebtigern und achtzigern (auch wenn ein Großteil dessen was ich höre aus der Zeit stammt), heute ein Musiktipp aus diesem Jahrtausend. Sophie Ellis Baxtors „Murder on the Dancefloor“. er innert micn an den Sommer 2002. Der Titel war gerade in den Hitparaden als ich in den Sommerferien bei einer Firma ein System zur automatischen Überprüfung ihrer Steuerungen entwickelte. Sie hatten dazu ein computergesteuertes Messwertsystem der Firma Jägeer gekauft und ich schrieb die Anwendungssoftware dafür.

Das war das erste Mal, dass ich Software von mir beim Einsatz bei anderen sah und das war schon toll. Vor allem wenn man dann zufriedene Anwender hat und das Gefühl wirklich was geleistet zu haben. Die Software habe ich dann noch einige Semester lang in den Sommerferien ergänzt. Das letzte Mal vor zwei Jahren als die Treiber von Jäger nicht mehr unter Vista liefen und ich kleinere Anpassungen machen musste. (Wie sich herausstellte lag der Bug nicht bei meiner software sondern dem Installationsprogramm von Jäger das nicht mehr Vista lief).

Das System ist auch heute noch im Einsatz, wie ich vor einigen Wochen erfuhr. Es gäbe auch Bedarf an weiteren Erweiterungen, aber leider wegen der noch anhaltenden Krise keine Mittel. Ich hätte auch einige Vorschläge, vor allem habe ich damals das Dateiformat weitgehend auf die Bearbeitung am Arbeitsplatz mit einer Anwendung zugeschnitten. Das ist schon beim jetzigen System ein Nachteil, weil es so drei Dateien gibt die zusammen hängen. Die Konfiguration (einmal für viele Testfälle), den Testfall (einen für viele Tests) und eben die Testfallergebnisse. Das ist eine klassischen 1:n Verknüpfung auf zwei Ebenen und schreit geradezu nach einer Datenbank. Dann wäre auch die Anwendung keine Insellösung mehr und dieEntwicklungsabteilungkönnte direkt auf die Ergebnisse der Q&S Abteilung zugreifen.Mal sehen, vielleicht klappt es 2011.