Brauchen wir noch einen Bundespräsidenten?

Ich habe mur den Blog von Herrn Ohlsen durchgelesen und muss ihm recht geben. Eigentlich brauchen wir keinen Bundespräsidenten. Er hat keine echte Macht und repräsentiert nur. Nach der Argumentation von ihm könnte man das Amt getrost abschaffen. Nun ja, nun gibt es auch andere Dinge. Der Staat hat viele Dinge, die er nicht wirklich braucht nur um Eindruck zu machen, genauso wie Privatpersonen. In dem Sinne ist ein Bundespräsident genauso Luxus wie der Amtssitz des Kanzlers, der wohl nach Kohls Eingebung an ein Schloss erinnern sollte oder manch anderes öffentliche Bauvorhaben oder die Beteiligung an Weltausstellungen und Expo bei denen Pavillons nach einigen Monaten abgerissen werden.

Schlussendlich leisten sich auch zahlreiche europäische Länder noch Monarchien – die dort auch nichts zu sagen haben und nur repräsentieren sollen. Die sind sicher noch ein bisschen teurer als unser Bundespräsident. Allerdings gibt es auch Unterschiede: Sie sind glamouröser. Sie haben Konstanz (es gibt nicht dauernd neue Wahlen). Es gibt Skandälchen und sie ernähren einen ganzen Blätterwald. Das alles bietet unser Bundespräsident nicht. Er ist ehrlich gesagt langweilig. Vor allem der letzte. Continue reading „Brauchen wir noch einen Bundespräsidenten?“

Die ideale Rakete für jede Geschwindigkeit

Eine Konsequenz der Raketengrundgleichung ist, dass abhängig von der nötigen Endgeschwindigkeit unterschiedliche Stufenverhältnisse herauskommen, wenn die Startmasse minimal sein soll. Bei Trägern mit ungefähr gleichen spezifischen Impulsen, ist die beste Lösung die wenn die einzelnen Stufen jeweils den gleichen Bruchteil der benötigten Geschwindigkeit aufbringen. Bei unterschiedlichen spezifischen Impulsen sollte die mit dem höheren auch einen höheren Anteil erbringen.

Die Trägerrakete mit der niedrigsten Startmasse ist daher zumindest bei gleichen großem spezifischem Impuls leicht zu berechnen: Man teile die Endgeschwindigkeit durch die Anzahl der Stufe und erhält die pro Stufe nötige Endgeschwindigkeit. Aus dieser kann man das Voll/Leermassenverhältnis errechnen. Daraus kann man iterativ ausgehend von der letzten Stufe die Startmasse berechnet werden, indem man eine Schätzung der Voll/Leermasse macht, das Voll/Leermasseverhältnis der letzten Stufe bestimmt, darauf basierend eine bessere Schätzung bis man das ideale Voll/Leermasseverhältnis der letzten Stufe errechnet hat. Dann wiederholt man dies bei der nächsten Stufe usw. Continue reading „Die ideale Rakete für jede Geschwindigkeit“

Der heutige Musiktipp: „Good Times“

Das heutige Thema das ich mal beim Musiktipp ansprechen will ist covern und inspieren lassen. Was macht ein Star bei dem die Karriere beim Abflauen ist? Er covert etwas schon bekanntes. (Bei manchen „Stars“ wie den DSDS Sternchen, ist das wie ich mich bei „Wetten dass“ an Pfingsten sehen konnte, schon nach wenigen Monaten der Fall). Das Resultat ist meistens schlechter als das Orginal. Manchmal anders, selten besser. Ein Beispiel für das letzte ist für mich z.b. „It’s my Life“ von No doubt, das erheblich aggressiver und rhytmischer klingt als das Orginal von Talk-Talk. Der ungekrönte Coverkönig ist wohl Joe Cocker. Ich kenne eigentlich keinen Titel den er selbst komponiert hat. Viele finden seine Coverversionen nicht so schlecht, muss wohl so sein, schließlich ist er damit seit 40 Jahren im Geschäft.

Eine andere Sache ist das „inspirieren“ lassen. Man nehme von einer Musik nur den Grundrhytmus, einen neuen Text und setze neue Instrumente drauf. Oder man übernehme einige Takte. Beispiele hier zu nennen ist schwieriger, man muss oft genau zuhören. Ich will hier mal zwei vorstellen, die man unter diese Rubrik einordnen kann. Das eine ist die wohl mieseste „Klauaktion“: Erna Kommt von Wolfgang Lippert. Leider habe ich auf Youtuube nicht den Ausschnitt gefunden, aber es gibt einen vom Lied im DDR Fernsehen, wo selbst die Zuschauer in der ersten Reihe völlig teilnahmslos sind, so schlecht ist es. Man achte nur die Melodie im Refrain und vergleiche diese mal mit dem Refrain bei „Waterloo“ von Abba – langsamer, aber es istdieselbe. Dasselbe Lied hat dann Hugo Egon Balder drei Jahre später im Westen rausgebracht, etwas schneller, aber auch nicht gerade erfolgreich: Continue reading „Der heutige Musiktipp: „Good Times““