Der heutige Musiktipp: „I won’t let the sun go down on me“

Den heutigen Musiktipp will ich einem Phänomen widmen: Dass man bei einem Text, den man nicht ganz genau versteht selbst versucht schlüssig zu werden wass es wohl heißen soll. Ich kann da sogar mit einem aktuellen Beispiel anfangen: Lenas Lied „Satellite“. Da gibt es eine Zeile die heißt:

„I even painted my toe nails for you“

ich habe immer „tomatoes“ anstatt toe nails gehört… Okay so kleine Sachen gibt es häufig. So war ich mir sicher, dass mein Lieblingstitel von Ideal immer hieß „Keine Heirat“ und nicht „keine Heimat“ – beides passt denn es geht um die kulturelleEroberungDeutschlands durch die Amikultur. Schlimm wird es wenn es noch schlechter ist und man nix versteht und dann versucht das Gehirn einen Zusammenhang zu finden. Das macht es dann meistens in der Muttersprache. Hören sie sich mal „I won’t let the sun go down on me ab 1:30 für einige Sekunden an:

Also ich war immer sicher hier ein „zeit is Geld“ zu hören und fragte mich was dies in dem Lied sollte und ob das wohl ein Beispiel ist das eine Redensart es selbst in eine andere Sprache geschaffen hat (obwohl die ja „Time is money“ haben). Nein, es ist nur unsauber gesungen und zu schnell. Im Original heißt die Zeile: „is he blue or is he red“.

Ich glaube ich bin nicht der einzige der sich mal verhört hat oder was nicht ganz verstanden. Was sind eure prominenten Verhörer?

One thought on “Der heutige Musiktipp: „I won’t let the sun go down on me“

  1. Hi,

    das ist ’ne interessante Sache mit dem, was man da so hört, und dem was es tatsächlich heissen soll. Spontan fällt mit dazu jetzt nur ein Beispiel ein: Von ABBA in „Money, Money, Money“; da heisst die Schlusszeile des Refrains: „It’s a rich men’s world.“ – Ich ich hab da lange Zeit immer irgendwas mit „schmelz“ verstanden. Aber seit ich es richtig weis, mehr und mehr vergessen, was ich da früher verstanden habe. Das geht mir übrigens oft so. Sobald ich weis, wie es richtig heisst, verabschiedet sich die „Eigenkonstruktion“ des Gehirns so nach und nach aus dem Gedächtniss.

    Hans

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