Brauchen wir noch einen Bundespräsidenten?

Ich habe mur den Blog von Herrn Ohlsen durchgelesen und muss ihm recht geben. Eigentlich brauchen wir keinen Bundespräsidenten. Er hat keine echte Macht und repräsentiert nur. Nach der Argumentation von ihm könnte man das Amt getrost abschaffen. Nun ja, nun gibt es auch andere Dinge. Der Staat hat viele Dinge, die er nicht wirklich braucht nur um Eindruck zu machen, genauso wie Privatpersonen. In dem Sinne ist ein Bundespräsident genauso Luxus wie der Amtssitz des Kanzlers, der wohl nach Kohls Eingebung an ein Schloss erinnern sollte oder manch anderes öffentliche Bauvorhaben oder die Beteiligung an Weltausstellungen und Expo bei denen Pavillons nach einigen Monaten abgerissen werden.

Schlussendlich leisten sich auch zahlreiche europäische Länder noch Monarchien – die dort auch nichts zu sagen haben und nur repräsentieren sollen. Die sind sicher noch ein bisschen teurer als unser Bundespräsident. Allerdings gibt es auch Unterschiede: Sie sind glamouröser. Sie haben Konstanz (es gibt nicht dauernd neue Wahlen). Es gibt Skandälchen und sie ernähren einen ganzen Blätterwald. Das alles bietet unser Bundespräsident nicht. Er ist ehrlich gesagt langweilig. Vor allem der letzte.

Das ist ein Gesichtspunkt der fürs Abschaffen spricht. Für mich wichtig ist ein zweiter. Es ist eigentlich ein Amt, dass wegen seiner Bedeutungslosigkeit gerade zu nach einer direkten Wahl vom Volk schreit. Sie wissen ja: In Deutschland wird das Volk von Politikern gefürchtet. Es bringt so viel durcheinander, wenn es alle vier bis fünf Jahre wählen darf. Das sieht man jetzt gerade wieder in Nordrhein-Westfalen…. Daher dürfen selbst die Politiker die direkt (und nicht über die Landesliste) gewählt wurden, nicht nach ihrem Gewissen abstimmen, sondern nur so wie der Parteivorsitzende entscheidet. Noch erstaunlicher ist, das bei der Bundesversammlung wo Parteien dann einige Promis für sie abstimmen lassen. Nicht mal da stimmen die Promis nach ihrem Gewissen ab. Zumindest für ein Amt, dass politisch völlig bedeutungslos ist und für das man genauso viel leisten muss wie für einen Doktortitel den man auf ebay kauft, nämlich gar nichts könnte man mal das Volk abstimmen lassen.

Wenn ich dann höre, dass es eine Brüskierung dieser Regierung ist, das Köhler zurücktrat, weil ihn Merkel und Westerwelle bestimmt haben, dann ist es ja nicht mal ein unabhängiges Amt sondern nur eine Marionette der Regierung (was die fehlenden Äußerungen zu der Krise und den Aktionen von Merkel & Fönwelle erklärt). Nun soll die nächste Marionette dran kommen, wie man munkelt Zensursala von der Leidensmiene. Jemand. der mehr Ahnung vom Kinderkriegen als der Bedeutung des Internets hat. Echt super! Da können wir uns schon auf richtig intelligente Ansprachen freuen und Kritik an der Regierung wird’s erst recht nicht geben.

Herr Ohlsen hat recht: Das Amt ist überflüssig. Zeit es abzuschaffen. Nur einen weiteren Jasager brauchen wir wirklich nicht. Bundespräsidenten wie Weizesäcker die auch kritisch zu der Partei sich geäußert haben die sie wählen ließ gab es ja in den letzten Jahren nicht mehr. Nur austauschbare, stromlinienförmige Statisten.

4 thoughts on “Brauchen wir noch einen Bundespräsidenten?

  1. Uff. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten argumentiere ich nicht dagegen. Es ist mir dennoch ein Bedürfnis zu sagen, dass ich völlig anderer Meinung bin.
    Warum keine Argumente? Weil ich es nach Lektüre des Beitrages für zwecklos halte. Oder ist das Satire? Nein? Dann gehe ich konform mit der dem Motto dieses Blogs: „Alles was sie nicht wissen wollen“

    Tschuldigung.

  2. Es ist bei politischen Sachen fast normal dass verschiedene Leute verschiedene Ansichten haben, sonst kämen wir ja auch prächtig mit nur einer Partei aus….

    Schade dass wir nun niemals wissen werden warum Du völlig anderer Meinung bist.

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